Titelaufnahme

Titel
Adhäsive Haftung nach Anwendung eines Er:YAG Lasers / eingereicht von Florian Eder
VerfasserEder, Florian
Begutachter / BegutachterinFranz, Alexander ; Cvikl, Barbara
Erschienen2014
Umfang55 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Er:YAG / Laser / Bonding / Zahnmedizin
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-470 Persistent Identifier (URN)
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Adhäsive Haftung nach Anwendung eines Er:YAG Lasers [2.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit behandelt den Einsatz des Er:YAG-Lasers zur Konditionierung von Dentin als Vorbereitung für die Verwendung vier verschiedener Bondingsysteme. Als Kontrollgruppe wurden herkömmlich behandelte Dentinoberflächen herangezogen (Bohren + Ätzen).

Im Rahmen einer groß angelegten Studie wurden dazu extrahierte dritte Molaren gesammelt und in 1mm dünne Scheiben geschnitten. Der marginale Schmelz wurde entfernt und die Scheiben nochmals geteilt und finiert. So entstanden pro Zahn ca. vier Scheibchen für den eigentlichen Test.

Der Versuch gliederte sich in 4 Gruppen, wobei ein Bondingsystem eine Gruppe bildete. Pro Gruppe wurden 60 Dentinscheibchen präpariert und konditioniert. 30 davon wurden laserbehandelt, die andere Hälfte herkömmlich mit dem Schleifkörper präpariert und durch Ätzen konditioniert. Daraus ergab sich eine Anzahl von insgesamt 240 Scheibchen für den Versuch.

Die Scheibchen wurden randomisiert auf die Untergruppen (laserbehandelt vs. konventionell) aufgeteilt. Der "XYZ-Tisch" des Cvikl Franz Laboratory (Entwicklung in Zusammenarbeit mit der TU Wien) ermöglicht eine standardisierte Behandlung der Dentinoberflächen mit den vorgesehenen Einstellungen des Lasers, wie z.B. der Abstand des Laser-Tips zur Dentinoberfläche.

Genormte Keramikblöcke wurden mit dem jeweiligen Bonding (AdheSE®, ExciTE®, PANAVIA* F 2.0 und Syntac®) auf die Dentinscheibchen geklebt.

Nach 10.000 Zyklen Thermocycling wurden die Haftwerte ermittelt. Zum Schluss erfolgt die statistische Auswertung. Mit Ausnahme der Er:YAG-Präparation ohne Ätzen bei Anwendung von AdheSE® war der Laser im Vergleich zur konventionellen Präparation (z.B.:

konv+etch vs. Er:YAG+etch) zumindest gleichwertig. Außer bei Syntac® zeigten des Weiteren alle Bondingsysteme bei vorangehender Anwendung des Lasers und zusätzlichem Ätzen höhere Haftwerte als ohne Ätzen.

Demgegenüber führte eine Konditionierung des Dentins bei Anwendung von Winkelstück und Diamantschleifkörper nur in einem von vier Fällen, nämlich bei Panavia* F 2.0, zu höheren Haftwerten. Der Laser stellt spezielle Anforderungen an das Wissen und die Erfahrung des Behandlers mit dem Umgang des Lasers und den dabei zu verwendenden Parametern. Auch wenn die konventionelle Präparation wegen ihres größten Vorteils, der kürzeren Behandlungsdauer, im Alltag weit verbreitet ist, muss die Entscheidung, welche Methode verwendet wird, fallbezogen getroffen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis deals with the application of the Er:YAG laser for conditioning dentin preparation for the use of four different bonding systems. As a control group commonly treated dentin surfaces were used (bur + etching).

As part of a large-scale study extracted third molars have been collected and cut into 1 mm thin slices. The marginal enamel has been removed and the slices were divided into up to 4 discs for the actual test.

The experiment has been divided into 4 groups, in which every group was formed by one bonding system. For each group 60 dentin-discs were prepared and conditioned. 30 thereof were laser-treated and the other half was prepared using a conventional bur and conditioned by etching.

This resulted in a total number of 240 discs for the whole experiment.

The discs have been randomly assigned to the subgroups (conventional vs.

laser-treated).

The " XYZ table " of the Cvikl Franz Laboratory (developed in collaboration with the Technical University of Vienna) allows a standardized treatment of dentin surfaces with the provided settings of the laser, such as the distance between laser-tip and dentin surface.

Dentin- discs were fixed to ceramic blocks using four different bonding systems (AdheSE®, Excite®, PANAVIA* F 2.0 and Syntac®). After 10,000 cycles of thermocycling the shear bond strength was determined.

The Er:YAG laser was at least equivalent in all subgroups compared to conventional preparation (e.g.: konv+etch vs Er:YAG+etch), except Er:YAG preparation without etching using AdheSE®. Besides, except Syntac®, all bonding systems showed higher shear bond strength values when etched after laser-preparation. In contrast, when using bur, only Panavia* F 2.0, showed higher shear bond strength values after etching of dentin.

The laser requires special demands on the knowledge and experience of the practitioner with the handling of the laser and the parameters to be used. Although the conventional preparation is more widespread because of its biggest advantage, the shorter duration of treatment, the decision of which method should be used is case-related.