Titelaufnahme

Titel
Influencing quality of life of elderly by information and communication technology and ambient assisted living solutions / submitted by Christian Siegel
Weitere Titel
Beeinflussung der Lebensqualität von Senioren durch Informations- und Kommunikationstechnologie und Ambient Assisted Living Lösungen
Verfasser / VerfasserinSiegel, Christian
Begutachter / BegutachterinDorner, Thomas
ErschienenVienna, 01/2016
UmfangXV, 255 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Univ., Dissertation, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Ambient Assisted Living / Quality of Life / Lebensqualität / Assistive Technologien / Informations und Kommunikationstechnologie / Technologieakzeptanz / Active and Assisted Living
Schlagwörter (EN)Ambient Assisted Living / Quality of Life / Independent Living / Assistive Technologies / Information and Communication Technology / Technology Acceptance / Active and Assisted Living
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-7713 Persistent Identifier (URN)
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Influencing quality of life of elderly by information and communication technology and ambient assisted living solutions [10.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtsraten stellen die Ökonomien, Sozial- und Gesundheitssysteme in modernen industrialisierten Ländern vor neue Herausforderungen. Um den mit dem demographischen Wandel einhergehenden Problemen zu begegnen, werden unter dem Begriff „Ambient Assisted Living“ (AAL) neue Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) für die älteren Vertreter der Bevölkerung entwickelt. AAL hat zum Ziel Senioren die Möglichkeit zu geben länger in ihrer gewohnten Umgebung zu leben und deren Lebensqualität und den Gesundheitszustand positiv zu beeinflussen. Bis zum heutigen Tag ist sehr wenig über die Einflüsse von diesen sozio-technologischen Lösungen auf das Wohlbefinden und die individuelle Konstitution von Älteren bekannt. Ziele: Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist die von AAL verursachten Einflüsse auf die Lebensqualität und den Gesundheitszustand von alten Menschen zu identifizieren und die wichtigsten Aspekte für deren Technologieakzeptanz herauszuarbeiten. Methoden: Um die Forschungsfragen zu beantworten wurde ein iterativer Forschungsprozess definiert, der das multidimensionale Konzept der Lebensqualität und das Bio-Psycho-Soziale Gesundheitsmodell berücksichtigt. Im ersten Schritt wurden dazu eine strukturierte Literaturrecherche und eine daraus resultierende Überblicksarbeit erstellt. Dabei wurden die Ergebnisse von aktuellen AAL-Projekten und die wichtigsten kausalen Wirkungspfade von ICT-Lösungen zusammengefasst und diskutiert. Im nächsten Schritt wurden 11 Vertreter von Pflegeorganisationen zu dem Thema interviewt und die Resultate anschließend nach dem Ansatz der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet. Als dritter Schritt wurde eine Feldstudie in einem aktuellen AAL-Projekt durchgeführt. Dabei wurden in Fallstudien sowohl qualitative Interviews als auch standardisierte Instrumente zur Erfassung der Lebensqualität und Gesundheit der Teilnehmer verwendet und deren Ergebnisse trianguliert. Diese Arbeit schließt mit einer gemeinsamen Diskussion und Interpretation der Resultate der drei durchgeführten Studien. Resultate: Die Ergebnisse aktueller AAL-Projekte, der Meinungen der Experten und der durchgeführten Feldstudie zeigen, dass AAL-Systeme zu einer besseren Lebensqualität und der Gesundheit von älteren Menschen beitragen können. Sofern durch AAL die individuellen Bedürfnisse adressiert werden, können vor allem Lösungen für die Erfassung von Gesundheitsparametern, Telemedizin, Tele-Pflege und Notfallsysteme dazu beitragen die psychologischen, sozialen und physischen Aspekte der Lebensqualität positiv zu beeinflussen. Technologische Lösungen bergen andererseits auch das Risiko von physischen Gefahren, sozialer Ausgrenzung, das Verursachen von Unsicherheitsgefühlen oder durch Technologien zu viel Unterstützung zu bekommen. Der wesentlichste Einflussfaktor auf die Technologieakzeptanz war die individuelle Kompetenz in der Verwendung elektronischer Geräte, welche durch bereits gesammelte Erfahrungen im Umgang mit ICT begründet war. Schlussfolgerung: AAL-Systeme haben das Potential künftig eine wichtige Rolle sowohl in der geriatrischen Pflege als auch in der Unterstützung für gesunde Senioren einzunehmen. Künftige Forschungsarbeiten in diesem Bereich sollten auf die Beschreibung der kausalen Wirkungsprinzipien von technischen Assistenzsystemen auf die Lebensqualität Älterer und deren Bedürfnisse fokussieren. Daher ist es wichtig neben quantitativen Methoden auch qualitative Ansätze zuzulassen und anzuwenden. Um die wissenschaftliche Evidenz zu erhöhen ist es wichtig künftig eine höhere Anzahl von großen Feldstudien mit vorgetesteten Systemen durchzuführen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: In modern industrialized countries increasing life expectancy and declining birth rates are putting pressure onto the economies, its social welfare and healthcare systems. To cope with the ongoing demographic shift and its arising challenges new information and communication technologies (ICT) are developed under the term “Ambient Assisted Living” (AAL). This approach aims to enhance elderlys Quality of Life (QOL) and health conditions by providing intelligent ICT-based assistive systems to empower them to live more independently and to stay in their familiar surroundings for a longer time span of their lives. Today very little is known about the effects to the wellbeing and individual constitution of aged people provided by these socio-technological solutions. Aims: Thus the main objective of this thesis is to identify the major influences to the elderlys QOL and subjective health status caused by AAL and identify factors influencing technology acceptance in this field of research. Methods: Because of the explorative objectives of this work an iterative bottom-up approach considering the multidimensional concept of QOL and the bio-psycho-social model of health was chosen to answer the research question. Based on a structured literature search first a review of ICT-solutions associated with AAL was done. Main outcomes of recent AAL-projects and causal effects of technologies were summarized and critically discussed. As second step 11 representatives of care giving organizations were interviewed and its results were analysed applying the qualitative content analysis according to Philipp Mayring. In the next step a field study was conducted in an ongoing AAL-project. Following the case-study approach mixed methods encompassing qualitative interviews and standardized instruments were applied and the findings were triangulated. Finally the thesis closes with a joint discussion comparing the main outcomes of the three studies. Results: Recent findings in pilot studies, experts opinions and the field study indicate that components of AAL-systems can beneficially contribute to aged peoples perceived wellbeing and health. By addressing the individuals needs health-monitoring, telemedicine, tele-care and emergency appliances were identified as main contributors of AAL to psychological, social and physical aspects of QOL. Nevertheless possible negative influences caused by technology-facilitated social exclusion, feeling insecure, getting bodily harmed or the aspect of getting over-supported by technical solutions were identified. Main predictor of technology acceptance were the individuals competency in using technology usually caused by former technology experience. Conclusion: AAL-solutions can play an important role for future geriatric care as well as the daily life of active ager. Research should focus on describing causal effects of these technical aids to the individuals perceived QOL by addressing the elderlys needs and combining qualitative as well as quantitative methods. To establish evidence more evaluation efforts and large field trials with pretested technologies are needed.