Titelaufnahme

Titel
Fall-Kontroll-Studie zur Beurteilung des geschlechtsspezifischen Risikos einer Periimplantitis / eingereicht von Simon Awad
VerfasserAwad, Simon
Begutachter / BegutachterinBruckmann, Corinna ; Dvorak, Gabriella
Erschienen2013
Umfang59 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Periimplantitis / Gender / Geschlecht / Zahnimplantat / Risikofaktor
Schlagwörter (EN)peri-implantitis / gender / sex / dental implants / risk factor
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-2464 Persistent Identifier (URN)
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Fall-Kontroll-Studie zur Beurteilung des geschlechtsspezifischen Risikos einer Periimplantitis [0.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Geschlechtsdimorphismus existiert in der Prävalenz und im Schweregrad von vielen Erkrankungen. Die Risikobewertung ist ein wesentlicher Bestandteil der evidenzbasierten klinischen Praxis, ob das Geschlecht einen Einfluss auf die Entstehung einer Periimplantitis hat ist derzeit noch nicht bekannt. Die Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Entwicklung und Progression der periimplantären Entzündung ist wichtig für das Verständnis der Pathogenese sowie für die Behandlungsplanung und Prävention. Ähnlich den parodontalen Erkrankungen unterscheidet man bei den periimplantären Entzündungen zwischen einer periimplantären Mukositis, die eine reversible Entzündung des implantatumgebenden Weichteilgewebes darstellt, und der Periimplantitis, bei der es zusätzlich zum Verlust des implantattragenden Knochens kommt (Albrektsson et al. 1994). Dieselben Risikofaktoren für Zahnverlust aufgrund von Parodontitis gelten auch für Implantatverlust durch Periimplantitis (Heitz-Mayfield 2008a/b; Roos-Jansåker et al. 2006a/b).

Geschlechtsspezifische Unterschiede existieren in der Prävalenz und im Verlauf der Parodontitis (Shiau et Reynolds 2010a), Sexualhormone spielen dabei eine wichtige Rolle. Hormonmangel kann bei beiden Geschlechtern zu einer Parodontitis (Mascarenhas et al. 2003), sowie zur Abnahme der Knochendichte führen (Reinhardt et al. 1999). Das Setzen von enossalen Titanimplantaten zählt zu einem evidenzbasierten Therapiekonzept, das zur intraossären Verankerung von Zahnersatz angewendet wird (Schwarz et Terheyden 2011). Die periimplantäre Entzündung zählt mit einer patientenbezogenen Prävalenz zwischen 28% und 56% zu einer häufigen Komplikation, die zum Implantatverlust führen kann (Berglundh et al. 2002). Ob das Geschlecht einen Risikofaktor bei der Entstehung und der Schwere des Verlaufs einer periimplantären Entzündung darstellt ist noch nicht hinlänglich geklärt und stellt das Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit dar. Die aus einer Fall-Kontroll Studie gewonnenen Daten wurden im Bezug auf den Zielparameter Periimplantitis unter Einbeziehung der potentiellen Risikofaktoren wie Alter, Implantatregion, Rauchen, parodontale Erkrankung und Therapie, Knochenstatus und Diabetes mellitus mit Hilfe des Poisson Regressionsmodells ausgewertet. Das Ergebnis der statistischen Auswertung zeigte einen Zusammenhang zwischen weiblichem Geschlecht und Periimplantitis.

Zusammenfassung (Englisch)

Gender dimorphism exists in the prevalence and severity of many human diseases. The risk assessment is an essential component of evidence-based clinical practice, if gender is a risk of developing peri-implantitis, is not known yet. The study of gender differences in the development and progression of peri-implant inflammation is important for the understanding of the pathogenesis, treatment planning and prevention. Similar to periodontal disease a distinction in the peri-implant inflammation is made between a peri-implant mucositis, which is a reversible inflammation of the implant-surrounding soft tissue, and peri-implantitis, with a concomitant loss of the implant-supporting bone (Albrektsson et al. 1994). The same risk factors for tooth loss due to periodontal disease also apply to implant loss due to peri-implantitis (Heitz-Mayfield 2008a/b; Roos-Jansåker et al 2006a/b). Gender differences exist in the prevalence and the course of periodontitis (Shiau et Reynolds 2010a), sex hormones play an important role. Hormone deficiency in both sexes may lead to periodontitis (Mascarenhas et al. 2003) and a decrease in bone mineral density (Reinhardt et al. 1999). The insertion of endosseous titanium implants is an evidence-based therapeutic approach applied to the intra-osseous anchorage of dental prostheses (Schwarz et Terheyden 2011). The peri-implant infection has a patient-related prevalence between 28% and 56%, a complication that may lead to implant failure (Berglundh et al.

2002). Whether gender is a risk factor for the development of a peri-implant inflammation is still unknown. The results obtained from a case-control study data were analyzed in relation to the target parameter periimplantitis, including the potential risk factors such as age, implant region, smoking, pre-existing illness or periodontal disease, bone status and diabetes mellitus by using the Poisson regression model. The results of the statistical analysis showed an association between female patients and peri-implatitis.