Titelaufnahme

Titel
Das Implantat-Stabilitätsmessgerät Osstell mentor als neue Diagnosemöglichkeit von Ankylose? / eingereicht von Thomas Weinberger
Verfasser / VerfasserinWeinberger, Thomas
Begutachter / BegutachterinCrismani, Adriano
Erschienen2010
Umfang85 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Ankylose / Milchmolaren / Resonanzfrequenzanalyse / Osstell mentor
Schlagwörter (EN)ankylosis / deciduous molars / resonance frequency analysis / Osstell mentor
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1070 Persistent Identifier (URN)
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Das Implantat-Stabilitätsmessgerät Osstell mentor als neue Diagnosemöglichkeit von Ankylose? [1.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: In der vorliegenden Studie wurde getestet ob das Implantat-Stabilitätsmessgerät Osstell* mentor ein geeignetes Diagnoseverfahren dentaler Ankylose darstellt. Dieses Resonanzfrequenzanalyse-Gerät wird bereits für dentale Implantate und für die in der Kieferorthopädie verwendeten Gaumenimplantate herangezogen (Crismani et al., 2006). Ziel war es nun signifikante Unterschiede in den gemessenen Werten zwischen vermuteten ankylosierten und nichtankylosierten Zähnen festzustellen. Eine weitere Zielsetzung war die Angabe eines Implantatstabilitätsquotienten (ISQ)-Referenzwertes für ankylosierte Milchmolaren.

Material und Methoden: Fünfundvierzig Milchmolaren des Unterkiefers wurden mittels klinischer Untersuchung sowie anhand eines Panoramaröntgens auf Ankylose getestet. Fünfzehn vermeintlich ankylosierte Milchmolaren und 30 nichtankylosierte Milchmolaren wurden mittels Osstell* mentor vermessen. Pro Zahn ergaben sich zwei Messwerte (mesiodistal und buccolingual). Bei einem ankylosierten Milchmolaren wurden aufgrund der Zahn-Knochen-Verbindung höhere Werte erwartet als bei einem Zahn mit durchgängigem Periodontalspalt und somit höherer Mobilität. Weiters wurden Alter, Geschlecht, Gewicht, Körpergröße, Kreuzbiss, Angle-Klasse, Tiefbiss und Zufriedenheit dokumentiert.

Resultate: Es bestanden sowohl in mesiodistaler als auch in buccolingualer Messrichtung signifikante Unterschiede der Mittelwerte von ankylosierten und nichtankylosierten Milchmolaren. Kein Zusammenhang von Ankylose konnte zu Tiefbiss, Kreuzbiss, Angle-Klasse und Geschlecht gefunden werden. Zweite Milchmolaren waren deutlich häufiger betroffen als erste. Es konnte ein ISQ-Referenzwert von 43 mit einer Sensitivität von 53,3% in mesiodistaler und einer Sensitivität von 20% in buccolingualer Richtung angegeben werden. In beiden Richtungen bestand eine Spezifität von 100%.

Conclusio: In der vorliegenden Untersuchung konnte gezeigt werden, dass das Resonanzfrequenzanalysegerät Osstell* mentor, als zusätzliche Diagnosemöglichkeit von dentaler Ankylose herangezogen werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Objective: The currently available diagnostic methods for tooth ankylosis - x-ray and percussion-test - are highly subjective and CT scans not justifiable in most cases. Therefore the implant-stability-measurement-instrument Osstell* mentor was tested as an adequate diagnostic tool for ankylosed teeth. It is based on resonance frequency analysis (RFA) and is already in use for determining dental and palatal implants` stability (Crismani et al., 2006).

Objectives were to (1) assess significant differences of the measuring values between ankylosed and non-ankylosed deciduous molars and to (2) assess an initial reference ISQ value for ankylosed deciduous molars.

Materials and Methods: Forty-five lower deciduous molars were tested for ankylosis with clinical analysis and a panoramic x-ray. Fifteen assumed ankylosed deciduous molars and 30 normal deciduous molars were measured with Osstell* mentor. For each tooth two measuring values were documented (mesiodistal and buccolingual). An ankylosed tooth was expected to show higher Implant-stability-quotient (ISQ)-values because of its rigid tooth-bone-connection in contrast to a normal tooth with a periodontal membrane and therefore higher mobility. Additionally, age, sex, weight, height, cross bite, deep bite, Angle Class and patient-satisfaction were documented.

Results: Significant differences of the average values in mesiodistal and buccolingual direction between ankylosed and non-ankylosed deciduous molars could be found. No association between ankylosis and cross bite, deep bite, Angle Class and sex could be detected. Second deciduous molars were more often affected than first. An initial reference ISQ value of 43 for ankylosed deciduous molars could be defined with a sensitivity of 53,3% in mesiodistal and 20% in buccolingual direction.

In both directions the specificity was 100%.

Conclusion: The present study revealed that the resonance frequency analyzer Osstell* mentor can be used as an additional diagnostic tool for dental ankylosis.