Titelaufnahme

Titel
Einfluss von subantraler Restknochenhöhe, Operationstechnik und Knochenersatzmaterial beim Sinus-lift auf die klinische Elevationshöhe der Schneiderschen Membran / eingereicht von Annika Meller
Verfasser / VerfasserinMeller, Annika
Begutachter / BegutachterinPommer, Bernhard
Erschienen2015
Umfang78 Bl. : Ill., graph., Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Sinuslift / Schneidersche Membran / Elevationshöhe / Sinus / Restknochenhöhe / Knochenersatzmaterial / Operationstechnik
Schlagwörter (EN)sinuslift / Schneiderian Membrane / elevation height / sinus / residual bone height / bone graft / surgical procedure
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-9217 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss von subantraler Restknochenhöhe, Operationstechnik und Knochenersatzmaterial beim Sinus-lift auf die klinische Elevationshöhe der Schneiderschen Membran [13.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Atrophie des Processus alveolaris maxillae nach Zahnverlust sowie die steigende Pneumatisierung des Sinus maxillaris im höheren Alter beeinträchtigen eine Versorgung der zahnlosen Maxilla mit Implantaten erheblich. Der Sinuslift ist eine gängige chirurgische Methode zur Vergrößerung des Knochenvolumens vor der Implantation im Oberkiefer. Durch eine Verlagerung der Schneider'schen Membran nach kranial wird ein Hohlraum geschaffen, welcher mit Knochenersatzmaterial gefüllt wird. Bei genügend Restknochenhöhe kann in einem einzeitigen Verfahren anschließend implantiert werden. Ansonsten wird die Implantatinsertion in einem zweiten Eingriff durchgeführt. Als Goldstandard bei der Augmentation gilt autologer Knochen. Ziel dieser retrospektiv angelegten Studie war es, die Einflussfaktoren auf die klinische Elevationshöhe und die Restknochenhöhe zu untersuchen.

Material und Methoden: Es konnten 448 Patienten im Zuge dieser Studie untersucht werden. Anhand von Panoramaröntgenaufnahmen, welche nicht älter als 3 Monate nach Sinuslift und Implantation durchgeführt wurden, wurde die Restknochenhöhe vermessen und die klinische Elevationshöhe berechnet. Es folgte anschließend die statistische Auswertung der Daten.

Resultate: Das Geschlecht der Patienten, die Wahl zwischen einzeitigen und zweizeitigen Verfahren, die Sinusliftbreite und die Implantatlänge hatten einen signifikanten Einfluss auf die Elevationshöhe der Sinusmembran. Es wurde festgestellt, dass bei breiteren Sinuslifts eine mittlere Elevationshöhe von 8,2 mm erzielt wurde. Im Vergleich dazu wurde bei schmalen Sinuslifts mit einer Breite von einer Prämolarenbreite eine durchschnittliche Höhe von 8,6 mm erreicht. Die Elevationshöhe bei Männern betrug bei schmalen Sinuslifts durchschnittlich 8,2 mm und bei breiten Sinuslifts 8,5 mm. Bei Frauen wurde eine Höhe von 8,5 mm bei Einzelzahnsinuslifts und 8,9 mm bei größeren Sinuslifts erreicht. Es zeigte sich, dass schmälere Sinuslifts bei Frauen eine äquivalente Elevationshöhe erzielten wie breite Sinuslifts bei Männern. Raucher und Patienten mit Parodontitis wiesen eine niedrigere präoperative Knochenhöhe auf. Ebenfalls zeigte sich ein signifikanter Unterschied der Residualknochenhöhe im Bezug auf Geschlecht und Zahnposition. Die Restknochenhöhe hatte einen signifikanten Einfluss auf die Wahl des chirurgischen Verfahrens, die Breite des Sinuslifts und die Implantatlänge. Der Abstand zwischen Implantatspitze und Sinusboden war signifikant von Position und Sinusliftbreite beeinflusst. Die Wahl des Knochenersatzmaterials hatte keinen Einfluss auf die spätere Elevationshöhe. Der Einsatz von Membranen hatte einen signifikanten Effekt und führte zu höheren Elevationshöhen. Konklusion: Bei der Wahl des Operationsverfahrens spielt die präoperative Restknochenhöhe eine entscheidende Rolle. Beim zweizeitigen Vorgehen kann eine größere klinische Elevationshöhe erreicht werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The atrophy of the upper jaw after tooth loss and the increasing pneumatisation of the maxillary sinus in older patients impairs the possibility of placing implants in the edentulous maxilla. The sinuslift is a well-accepted technique to increase the bone volume before the insertion of implants in the upper jaw. The Schneiderian Membrane is elevated and repositioned in an upward direction and the cavity is filled with either aoutogenous bone grafts or bone substitutes. In cases of enough residual bone height, the one-step approach is indicated, allowing the insertion of implants in the same surgical intervention. If there is a shortage of residual bone height, the two-step procedure is recommended. Autologous bone grafts are still considered the gold standard.

The aim of this retrospective investigation was to evaluate the influencing parameters on the elevation height and the residual bone height.

Materials and methods: 448 patients could be included in this study. The residual ridge height was measured from panoramic radiographs, taken not longer than three months after the surgery. The elevation height was assessed and statistically analyzed. Results: The gain of bone height was statistically significant different regarding gender, one-step or two-step surgical procedure, width of the sinuslift and length of the implant. Wide Sinuslifts gained an average bone height of 8,2 mm. Narrow sinuslifts led to a mean bone height of 8,6 mm. Men had an average bone height of 8,2 mm in narrow sinuslifts and 8,5 mm in wide sinusifts. Narrow sinuslifts in women led to a mean bone height of 8,5 mm whereas wide sinuslifts in female patients gained 8,9 mm of bone height. The results showed, that narrow sinuslifts in women led to an equivalent gain of bone as wide sinuslifts in men.

Patients with periodontitis and smoking habits showed a statistically significant reduced residual bone height. Gender and position of the implant had a significant influence on the residual bone volume. Based on the residual bone height, there was a significant difference in the chosen surgical procedure, the width of the sinus augmentation and the length of the implants. The distance between implant and sinus floor was significantly affected by the implant position and width of the augmented area. The choice of different bone grafts had no impact on the elevation height of the Schneiderian membrane. There was a significant difference of bone gain when using membranes. Conclusion: The residual bone height is relevant for choosing the surgical procedure. The two-stage method leads to greater bone gain than the one-stage technique.