Titelaufnahme

Titel
Über den Zusammenhang zwischen Emotionserkennung, kognitiven Defiziten und klinischen Symptomen bei akut schizophrenen Patienten / Elisabeth Mair
VerfasserMair, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinBarnas, Christian
Erschienen2008
Umfang119 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Diss., 2008
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Schizophrenie / Emotionen / Kognitionen / klinische Symptome / Emotionserkennung
Schlagwörter (EN)schizophrenia / emotion / cognition / clinical symptoms / emotional recognition
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-6077 Persistent Identifier (URN)
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Über den Zusammenhang zwischen Emotionserkennung, kognitiven Defiziten und klinischen Symptomen bei akut schizophrenen Patienten [1.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Untersuchung stellt eine Pilotstudie dar, in der die Emotionserkennung erstmals als Prädiktor auf das Therapieansprechen mit Antipsychotika im zeitlichen Verlauf untersucht wurde. Zudem wurden mögliche Zusammenhänge zwischen Emotionserkennung, kognitiven Störungen und den klinischen Symptomen bei Schizophrenien geprüft.

Die Stichprobe setzte sich aus 32 akut schizophrenen Patienten zusammen, die an der Universitätsklinik für Psychiatrie des AKH Wien stationär aufgenommen wurden. Die erste Testung der Patienten erfolgte innerhalb der ersten zehn Tage nach Aufnahme. Gemessen wurden die Parameter Emotionserkennung mittels Vienna Emotion Recognition Task (VERT-160), der auch neutrale Gesichter beeinhaltet, kognitive Störungen mittels Wisconsin Card Sorting Test (WCST) sowie die klinischen Symptome mit der Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS). In der vorliegenden Untersuchung konnten ausgeprägte Zusammenhänge zwischen der Emotionserkennung, den kognitiven Störungen und den klinischen Symptomen bei akut schizophrenen Patienten aufgezeigt werden, die im Untersuchungsverlauf deutlich zunahmen. Die Ergebnisse stimmen mit den wenigen bisher dokumentierten wissenschaftlichen Arbeiten zu der Thematik überein, wenngleich die meisten Studien nicht mit akut schizophrenen Patienten durchgeführt wurden. Die großen Effekte zwischen den einzelnen Skalen und Subskalen zeigten deutliche Zusammenhänge zwischen den Faktoren auf und sollten nicht zuletzt aufgrund der kleinen Stichprobe repliziert werden.

Im Hinblick auf die Fragestellung, ob eine Beeinträchtigung der Emotionseerkennung einen Prädiktor für das Therapieansprechen auf Antipsychotika darstellt, zeigte sich für Patienten im frühen Stadium, dass einzelne Subskalen der Emotionserkennung Prädiktoren für das Therapieansprechen auf Antipsychotika waren und im zeitlichen Verlauf von drei Monaten noch vereinzelt weitere Prädiktoren hinzukamen. Die mögliche Vorhersagefähigkeit des Therapieansprechens auf Antipsychotika durch den Grad der Emotionserkennung bei akut schizophrenen Patienten sollte in weiteren Studien geprüft werden, da sie einen entscheidenden prognostischen Wert im Rahmen der Behandlung mit Psychopharmaka darstellen könnte.

Zusammenfassung (Englisch)

The primary aim of the study lied in the depiction of correlations between clinical symptoms, cognitive dysfunctions and facial emotional recognition among patients with an acute episode of schizophrenia. Furthermore, this study evaluated, whether an impairment of the emotional recognition abilities could serve as a potential predictor for the success of treatments with antipsychotic drugs.

The sample included 32 severe schizophrenic patients, that were treated in the Department of Psychiatry and Psychotherapy - Divisin of Biological Psychiatry in the General Hospital of Vienna (AKH). Within the first 10 days of their hospitalization the inpatients were tested the first time. To record emotional recognition the Vienna Emotion Recognition Task (VERT-160) was utilized, cognitive deficits were measured with the Wisconsin Card Sorting Test (WCST) and the clinical symptoms were recorded with the Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS). The study showed that there are highly significant associations between emotion recognition, cognitive deficits and clinical symptoms in schizophrenic patients. The correlations between the parameters increased during the study period (3 months). The results are inline with the small amount of papers that were published until now, although most studies did not deal with schizophrenic patients. The high effects between the scales and subscales showed pronounced coherences between those factors. The question, whether an impairment of facial emotional recognition abilities could serve as a potential predictor for the success of treatments with antipsychotic drugs, can be answered in the following way: Several subscales of emotional recognition were predictors for the success of treatment with antipsychotic drugs. After three months ohter predictors were observed. Other studies that focus on predictor are necessary for the success of treatment with antipsychotic drugs, because they would have a prognostic value in the treatment with psychotropic drugs. This was a pilot study with a small sample size, thus it should be replicated.