Titelaufnahme

Titel
Einfluss kephalometrischer Okklusionsebenen auf die Bisslage bei Kindern / eingereicht von Elisabeth Hanisch
Verfasser / VerfasserinHanisch, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinCelar, Ales
Erschienen2014
Umfang63 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Okklusionsebenen / Kephalometrie / Kinder / dental / skelettal / Verzahnung / Bisslage / Fernröntgen
Schlagwörter (EN)occlusal planes / cephalometry / children / dental / skeletal / intercuspitation / dental occlusion / lateral X-ray
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1915 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Einfluss kephalometrischer Okklusionsebenen auf die Bisslage bei Kindern [0.96 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzfassung: Im seitlichen Schädelröntgenbild repräsentiert die Okklusionsebene die Orientierung der Kauflächen, nämlich vereinfacht als Linie, welche den inzisalen und molaren Überbiss halbiert. Eine genauere Einteilung der Okklusionsebene in einen anterioren und posterioren Abschnitt soll die Krümmung der Okklusion besser erfassen. Ziel der Diplomarbeit war es, einen Zusammenhang zwischen der Kauebenenneigung und dem bestehenden Verzahnungsmuster zu bestätigen beziehungsweise zu widerlegen. Ein möglicher Zusammenhang zwischen der Steilheit der Okklusionsebene und dem sich entwickelnden Verzahnungsmuster nach Angle (Neutralbiss, Vorbiss, Rückbiss) bei Kindern könnte auf eine zukünftige kieferorthopädische Therapie Einfluss nehmen.

Methodik: Mittels Randomisierungstabelle wurden aus 10 044 vorhandenen lateralen Schädelröntgen der Universitätszahnklinik Wien (Jahre 2004 bis 2011) 163 Röntgenbilder von Kindern im Alter von 6-8 und 12-14 Jahren ausgewählt.

Gemessen wurden die Neigungen der anterioren, posterioren und gesamten Okklusionsebene (Downs). Die skelettalen Parameter APDI, ODI, Wits-Wert, SNA, SNB und ANB wurden ebenfalls gemessen. Die Inklinationen der Okklusionsebenen wurden mit dem Verzahnungsmuster nach Angle (Neutralbiss, Vorbiss, Rückbiss) laut kieferorthopädischen Befundblatt korreliert. Ergebnisse: Ein statistisch signifikanter Zusammenhang ergab sich für den Winkel zwischen Sella-Nasion und posteriorer Okklusionsebene (SN-POE) im Vergleich mit den dentalen Klassen (p=0,022) und im Vergleich mit den skelettalen Klassen (p=0,001), sowie zwischen der gesamten Okklusionsebene (SN-TOE) und den skelettalen Klassen (p=0,044). Weiters konnte eine statistisch signifikante Korrelation zwischen dem Winkel SN-POE und dem Winkel SNB nachgewiesen werden (r=-0,655). Zwischen den beiden Altersklassen konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden.

Konklusion: Bei der vorliegenden Untersuchung trat ein steiler Verlauf der posterioren Okklusionsebene vermehrt in Zusammenhang mit einer Angle Klasse II Verzahnung auf. Dieses Ergebnis bestätigt Schlussfolgerungen bereits vorhandener Studien. Gegenstand weiterer Untersuchungen könnte sein, in wie fern die Neigung der Okklusionsebenen die Therapie von sagittalen Malokklusionen im Kindesalter beeinflusst.

Zusammenfassung (Englisch)

Summary: The lateral X-ray of the skull shows the occlusal plane in form of a curved line, which divides the incisal and molar overbites in halves.

Instead of using a single straight line only, anterior and posterior occlusal plane segments represent the bending of the occlusal plane. The aim of the study was to prove or disprove a relation between the steepness of occlusal planes and the existing dental pattern of the first molars. The hypothetical connection between the steepness of the occlusal plane and the development of a certain Angle class in children could point to a new orthodontic treatment objective.

Methods:

Out of 10 044 existing X-ray images, made at the Vienna University Dental Clinic from 2004 until 2011, 163 images were selected using a randomization chart for a group of 6-8 years and another group of 12-14 years. The inclinations of the anterior, posterior and total occlusal planes (Down's occlusal plane) were measured. The skeletal cephalometric parameters APDI, ODI, Wits-appraisal, SNA, SNB and ANB were also measured. The occlusal plane inclinations were correlated with the sagittal intercuspitation of the dentition according to the patients orthodontic diagnostic data.

Results: A statistically significant correlation was found between posterior occlusal plane (angle SN-POE) and Angle classes (p=0,022), furthermore between SN-POE and skeletal classes (p=0,001), as well as Downs occlusal plane inclination (SN-TOE) and skeletal classes (p=0,044). A significant correlation was seen between SN-POE and SNB (r=-0,655).

There were no significant differences found between the groups of age.

Conclusion: In the present study an increased number of individuals showed a steep inclination of the posterior occlusal plane in combination with Angle class II. This result confirms argumentations from existing studies.

Topics for further investigations could be the influence of the cant of the occlusal plane on orthodontic treatment methods in children.