Titelaufnahme

Titel
Entwicklung von Leitlinien für die neuropsychologische Diagnostik von Aufmerksamkeitsstörungen im Kindes- und Jugendalter / eingereicht von Mag.a rer.nat. Liesa Josephine Weiler
Weitere Titel
Development of guidelines for neuropsychological assessment of attention deficits in pediatric patients
Verfasser / VerfasserinWeiler, Liesa Josephine
Begutachter / BegutachterinSlavc, Irene
ErschienenWien, 2015
Umfanggetrennte Zählung
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Dissertation, 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Aufmerksamkeit / Taxonomie / Leitlinien / neuropsychologische Diagnostik / erworbene Aufmerksamkeitsstörungen / erworbene hirnorganische Störungen / kindliche Hirntumore / AUF-PS 24/7-E / Fremdbeobachtung / Verhaltensbeobachtung
Schlagwörter (EN)Attention / Attention deficit / taxonomy / guidelines / neuropsychological assessment / acquired brain injuries / pediatric brain Tumors / AUF-PS 24/7-E / Parental Rating / Observation
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-7907 Persistent Identifier (URN)
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Entwicklung von Leitlinien für die neuropsychologische Diagnostik von Aufmerksamkeitsstörungen im Kindes- und Jugendalter [15.42 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund. Aufgrund moderner medizinischer Behandlungsmethoden steigen die Überlebenschancen von Kindern und Jugendlichen mit neurologischen Erkrankungen stetig an. Damit gehen deutliche Spätfolgen, insbesondere Störungen der Aufmerksamkeit, einher. Mangelnde Begriffsdefinitionen und -konfusionen erschweren eine korrekte Diagnose von Störungen der Aufmerksamkeit bei Kindern und Jugendlichen. Es war das Ziel Leitlinien für die neuropsychologische Diagnostik von Aufmerksamkeitsstörungen im Kindes- und Jugendalter zu entwickeln um in Folge eine optimale Behandlung für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Methoden. Zur Beschreibung der Aufmerksamkeit wurde eine Taxonomie für Kinder- und Jugendliche mit differenzierbaren Aufmerksamkeitskonstrukten entwickelt und mit neuropsychologischen Testverfahren mittels Strukturgleichungsmodell (SEM) geprüft. Zudem wurden zwei weitere Beurteilungsebenen entwickelt: Standardisierte Verhaltensbeobachtung und Fragebogen zur Einschätzung der Aufmerksamkeit (AUF-PS 24/7E). In die Untersuchung wurden N = 757 gesunde Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren aus unterschiedlichen Schulstufen und formen und 180 mit unterschiedlichen neurologischen Erkrankungen bzw. Verhaltens- emotionalen Störungen oder Entwicklungsstörungen inkludiert. Die Gruppen wurden statistisch analysiert mittels ANOVA, Mann-Whitney-U-, Kruskal-Wallis-, Welch-Test or X-Test. Ergebnisse. Alle Beurteilungsebenen konnten als valide und reliable Methoden für die Aufmerksamkeitsdiagnostik beschrieben werden, wenn auch mit unterschiedlicher Qualität. Bemerkenswert ist die hohe Anzahl der Kinder und Jugendlichen, welche trotz Schwierigkeiten nach Verhaltensbeobachtung und/oder Elternbeurteilung allein unentdeckt bleiben. Die Taxonomie der Aufmerksamkeit für Kinder und Jugendliche konnte bestätigt werden unter Berücksichtigung der Entwicklung und Beurteilungsebene. Auch konnten krankheitsspezifische Unterschiede in der Aufmerksamkeitsfunktion beschrieben werden. Konklusion. Erst die multidimensionale Aufmerksamkeitsdiagnostik, ermöglicht eine differenzierte Diagnostik von Aufmerksamkeitsstörungen. Die vorgeschlagene Leitlinie für die neuropsychologische Diagnostik konnte bestätigt werden. Auf dessen Basis kann das Konzept für Leitlinien erarbeitet und implementiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background. Survival rates in children with neurological diseases increased in the last years with regard to modern medical treatment. Late effects are well known and often described, especially attention disorders. However, poor definitions and resulting confusions of terms may lead to incorrect diagnosis of attention disorders in children. The aim of the study therefore was to develop guidelines for neuropsychological assessment of attention disorders in children in order to allow appropriate treatment and meet patients needs best.

Methods. To describe attention in children a taxonomy including differentiable components was developed. Modell-Fit was proofed by structural equation model related to neuropsychological test data. Additionally two methods of assessment were developed: An instrument for “standardized behavioral observation” and an “attention questionnaire scale by proxy” (AUF-PS 24/7-E). N = 757 healthy controls between 6 16 years from different school types and 180 children with different neurological diseases or behavioral or rather developmental disorders were included. Groups werde statistically analyzed by ANOVA, Mann-Whitney-U-Test, KruskalWallis-Test, Welch-Test or X-Test.

Results. Every level of assessment can be described as valid and reliable method for diagnosis of attention deficits, even though with varying quality. Notable is the high number of children, who are not identified correctly with behavioral observation or parental ratings alone. The taxonomy for attention in children shows a good model fit. Different results were detected with regard to age. Specific attention deficits in different neurological diseases were detected.

Conclusion. Only multidimensional assessment of attention allows comprehensive and differentiated diagnosis of attentional deficits. The need for the proposed guidelines for neuropsychological assessment turned out to be evident. The draft for the guidelines will be prepared based on the results of the study.