Titelaufnahme

Titel
Einfluss von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf die Festigkeit von Kompositen - eine In-vitro-Testung / eingereicht von Melanie Honis
VerfasserHonis, Melanie
Begutachter / BegutachterinFreudenthaler, Josef
Erschienen2010
Umfang51 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Temperatur / Luftfeuchtigkeit / Haltekraft / selbstätzender Primer / Mundhöhlenbedingungen / Raumbedingungen / konventionelle Ätztechnik / Umgebungsbedingungen / Brackets
Schlagwörter (EN)temperature / humidity / shear bond strength / conventional etch / prime technique / self-etching primer / oral conditions / extra oral conditions / environmental conditions / brackets
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-1983 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf die Festigkeit von Kompositen - eine In-vitro-Testung [2.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel der Studie war die Untersuchung der Haltekraft von kieferorthopädischen Brackets. Es gab drei Ziele: 1. Die Testung des Einflusses von Raum- und Mundhöhlenbedingungen bei zwei unterschiedlichen Ätztechniken, 2. die Bestimmung des Unterschieds in der Haltekraft zwischen konventioneller Ätztechnik und selbstätzendem Primer, 3. die Bestimmung des Adhesive Remnant Index (ARI).

Die jeweiligen Testbedingungen wurden in einem Klimaschrank simuliert.

Fünfzig adulte bovine Unterkieferschneidezähne wurden randomisiert und in vier Gruppen aufgeteilt. In Gruppe 1 wurde 37%ige Phosphorsäure bei Raumbedingungen (23C, 50% relative Feuchte) verwendet, in Gruppe 2 bei Mundhöhlenbedingungen (37C, 95% relative Feuchte). In Gruppe 3 wurde Transbond* Plus SEP bei Raumbedingungen verwendet und in Gruppe 4 Transbond* Plus SEP bei Mundhöhlenbedingungen. Die mit Adhäsiv vorbeschichteten Brackets wurden in einer Universal-Testmaschine (Zwick) abgeschert und die Kraft, die zum Abriss des Brackets führte, festgehalten. Die Menge an Adhäsiv, das nach dem Abriss des Brackets am Schmelz verblieb, wurde unter dem Mikroskop beurteilt und damit der Adhesive Remnant Index (ARI) ermittelt.

Ergebnisse: Beide Ätztechniken zeigten klinisch akzeptable Haftwerte (i.e. 5,9-7,8 MPa) bei Raumbedingungen (Gruppe 1: 18,64 4,74 MPa; Gruppe 3: 17,81 5,41 MPa). Bei Mundhöhlenbedingungen waren die Haftwerte bei Verwendung von Phosphorsäure deutlich niedriger (Gruppe 2:

8,65 6,20 MPa; Gruppe 4: 18,76 4,58 MPa) und erreichten keine klinisch akzeptablen Haftwerte. Der selbstätzende Primer wurde nicht von den unterschiedlichen Umgebungsbedingungen beeinflusst.

Conclusio: Die Haftwerte der konventionellen Ätztechnik wurden durch Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflusst, nicht aber die des selbstätzenden Primers. Bei Raumbedingungen zeigten die beiden Ätztechniken ähnliche Haftwerte und auch der ARI war ähnlich. Unter Mundhöhlenbedingungen waren deutliche Unterschiede in den Haftwerten und beim ARI zu erkennen.

Zusammenfassung (Englisch)

The purpose of this study was to investigate shear bond strength (SBS) of orthodontic brackets. The objectives were threefold: 1. testing the influence of oral and extra oral conditions, 2. determination of the difference between conventional etch/prime technique and self-etching primer systems, 3. assessment of the adhesive remnant index (ARI).

The different conditions were simulated in a climatic exposure test cabinet.

Fifty bovine adult lower incisors were randomly assigned to four groups.

In group 1 37% phosphoric acid was used under extra oral conditions (23C, 50% RH), in group 2 under oral conditions (37C, 95% RH). In group 3 Transbond* Plus SEP was used under extra oral conditions and in group 4 Transbond* Plus SEP under oral conditions. The brackets were tested in a Universal Testing Machine (Zwick) and the shear bond strength at debonding was recorded. The amount of residual adhesive left on the enamel surface after debonding was assessed under a microscope and the ARI was determined.

Results: Both etching techniques showed clinically acceptable SBS (i.e.

5,9-7,8 MPa) under extra oral conditions (group 1: 18,64 4,74 MPa; group 3: 17,81 5,41 MPa). Under oral conditions SBS was significantly lower with the conventional etching (group 2: 8,65 6,20 MPa; group 4:

18,76 4,58 MPa) and did not reach a clinically acceptable value. The self-etching primer was not influenced by changing the environmental conditions.

Conclusions: SBS of conventional etch/prime technique is influenced by temperature and relative humidity, but not the SBS of self-etching primer. Under extra oral conditions the two techniques showed similar SBS and also the ARI was similar. Under oral conditions significant differences in the SBS and ARI values were observed.