Titelaufnahme

Titel
Stabilitätsverhalten kieferorthopädischer monokortikaler Minischrauben gemessen mit Resonanzfrequenzanalyse - Pilotstudie / eingereicht von Maria Theresia Broucek
VerfasserBroucek, Maria Theresia
Begutachter / BegutachterinCrismani, Adriano
Erschienen2009
Umfang127 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Zusammenfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kieferorthopädie / skelettale Verankerung / Minischrauben / Miniimplantate / Resonanzfrequenzanalyse / Stabilität / in vivo / Verbindungsstück
Schlagwörter (EN)orthodontics / skeletal anchorage / miniscrews / miniimplants / resonance frequency analysis / stability / in vivo / connection piece
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-5319 Persistent Identifier (URN)
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Stabilitätsverhalten kieferorthopädischer monokortikaler Minischrauben gemessen mit Resonanzfrequenzanalyse - Pilotstudie [5.25 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Ziel dieser Pilotstudie war mithilfe der Resonanzfrequenzanalyse zu zeigen, wie sich die Stabilität von monokortikalen kieferorthopädischen Minischrauben in dem postoperativen Zeitraum von 12 Wochen entwickelt. Weitere Zielsetzung war aus den Ergebnissen eine Entscheidungshilfe für den Belastungszeitpunkt zu liefern und erste ISQ-Referenzwerte für den klinischen Gebrauch von Minischrauben zu etablieren.

Material und Methoden: Bei 13 Patienten wurden 17 OrthoEasy Pins (8mm x 1,7mm, Forestadent, Deutschland) in der Prämolarenregion des Unterkiefers zum Zweck einer skelettalen Verankerung gesetzt. Die RFA-Messungen wurden nach Anfertigung eines Verbindungsstücks zwischen Minischraubenkopf und Messelement mit dem Osstell MentorTM (Diagnostics AB, Göteborg, Schweden) durchgeführt. Die Erhebung der Schraubenstabilität [ISQ] erfolgte unmittelbar nach der Insertion und danach einmal wöchentlich über einen Zeitraum von 12 Wochen.

Resultate: Ein Patient mit einer Minischraube konnte die regelmäßigen Termine nicht einhalten und bei 4 Minischrauben wurden die Messungen aufgrund einer klinisch feststellbaren Mobilität nicht mehr weitergeführt. Bei 10 Patienten (8 weiblich, 2 männlich) mit 12 Minischrauben, welche mit einer durchschnittlichen kieferorthopädischen Kraft von 83,338,9cN sofortbelastet wurden, konnte die Stabilität wöchentlich erhoben werden. Die medianen ISQ-Werte aller Messzeitpunkte reichen von 42 bis 44. Im Zeitverlauf blieb die Stabilität unverändert und die Primärstabilität entsprach der Sekundärstabilität. Eine kurzzeitige Phase verminderter Stabilität konnte im Beobachtungszeitraum nicht festgestellt werden. Die gemessenen ISQ-Werte vor klinisch feststellbarer Mobilität der 4 Minischrauben unterschieden sich nicht von den Messungen der stabilen Minischrauben. Conclusio: In der vorliegenden Untersuchung blieb die Stabilität über den Beobachtungszeitraum unverändert. Die Sofortbelastung von Minischrauben scheint deshalb gerechtfertigt. Die Messergebnisse erlauben keine Rückschlüsse auf einen sicheren ISQ-Wert bei dem von einer ausreichenden Primär- oder Sekundärstabilität einer Minischraube ausgegangen werden kann, bzw. ab welchem Wert die Stabilität als kritisch bewertet werden soll. Basierend auf der begrenzten Anzahl der Minischrauben in dieser Pilotstudie, konnte nicht belegt werden, dass die Resonanzfrequenzanalyse als eine zuverlässige Methode zur Beurteilung der Stabilität einer kieferorthopädischen Minischraube eingesetzt werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Objective: (1) Investigate the stability behaviour of orthodontic miniscrews over a period of 12 weeks post surgery using resonance frequency analysis. (2) Establish a basis for determining the optimal healing period before loading. (3) Assess initial reference ISQ values for the clinical use of miniscrews.

Materials and methods: 13 patients were treated with 17 self-drilling OrthoEasy Pins (8mm x 1,7mm, Forestadent, Germany). The miniscrews were placed in the premolar region of the mandible for the purpose of skeletal anchorage. An adapter between miniscrew head and measuring element was designed in order to enable the RFA measurements with the Osstell MentorTM (Diagnostics AB, Gothenburg, Sweden). The screw stability [ISQ] was measured immediately after screw insertion and subsequently once a week over a period of 12 weeks.

Results: One patient with one miniscrew was excluded for not keeping the appointments. Furthermore, due to clinically detectable mobility, the measurements of 4 miniscrews were not continued. For 12 miniscrews in 10 patients (8 female, 2 male) the stability could be examined weekly. The miniscrews were immediately loaded with an average orthodontic force of 83,338,9cN. The median ISQ of all measuring time points ranged from 42 to 44. During the course of measurements the stability remained unchanged and the initial stability corresponded to the secondary stability. A stability gap could not be seen in the first 12 weeks post surgery. The ISQ values observed prior to obvious clinical mobility, did not differ from the measurements of stable miniscrews.

Conclusio: In the present investigation the stability remained unchanged over the observation period. Therefore, immediate loading of miniscrews seems justified. The results do not allow any conclusions on a safe ISQ value indicating a sufficient primary or secondary stability of a miniscrew. Further no level of critical stability can be concluded.

Based on the limited number of miniscrews in this study, it could not be demonstrated that resonance frequency analysis is a reliable method for assessing the stability of orthodontic miniscrews.