Titelaufnahme

Titel
Die Assoziation von Parodontitis und Halitosis - eine klinische Studie / eingereicht von Bettina Salbrechter
Verfasser / VerfasserinSalbrechter, Bettina
Begutachter / BegutachterinHienz, Stefan ; Laky, Markus
Erschienen2010
Umfang111 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Halitosis / Parodontitis / Halimeter / organoleptische Messung / Prävalenz / Ursachen / Klassifikation / Behandlung
Schlagwörter (EN)halitosis / periodontitis / halimeter / organoleptic measurement / prevalence / causes / classification / treatment
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1377 Persistent Identifier (URN)
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Die Assoziation von Parodontitis und Halitosis - eine klinische Studie [1.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Mundgeruch ist ein weit verbreitetes Problem, welches in unserer Zeit bis zu einem gewissen Maß tabuisiert ist. Für Personen die darunter leiden hat schlechter Atem eine negative Auswirkung auf das tägliche soziale Leben. Die Ursache schlechten Atems liegt dabei meist in der Mundhöhle selbst. Der schlechte Geruch entsteht durch geruchsaktive flüchtige Schwefelverbindungen (volatile sulfur compounds, VSC), welche durch gramnegative, anaerobe Bakterien gebildet werden. Ein Zusammenhang zwischen Mundgeruch und Parodontitis wurde schon von Morita & Wang (2001 a, b), Soils-Gaffer, et al (1980) und Rizzo (1967) beschrieben.

Methodik: In einer klinischen Studie an der 55 an Parodontitis erkrankte Patienten teilnahmen, wurde eine Halitosismessung (instrumentell mit einem Halimeter und organoleptisch durch den Untersucher) sowie eine gründliche parodontale Untersuchung mit Erhebung parodontal relevanter Parameter (wie Sondierungstiefe, Approximal-Plaque-Index (API) und Papillen-Blutungs-Index (PBI)) durchgeführt. Ebenso wurde der Speichel pH Wert und das Ausmaß des Zungenbelags bestimmt. Anschließend erfolgte eine statistische Korrelation dieser Werte, mit dem Ziel eine Assoziation zwischen Halitosis und den einzelnen oralen Parametern feststellen zu können.

Resultate: Instrumentell ermittelte VSC-Werte und organoleptische Messwerte korrelieren signifikant. Die Prävalenz der Halitosis liegt im untersuchten Kollektiv bei 27,3 % (VSC >= 75 ppb) in Bezug auf die Halimetermessung und bei 58,2 % wurde organoleptisch eine Halitosis festgestellt. Eine direkte Assoziation zwischen Schwere der Parodontitis (anhand der durchschnittlichen Sondierungstiefen) und der Ausprägung einer Halitosis konnte nicht festgestellt werden.

Zungenbelag, pH Wert und Plaquewerte korrelieren nicht signifikant mit den VSC-Werten der Halimetermessung sowie der organoleptischen Messung.

Zwischen API und PBI besteht eine signifikante Korrelation.

Conclusio: Ein beträchtlicher Teil (27,3 %) der untersuchten Patienten zeigt hohe VSC Halimeterwerte. Mittels organoleptischer Untersuchung wurde sogar bei über der Hälfte der Patienten eine Halitosis diagnostiziert. Dieser Unterschied mag darauf zurückzuführen sein, dass bei der Halimetermessung lediglich VSC nachgewiesen werden können und andere übelriechende Komponenten der Atemluft wie Cadaverine, Indole und Skatole nicht erfasst werden. Eine direkte Korrelation zwischen Sondierungstiefen und Halitosis konnte jedoch nicht gezeigt werden

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Halitosis is a widely spread problem which is regarded as a kind of taboo within our society. For individuals with halitosis bad breath might have a negative effect on their everyday social lives. In most cases the main reason for halitosis lies in the oral cavity itself. The bad smell is generally caused by volatile sulphur compounds which are maid up by gram-negative anaerob bacterials. A connection between halitosis and periodontal disease has been discribed by Morita & Wang (2001 a, b), Soils-Gaffer, et. al (1980) and Rizzo (1967).

Methods: In the course of a clinical study with 55 patients suffering from periodontitis, both a halitosis measurement (instrumentally with a halimeter and organoleptic by an examiner) and a thoroughly periodontal examination with a collection of relevant periodontal parameters (like probing depth, approximal-plaque-index (API), papillary-bleeding-index (PBI)) has been carried out.

In addition the salivia ph-value as well the extent of the tounge coating have been determined. A statistical correlation of these values were done with the aim to identify a possible association between halitosis and the single periodontal parameters. Results: Instrumentally established VSC values and organoleptic test values correlate significantly. The prevalence of halitosis was 58,2 % according to the organoleptic score. 27,3 % of the patients in our sample showed VSC values >= 75 ppb .

A direct correlation between the severity of periodontal disease with reference to average probing depth and halitosis was not found.

Tongue coating, ph-value and plaque value did not correlate significantly with the VSC-value of the halimeter measurement and the organoleptic measurement. There is however a significant correlation between API and PBI.

Conclusion: A considerable part (27,3 %) of the examined patients showed high VSC values. The organoleptic evaluation identified even 58,2 % with halitosis. A possible reason for this may be other malodorous components like cadaverine, indole and scatole which were not covered by the halimeter. A direct correlation between periodontal probing depths and halitosis could not be seen.