Titelaufnahme

Titel
Mundgesundheit/Zahnstatus bei sportlich aktiven Menschen mit besonderen Bedürfnissen, mit einhergehender geistiger Beeinträchtigung unterschiedlicher Genese (Special Olympics Sommerspiele Kapfenberg/Österreich 2006) / eingereicht von Jimmy Frank
Verfasser / VerfasserinFrank, Jimmy
Begutachter / BegutachterinNell, Andrea ; Kutschera, Anna
Erschienen2008
Umfang66 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Special Olympics / geistige Beeinträchtigung / Mundgesundheit / Zahnstatus
Schlagwörter (EN)Special Olympics / mental disabilities / dental health
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4028 Persistent Identifier (URN)
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Mundgesundheit/Zahnstatus bei sportlich aktiven Menschen mit besonderen Bedürfnissen, mit einhergehender geistiger Beeinträchtigung unterschiedlicher Genese (Special Olympics Sommerspiele Kapfenberg/Österreich 2006) [0.49 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Studie untersucht die Mund- und Zahngesundheit von Teilnehmern der Special Olympic (SO) Games 2006 in Kapfenberg/Österreich.

Ziel dieser Studie war es auch, aufzuzeigen, ob sich Teilnehmer mit Down-Syndrom von den übrigen Teilnehmern mit geistiger Behinderung unterschiedlichster Genese in den Zielvariablen für kariöse, fehlende, gefüllte Zahnflächen (DMFS) unterscheiden.

Methoden: Den 256 SO-Teilnehmern ( n=246 über 14 Jahre und n=10 <14Jahre) und einer Gruppe von 24 Betreuern ohne geistigen Handicap, wurden Fragen zur persönlichen Oralhygiene gestellt und ein selbsterarbeiteter Protokoll-Bogen durch eine orale Untersuchung vor Ort komplettiert.

28 Zähne (ausgenommen die 3. Molaren) wurden pro Person unter Verwendung des DMFS-Index zur Beschreibung der Kariesprävalenz beurteilt und im Anschluss statistisch ausgewertet. Inkludiert waren diverse Parameter wie Alter, Geschlecht, Art der Hygienemittel, um statistisch signifikante Zusammenhänge zu erforschen.

Resultate: Bei den Down-Syndrom-Teilnehmern fand sich als einzig statistisch signifikanter Unterschied zu den übrigen SO-Teilnehmern, dass die ersteren generell über alle Altersstufen weniger restaurative Zahnerhaltungstherapie (Füllungen) aufwiesen.

In der Gesamtauswertung der Ergebnisse von über 14-jährigen SO-Teilnemern zeigen 9 Personen= 3,66% ein naturgesundes Gebiss, und 237 Personen= 96,34% weisen behandelte, kariöse oder fehlende Flächen auf.

Der DMFS-Index wurde hierbei dominiert von fehlenden Flächen (MS) mit 57%, gefolgt von den gefüllten Flächen (FS) mit 33,4% sowie kariösen Flächen (DS) mit 9,6%.

In der Gruppe von den 24 Betreuern ohne Handicap, allerdings durchschnittlich 10 Jahre älter, fand sich keiner mit einem DMFS-Index von 0, jedoch ein höherer Anteil an sanierten Flächen.

Nach multivariater Analyse vieler untersuchter Parameter im SO-Kollektiv zeigte sich, dass nur noch das Alter einen statistisch signifikanten Einfluss auf die Zielvariable DMFS-Index ausübt.

Diskussion: Verglichen mit den Ergebnissen ähnlicher internationaler Untersuchungen finden sich auch in dieser Studie relativ gute Zahnhygienewerte für jüngere SO-Teilnehmer und eine deutliche Verschlechterung mit steigendem Alter. Conclusio: Die Herausforderung, die es zu bewältigen gilt, ist: Wie können Mund- und Zahngesundheit über die Jahre erhalten und bei älteren Personen Verbesserungen erzielt werden?

Zusammenfassung (Englisch)

This paper studies the mouth and dental health of participants of the Special Olympics (SO) Games 2006 in Kapfenberg/Austria.

The aim of this study was, among others, to show if the variables of participants suffering of Down Syndrome differ from those of the other participants suffering of different mental disabilities where missing, filled or decayed surfaces are concerned.

Methods: 256 SO participants (n=246 above 14 years and n=10 below 14 years) and 24 custodians were questioned about their personal oral hygiene and the results of an oral examination were tracked in a self created protocol sheet.

28 teeth (excluding the 3rd molars) were evaluated using the DMFS index for description of the caries prevalence and subsequently statistically analyzed.

Several parameters like age, sex, type of hygiene agents used, were included to explore statistically significant coherences.

Results: Comparing the participants suffering of Down Syndrome to all other participants the only statistically significant difference found was a lower count of restorative dental preservation therapies (fillings) across all age groups.

The complete analysis of the group of over 14 year old participants showed 9 =3.66 % participants had a completely healthy dental status and 237 participants = 96.34% showed either filled, decayed or missing dental surfaces. The DMFS index was dominated by missing surfaces (MS) at 57% followed by filled surfaces (FS) at 33.4% and decayed surfaces (DS) at 9.6%.

The group consisting of 24 custodians, although on average 10 years older, included no one with a DMFS index of 0, but showed a higher contingent of filled surfaces (FS).

A multivariat analysis of many tracked parameters in the SO collective showed that only age had a statistically significant influence on the target variable of DMFS index.

Discussion: Compared to other similar international studies, this one also shows relatively good dental hygiene values for younger SO participants and a significant degradation with rising age.

Conclusion: The challenge that is to overcome is this: how can mouth and dental health be sustained over the years, and be improved for older patients?