Titelaufnahme

Titel
Evaluation des periimplantären Knochens nach Frühimplantation im wachsenden Kiefer bei jugendlichen Patienten mit schwerer Oligodontie / eingereicht von Elisabeth Geyer
VerfasserGeyer, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinZechner, Werner ; Heuberer, Simone
Erschienen2012
Umfang93 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Oligodontie / dentale Implantate / Wachstum / Jugendliche / periimplantärer Knochen
Schlagwörter (EN)oligodontia / dental implants / growth / adolescent / peri- implant bone
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2257 Persistent Identifier (URN)
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Evaluation des periimplantären Knochens nach Frühimplantation im wachsenden Kiefer bei jugendlichen Patienten mit schwerer Oligodontie [10.46 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Nach Ben- Bassat & Brin (2003) kommt es bei mehr als 10 Nichtanlagen zu starken Wachstumsstörungen. (1) Diese können als schwere Oligodontie betrachtet werden. Die Implantation im wachsenden Kiefer ist eine sehr selten angewendete Behandlung, da gesetzte Implantate angesichts der engen Knochenanlagerung und des fehlenden parodontalen Ligamentes keinen eruptiven oder wachstumsbedingten Veränderungen folgen und sich wie ankylosierte Zähne verhalten. Dies kann in einer Infraokklusion resultieren.

Ziel: Das Ziel der vorliegenden Studie war die statistische Erfassung und Auswertung des periimplantären Knochenabbaus nach der Implantation bei Oligodontiepatienten vor dem 16. Lebensjahr. Weiters wurde der gemessene Knochenabbau mit verschiedenen Parametern wie beispielsweise dem Implantattyp, der Implantatregion und der Raucheranamnese verglichen.

Methodik: Das Patientenkollektiv ergab sich anhand einer Datenbankabfrage von über 500 registrierten Patienten mit Zahnnichtanlagen der Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik mit den Kriterien schwere Oligodontie (>10 Nichtanlagen) und Implantationsalter unter dem 16. Lebensjahr. Diese Patienten wurden zu einer klinischen Untersuchung an die Abteilung für Orale Chirurgie eingeladen. Im Rahmen des Recalls wurde ein Übersichtsröntgen angefertigt, die klinische Sondierung der Implantate durchgeführt und der Mundhygienestatus dokumentiert. Zusätzliche Daten wie Raucheranamnese, Implantattyp, Implantatregion, Implantatverlust und Knochenaugmentation wurden eingeholt. Aus dem Archiv wurde das Panoramaröntgen zum Zeitpunkt der Implantation ausgehoben. Der periimplantäre Knochen konnte somit anhand der Panoramaröntgen gemessen und verglichen werden. Die Messungen wurden von 2 Prüfern unabhängig durchgeführt.

Ergebnisse: Das Patientengut umfasst 18 Patienten (9 weibliche, 9 männliche), deren Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Implantation 12,5 Jahre betrug. Das Ausmaß der Aplasie erstreckte sich von 10 bis 26 Zähnen. Am häufigsten fand sich die Nichtanlage von Zahn 35 (6,1%), gefolgt von Zahn 31 (5,7%) und Zahn 45 (5,7%). Es ergab sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem periimplantären Knochenabbau und dem Implantationsalter. Ebenso konnte eine Korrelation der Implantattypen mit dem Abbau des implantatumgebenden Knochens festgestellt werden.

Konklusion: Unter Rücksichtnahme der Wachstumszonen sowie der Implantatregion und -position hat die Therapie der Implantation bei Jugendlichen mit schwerer Oligodontie einen positiven Erfolg.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The authors Ben-Bassat and Brin concluded that patients with more than 10 congenital missing teeth demonstrated severe skeletodental pattern. (1) This is considered to be a severe oligodontia. The use of dental implants in adolescent patients is a rarely used treatment. Because of the close accumulation of bone and the missing parodontal ligament, implants do not follow eruptive or growth- conditioned changes and behave like ankylosed teeth. This can result in an infraocclusion.

Objective: The aim of the designed study was the evaluation of the bone resorption after an implant placement in adolescent patients with oligodontia before they completed the age of sixteen years. Furthermore, the measured bone resorption was compared with different parameters, for example, the type of implant, implant region and the smoker anamnesis.

Material and methods: The database of over 500 registered patients with tooth agenesis of the Bernhard Gottlieb University Clinic was searched for patients with severe oligodontia (more than ten teeth missing) who received oral treatment before the age of sixteen. These patients were invited to the department of oral surgery for an examination of their oral implants by panoramic radiograph (x-ray), peri-implant probing and evaluating the plaque-index. Additionally, the patients were asked for their smoking habits and information was gathered, for instance, about the type of implants, the region where they were placed, the loss of implants and bone augmentation. The x-rays taken at the time of implant placement were picked out of the archive. They were used to measure and compare the surrounding bone level of the implant at the time of implant placement and at the time of recall. Two different people carried out the measurements.

Results: In this study 18 patients (9 females, 9 males) with an average age of 12,5 years at time of implant placement were included. There was an absence of 10 to 26 teeth. Most frequently tooth 35 (6,1%) was missing, followed by tooth 31 (5,7%) and tooth 45 (5,7%). The study showed a significant relationship between bone resorption around the implants and age of implant placement. A correlation between implant types and bone loss was also established.

Conclusio: Under consideration of the growth zone as well as the implant region and -position has the therapy of implantation with young people with severe oligodontia a positive success.