Titelaufnahme

Titel
Die Langzeitwirkung der aPDT auf osteoblastäre Zellen / eingereicht von Constanze Schmidl
VerfasserSchmidl, Constanze
Begutachter / BegutachterinTurhani, Dritan
Erschienen2010
Umfang68 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)aPDT / LLLT / Softlaser / osteoblastäre Zellen / Parodontitis / Periimplantitis
Schlagwörter (EN)aPDT / LLLT / softlaser / osteoblast-like cells / periodontitis / periimplantitis
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1516 Persistent Identifier (URN)
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Die Langzeitwirkung der aPDT auf osteoblastäre Zellen [1.01 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung und Zielsetzung: Die aPDT (antimikrobielle photodynamische Therapie) ist ein interessantes und vielversprechendes Behandlungskonzept, das bereits in vielen medizinischen Richtungen Anwendung findet. Diese Methode zeichnet sich dadurch aus, dass sie (1) lokal antimikrobiell wirkt, (2) auch bei Patienten mit Antibiotika Unverträglichkeit anwendbar ist und es (3) zu keiner Resistenzbildung der Bakterien kommt. Bei diesem Verfahren wird ein blauer Farbstoff auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen, der durch Softlaserlicht aktiviert wird und dabei Sauerstoffradikale freisetzt, welche die Bakterienwände zerstören. Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob neben den Bakterien, körpereigene Zellen - in diesem Fall osteoblastäre Zellen - durch die Terapie negativ beeinflusst werden. Material und Methoden: Als Parameter wurden drei verschiedene Laserintensitäten mit drei Phentothiazidkonzentrationen kombiniert und mit entsprechenden Kontrollgruppen verglichen. Die verwendeten Zellen waren SaOs2 Zellen, welche erwiesenermaßen osteoblastäre Eigenschaften haben. Diese Untersuchung wurde fünf Mal wiederholt um die Werte zu verifizieren. Geerntet wurde an den Tagen 1, 2, 5, 7 und 14 um die Zellproliferation sowie die Zelldifferenzierung zu bestimmen.

Desweiteren wurde an den Tagen 1, 7 und 14 mittels quantitativer RT-PCR das Expressionsniveau wichtiger osteoblastärer Markergene bestimmt. Ergebisse und Schlußfolgerung: Die Zellen zeigten ein erwartungsgemäßes Wachstums- und Differenzierungsverhalten sowie eine unauffällige Genexpression. Zwar konnte in dieser Studie der bereits mehrfach beschriebene biostimulatorische Effekt durch die alleinige Anwendung von Softlaserlicht nicht nachgewiesen werden, dochzeigte PTC eine signifikante negative Wirkung auf Proliferation, Differenzierung und Genexpression der Zellen. Es scheint, dass die höchste PTC Konzentration eine verzögernde Wirkung auf die Proliferation und die Differenzierung der Zellen hat, wobei dieser Effekt unabhängig von der Laserkonzentration zu beobachten war. Diese Ergebnisse sind jedoch statistisch nicht signifikant. Diese Beobachtung ließ sich jedoch nicht auf die Genexpression übertragen. Schlussfolgernd kann man annehmen, dass eine aPDT in vitro keine negativen Einflüsse auf osteoblastäre Zellen hat. Es empfiehlt sich weitergehende Versuche mit humanen Osteoblasten durchzuführen.