Titelaufnahme

Titel
Gibt es einen Einfluss von Knochenersatzmaterialien auf die Anzahl der Osteozyten? / eingereicht von Gerd Pfingstner
Verfasser / VerfasserinPfingstner, Gerd
Begutachter / BegutachterinGruber, Reinhard
Erschienen2011
Umfang66 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2011
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Osteozyten / Knochenersatzmaterialien / Knochenregeneration / Knochenformation / Histomorphometrie
Schlagwörter (EN)osteocyte / bone substitutes / bone regeneration / bone formation / histomorphometry
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2713 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Gibt es einen Einfluss von Knochenersatzmaterialien auf die Anzahl der Osteozyten? [2.71 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hypothese: Osteozyten, die im Knochen am häufigsten vorkommenden Zellen, spielen eine zentrale Rolle beim Knochenumbau. Ihre Bedeutung bei der Knochenregeneration ist jedoch weitgehend unklar. Die Konsolidierung von Knochenersatzmaterialien im Rahmen einer Sinus-Augmentation basiert auf dem Prinzip der Knochenregeneration.

Diese wird von den Knochenersatzmaterialien beeinflusst. Es wäre daher denkbar, dass sich dieser Einfluss auch in einer veränderten Anzahl und Form der Osteozytenlakunen widerspiegelt.

Methodik: Wir versuchten herauszufinden, ob die beiden Knochenersatzmaterialien "Ostim®" (resorbierbar) und "Bio-Oss®" (nicht-resorbierbar) die Entstehung von Osteozyten beeinflussen.

Ausgehend von bereits bestehenden histologischen Schliffen wurden nach einem Sinuslift im Minischweinekiefer Anzahl und Form der Osteozytenlakunen im neugebildeten Knochen bei sechs und zwölf Wochen erhoben.

Ergebnisse: Zwischen Bio-Oss® und Ostim® konnte weder bei sechs (Bio-Oss®: 1852,4 299,4 und Ostim®: 1585,2 154) (p =0,101) noch bei 12 Wochen (Bio-Oss®: 1361,8 245,4 und Ostim®: 1084,4 154,1) (p = 0,091) ein signifikanter Unterschied in der Anzahl der Osteozytenlakunen gezeigt werden. Der Unterschied der medianen absoluten Osteozytenlakunenfläche zwischen den beiden Gruppen war zum Zeitpunkt sechs Wochen [Bio-Oss®: 58,7 (30,6 - 97,2) und Ostim®: 58,1 (31,1 - 102,1)] statistisch nicht signifikant (0,120). Hingegen konnte zwischen beiden Gruppen bei 12 Wochen ein signifikanter Unterschied (p = 0,000) in der medianen absoluten Osteozytenlakunenfläche festgestellt werden.

Bio-Oss® [46,3 (28,1 - 69,1)] zeigte im Vergleich zu Ostim® [56,3 (31,44 - 95,14)] eine signifikant verminderte mediane absolute Osteozytenlakunenfläche.

Konklusion: Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Knochenersatzmaterialien die Größe der Osteozytenlakunen verändern, während die Anzahl der Osteozytenlakunen gleich bleibt. Dies könnte bedeuten, dass sich die Unterschiede in den beobachteten Parametern in einem veränderten Reifungsgrad des Geflechtknochens während der Einheilung des Transplantats widerspiegeln.

Zusammenfassung (Englisch)

Hypothesis: Osteocytes, the most common cells of the bone, have a central role in bone remodeling. Their role in bone regeneration, however, is unknown. We can postulate that changes in bone formation result in altered numbers of osteocytes lacunae and altered areas of the osteocytes lacunae. Consequently, bone substitutes having an impact on bone formation should result in altered numbers of osteocytes lacunae and altered areas of the osteocytes lacunae, as well.

Materials and methods: We investigated the possible impact of bone substitutes - resorbable and non-resorbable materials - on the number and area of osteocytes lacunae in the augmented sinus. Therefore we re-evaluated histological specimens, six and twelve weeks after the sinus of mini-pig jawbone was augmented with Bio-Oss®, a deproteinized bovine bone mineral, and Ostim®, an aqueous paste of synthetic nanoparticular hydroxyapatite. The number of osteocytes lacunae and the area of the corresponding lacunae within areas of woven bone were determined.

Results: The number of osteocytes lacunae in woven bone was similar between the two groups after six weeks: 1852.4 299.4 in the Bio-Oss® group and 1585.2 154 in the Ostim® group (p =0.101). There was also no significant difference in the number of osteocytes after 12 weeks:

1361.8 245.4 in the Bio-Oss® group and 1084.4 154.1 in the Ostim® group (p = 0.091). After six weeks the median area of the osteocytes lacunae was similar in both groups: 58.7 (30.6 - 97.2) in the Bio-Oss® group and 58.1 (31.1 - 102.1) in the Ostim® group (p = 0.120). The median area of the osteocytes lacunae was significantly higher for the Ostim® group with 56.3 (31.4 - 95.1) than in the Bio-Oss® group with 46.3 (28.1 - 69.1) at 12 weeks (p = 0.000).

Conclusion: In conclusion, these results suggest that bone substitutes alter areas of the osteocytes lacunae, while the number of osteocytes lacunae remains unchanged. Thus, the observed difference in analyzed parameters might reflect progress in maturation of woven bone during graft consolidation.