Titelaufnahme

Titel
In vitro Vergleich der Genauigkeit der Arbeitslängenbestimmung bei der Wurzelkanalaufbereitung mit VDW.Gold® / eingereicht von Musa Erdem
Verfasser / VerfasserinErdem, Musa
Begutachter / BegutachterinMoritz, Andreas ; Holly, Matthias
Erschienen2009
Umfang92 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Endodontie / Endometrie / VDW.Gold / Apexlokator / elektronische Längenmessung / maschinelle Wurzelkanalaufbereitung / Wurzelbehandlung
Schlagwörter (EN)endodontics / endometry / VDW.Gold / apexlocator / electronical length determination / root canal instrumentation / root canal treatment
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-3128 Persistent Identifier (URN)
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In vitro Vergleich der Genauigkeit der Arbeitslängenbestimmung bei der Wurzelkanalaufbereitung mit VDW.Gold® [1.88 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den Endomotor der neuesten Generation VDW.Gold®(VDW GmbH München, Deutschland), der einen integrierten Apexlocator hat, mit der traditionellen Methode (Apexlocator und danach Endomotor) in Bezug auf die Genauigkeit der Arbeitslänge nach der Aufbereitung in vitro zu untersuchen und zu vergleichen. Material und Methoden: Für die Durchführung dieser Versuchsreihe wurden 80 Kanäle von extrahierten menschlichen Zähnen verwendet. Zähne mit Wurzelkaries, Frakturen und undurchgängigen Kanälen wurden aus dem Versuch ausgeschlossen. Nach Reinigung und Kariesentfernung wurden die Kanäle nummeriert und durch das Zufallsprinzip in zwei Gruppen zu je 40 Kanälen aufgeteilt. Die Versuchsreihe bestand aus je drei Arbeitsschritten pro Gruppe und nach jedem Schritt wurde ein digitales Röntgen mit im Kanal inserierter Feile geschossen. Im ersten Arbeitsschritt wurde bei den Zähnen beider Gruppen eine visuelle Arbeitslängenbestimmung durchgeführt. Im zweiten Arbeitsschritt wurde bei den Zähnen beider Gruppen eine endometrische Arbeitslängenmessung mittels Raypex® 5 durchgeführt. Da in der Literatur die Genauigkeit des Raypex® 5 zwischen 91,5% und 100% angegeben wird, wurde durch diese Messung somit die Position der apikalen Konstriktion bestimmt und im weiteren Versuchsverlauf als apikaler Referenzpunkt genommen. Im dritten Arbeitsschritt wurden die Kanäle der ersten Gruppe mit der traditionellen Methode aufbereitet. D.h., die im zweiten Arbeitsschritt erhaltenen Arbeitslängen wurden mittels Stopper auf der Feile eingestellt und mit einem handelsüblichen Endomotor (ATR Tecnika Vision®) und Nickel-Titan-Feilen (ProTaper®) bis zur Größe F3 aufbereitet. Die Kanäle der zweiten Gruppe wurden mittels VDW.Gold® und wiederum Nickel-Titan-Feilen (ProTaper®) bis zur Größe F3 aufbereitet, wobei keine Stopper verwendet wurden. Es wurde so eingestellt, dass es beim Erreichen der apikalen Konstriktion automatisch stoppte. Die Zähne wurden im nächsten Schritt mittels der geschossenen Röntgenbilder mit Hilfe einer Röntgenbildverarbeitungssoftware (Sidexis XG®) vergrößert und der Abstand von den Feilenspitzen bis zum radiologischen Apex gemessen. Die erhobenen Daten wurden in Excel-Tabellen übertragen und statistisch durch einen Kolmogorov-Smirnov-Test und einen Mann-Whitney-U-Test ausgewertet bzw. durch verschiedene Diagramme graphisch dargestellt.

Ergebnisse: Es gab keine signifikanten Unterschiede (p=0.15608) in Bezug auf die Arbeitslänge zwischen der Aufbereitung mit der herkömmlichen "traditionellen" Methode und der Aufbereitung mit dem Endomotor der neuesten Generation (VDW.Gold®). Der Abstand der Feilenspitze war nach der Aufbereitung mit der traditionellen Methode im Durchschnitt 0,32mm +/- 0,23mm und nach der Aufbereitung mittels VDW.Gold® im Durchschnitt 0,32mm +/- 0,41mm von der apikalen Konstriktion entfernt. Während die Überinstrumentierung bei der traditionellen Aufbereitung 60 % betrug, war sie bei der Aufbereitung mittels VDW.Gold® nur bei 10 %.

Schlussfolgerung: In Bezug auf die Arbeitslänge gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen der Aufbereitung mit dem VDW.Gold® und der Aufbereitung mit der traditionellen Methode. Zusätzlich erscheint subjektiv die Aufbereitung mittels VDW.Gold® leichter und schneller zu sein, da das Einstellen der Stopper nach jeder Instrumentengröße wegfällt und somit auch Behandlerfehler verringert werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

Aim of the study: The aim of this present study was to evaluate the accuracy of working length determination during root canal treatment using VDW.Gold® and to compare it to the traditional method of root canal instrumentation (measurement with an apexlocator and then treatment with endomotor).

Material and methods: 80 root canals of extracted human teeth were used in this study. Teeth with signs of root caries, fractures and no patency of the root canal were excluded. After cleaning and excavation of caries the teeth were numbered and randomly divided into two groups, each with 40 root canals. The experimental series in each group consisted of three separate steps. After each step a digital x-ray was made. In both groups the first step was the visually performed length determination and in the second step the working length was determined electronically by Raypex® 5. In the latest literature the accuracy of Raypex® 5 is considered to be between 91,5 - 100 % and for this reason the apical reference point (foramen physiologicum) in the follow-up tests was set according to Raypex® 5. In the third part the root canals were mechanically instrumented with ATR Tecnika Vision® in group one and with VDW.Gold® in group two. Protaper®-filesystem up to file size F3 was used in both groups. In group one rubber stops were used to maintain the working length and in group two the integrated apex locator functions and the function "stop at apical constriction" of VDW.Gold® were used exclusively. The distance of the radiological apex and file tip were measured on zoomed digital x-rays using Sidexis XG® software. The collected data was evaluated statistically with the Kolmogorov-Smirnov-Test and the Mann-Whitney-U-Test.

Results: There was no statistically significant difference between the two groups(p=0.15608). The distance of the files tip from the radiological apex using the traditional method was average 0,32 +/-0,23 mm and using VDW.Gold® 0,32 +/-0,41 mm. In group one (traditional method) the estimated overtreatment was 60% and in group two it was (VDW.Gold®) only 10 %.

Conclusion: Instrumentation with VDW.Gold® is equal to standard methods using simple endomotors. However, working with VDW.Gold® seems to be more "user friendly" and faster than working with simple measuring gauge and rubber stops, and it seems to minimize user errors.