Titelaufnahme

Titel
Protektive Faktoren und Risikofaktoren von Suizidalität bei BewohnerInnen Wiener Pensionisten-Wohnhäuser / eingereicht von Daniela Malfent
VerfasserMalfent, Daniela
Begutachter / BegutachterinSonneck, Gernot
Erschienen2010
Umfang211 S. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Diss., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Suizidalität / Suizidgedanken / Alter / ältere Menschen / Risikofaktoren / protektive Faktoren / Resilienzfaktoren / Altenheim / Seniorenwohnhaus /
Schlagwörter (GND)Wien / Altenheim / Heimbewohner / Selbstmordgefährdung / Selbstwirksamkeit / Internaler Locus of Control / Zufriedenheit / Psychotherapie / Wien / Altenheim / Heimbewohner / Selbstmordgefährdung / Risikofaktor / Depression
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-4819 Persistent Identifier (URN)
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Protektive Faktoren und Risikofaktoren von Suizidalität bei BewohnerInnen Wiener Pensionisten-Wohnhäuser [1.81 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Suizidgedanken sind bei BewohnerInnen von Alteneinrichtungen prävalent, was nicht ungewöhnlich ist, da im Alter die höchsten Suizidraten beobachtet werden können. Trotz des erhöhten Risikos zu Suizidalität durch eine Vielzahl an Verlusten, treten bei der Mehrheit der befragten Älteren jedoch keine Suizidgedanken auf.

Faktoren, die vor Suizidalität schützen wurden im Gegensatz zu Risikofaktoren noch sehr wenig untersucht. Das Ziel dieser Studie war demnach die Häufigkeit von Suizidgedanken bei BewohnerInnen von Wiener Pensionisten-Wohnhäusern und deren Beziehungen zu protektiven Faktoren und Risikofaktoren zu erforschen.

Methoden: Die Querschnitterhebung wurde in 15 Wiener Pensionisten-Wohnhäusern durchgeführt. TeilnehmerInnen beantworteten Selbstbeurteilungsfragebogen zu soziodemographischen Faktoren, physischer und psychischer Gesundheit und protektiven Faktoren wie soziale Unterstützung, optimistischer Attributionsstil, Selbstwirksamkeit, internale Kontrollüberzeugung, Hoffnung, Lebenszufriedenheit und flexible Zielanpassung. Gegen Ende des Interviews wurden sie über aktive und passive Suizidgedanken und suizidales Verhalten befragt.

Ergebnisse: Eine Stichprobe von 129 freiwilligen TeilnehmerInnen im Alter ab 60 Jahren konnte für die Untersuchung gewonnen werden. Aktive Suizidgedanken traten bei 7% während des letzten Monats und bei 11% während des letzten Jahres auf. Als von anderen Faktoren unabhängige Prädiktoren wurden Selbstwirksamkeit, internale Kontrollüberzeugung, Lebenszufriedenheit und Psychotherapie im Rahmen der protektiven Faktoren und Depression im Rahmen der Risikofaktoren identifiziert.

Konklusion: Suizidgedanken sind prävalent in Wiener Pensionisten-Wohnhäusern. Daher ist es notwendig diese zu erfassen und adäquat damit umzugehen. Die Ergebnisse zeigen, dass Forschung und Präventionsprogramme nicht nur Risikofaktoren, sondern auch protektive Faktoren adressieren sollten.

Zusammenfassung (Englisch)

Objective: Suicidal ideation is prevalent in residents of long-term care facilities, which is hardly surprising, thinking of the high suicide rates among the elderly. Despite the high risk as a result of multiplying losses, most residents show no signs of suicidal ideation. Compared to risk factors there is a lack of research on protective factors in the topic of suicidal phenomena. Thus, the aim of this study was to collect data on the prevalence and correlates of suicidal ideation with risk and protective factors among elderly in Viennese residential care homes.

Methods: This cross-sectional study was conducted in 15 residential care homes in the city of Vienna. Participants completed self-reports containing questions to sociodemographic factors, physical and mental health, as well as protective factors like social support, optimistic attributional style, self-efficacy, internal locus of control, hope, satisfaction of life and flexibility of goal adjustment. Finally they were interviewed about active and passive suicidal thoughts and behaviours.

Results: Data on 129 participants aged 60 years and older was collected.

Active suicidal ideation was surveyed in 7% of the sample during the last month and in 11% of the sample during the last year. Important single predictors of suicidal ideation during the last month were self-efficacy, internal locus of control, satisfaction of life as well as psychotherapy in the context of protective factors and depressive symptoms in the context of risk factors.

Conclusions: The results showed that suicidal ideation is prevalent in Viennese residential care homes. Therefore, assessment and adequate treatment of suicidal ideation among elderly residents is needed. In addition, our findings suggest that research and prevention programmes should not merely target risk, but also include protective factors.