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Titel
Aufmerksamkeitsnetzwerke bei Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung / Markus Klein
Verfasser / VerfasserinKlein, Markus
Begutachter / BegutachterinPohl, Wolfgang ; Sachs, Gabriele ; Lenz, Gerhard
Erschienen2008
Umfang49, [8] Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Diss., 2008
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)kognitive Defizite / Aufmerksamkeitsnetzwerktest / ANT / Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung / COPD
Schlagwörter (EN)attention, memory, logical thinking, Attention Network Test, Chronic Obstructive Pulmonary
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-671 Persistent Identifier (URN)
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Aufmerksamkeitsnetzwerke bei Chronisch Obstruktiver Lungenerkrankung [1.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Untersuchung behandelt die Auswirkungen der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (chronic obstructive pulmological disease COPD) auf kognitive Fähigkeiten. Diese geben dabei Aufschluss über Funktionen des Gehirngewebes und wurden in verschiedenen Studien oftmals als Begleitfaktoren oder Kontrollvariablen bei Rehabilitations- oder Therapiemaßnahmen miterhoben. Um die Zusammenhänge zwischen COPD und verschiedenen gut untersuchten neuronalen Netzwerken der Aufmerksamkeitsfunktionen zu erforschen, wurden hier 79 COPD Patienten in einer pulmologischen Landesklinik im südlichen Niederösterreich rekrutiert und 79 alters- und bildungsgematchten gesunden Kontrollen gegenüber gestellt. Hierbei kam der an der Universität Aachen ins Deutsche übersetzte Attention Network Test ANT zum Einsatz, welcher auf den allgemein akzeptierten Aufmerksamkeitskonzepten von Posner basiert. Weiters wurden auch verbale und visuelle (nonverbale) Lern- und Merkfähigkeit anhand des verbalen und nonverbalen Lerntests (VLT und NVLT), sowie das nichtsprachliche logisch-schlussfolgernde Denken anhand der Standard Progressiven Matrizen (SPM) nach Raven geprüft. COPD-Patienten machten in der Aufmerksamkeitstestung trotz statistisch bedeutsamer Verlangsamung signifikant mehr Fehler und konnten in ihren Reaktionen sowohl weniger von warnenden Ortshinweisen profitieren (verminderter Orientierungseffekt), als auch von Warnhinweisen im Allgemeinen (verminderte Alarmeffekt bzw. gesenkte phasische Alertness). Weiters gaben sie bei Erinnerungsaufgaben in großem Ausmaß falsche Ja-Antworten, sodaß verbale und visuelle Lern- und Gedächtnisleistungen deutlich unterdurchschnittlich ausfielen. Die größten Unterschiede zwischen COPD-Patienten und Normwerten ergaben sich jedoch in der fluiden Intelligenz bzw. im logisch-schlussfolgernden Denken. In einer anschließenden Regressionsanalyse zeigten sich signifikante Zusammenhänge zwischen der Verlangsamung und der fluiden Intelligenz mit dem Alter und der Krankheitsprogression, gemessen an forcierten Exspirationswerten. Weiters konnten statistisch bedeutsame Zusammenhänge zwischen bestimmten visuellen (nonverbalen) Lernleistungen und dem Ausmaß an Leukozytenwerten im Blutplasma der Patienten festgestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study investigates the influence of Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD) on attention functions, learning, and logical thinking. Therefore, 79 COPD patients and 79 healthy controls underwent extensive neuropsychological testing. The Attention Network Test was used for assessment of tonic and phasic alertness, orienting, and executive attention. Logical thinking and learning were determined with the Standard Progressive Matrices, the Verbal Learning Test and the Non-Verbal (visual) Learning Test, respectively. Significant group differences were found in phasic alertness and orienting but not in executive attention. In addition overall reaction time, which represents tonic alertness, was significantly longer in the COPD group. Further group differences were found in verbal and visual learning and logical thinking, indicating a global impairment in cognitive functions of COPDpatients. Regression analysis revealed significant correlations for age and disease progression in reaction time and verbal learning and between blood carbon dioxide values and performance in logical thinking.