Titelaufnahme

Titel
Fragebogenerhebung zu Weiterqualifikationszielen von Studierenden der Zahnmedizin / eingereicht von Marlene Mayer
Verfasser / VerfasserinMayer, Marlene
GutachterBruckmann, Corinna
Erschienen2017
Umfang59 Blatt : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Paralleltitel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeMärz 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)zahnärztliche Ausbildung / Fragebogen / Ausbildung / Weiterbildung / Zahnmedizinstudierende / Gender / Studium
Schlagwörter (EN)questionnaire survey / dental students / dental profession / gender-specific / further goals / qualification / education
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die zahnärztliche Tätigkeit wird weltweit zunehmend zum Frauenberuf. So hat die Anzahl der weiblichen Studierenden in Österreich, Deutschland und der Schweiz die 50% Marke bereits seit einigen Jahren überschritten und das Phänomen der Feminisierung des zahnärztlichen Berufstandes wird auch in Zukunft weiter voranschreiten. So wird es immer wichtiger, den Bedürfnissen der Frauen, wie z.B. Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, gerecht zu werden. Derzeit gibt es kaum Untersuchungen, welche sich mit den unterschiedlichen Vorstellungen zur späteren Berufsausübung von Männern und Frauen befassen. Fakt ist, dass mit aufsteigender Karrierestufe der Frauenanteil stetig abnimmt. Welche Faktoren hierfür unter anderem eine Rolle spielen und ob sich diese Unterschiede bereits während des Studiums aufzeigen lassen, wurde bisher nicht untersucht.

Diese Studie befasst sich mit den genderspezifischen Unterschieden im Wunsch nach postpromotioneller Ausbildung. In einer anonymen Fragebogenuntersuchung an den Universitätszahnkliniken Wien, Innsbruck und Graz wurden insgesamt 279 Studierende neben persönlicher Daten wie Geschlecht, Alter, finanzieller und familiärer Situation - zu ihren weiteren Ausbildungszielen nach dem Zahnmedizinstudium sowie der späteren Berufsausübung befragt.

Generell besteht bei fast allen Studierenden Interesse an einer weiterführenden Ausbildung nach dem abgeschlossenen Studium, wobei der Wunsch bei den männlichen Kollegen statistisch signifikant stärker ausgeprägter ist. Es wurden eventuelle Zusammenhänge wie z.B. bestehender Kinderwunsch, das Alter, die finanzielle Situation sowie der derzeitige Familienstand untersucht und statistisch ausgewertet. Interessant erscheint die Tatsache, dass für Frauen wider Erwarten der Faktor „Kinderwunsch/vorhandene Kinder“ keinen Einfluss darauf haben dürfte, ob eine weitere Qualifikation gewünscht ist oder nicht, hingegen nimmt der Wunsch nach einer weiteren Qualifikation bei den Männern von ca. 77% auf 72% in geringem Maße ab. Bei den weiblichen Studierenden dürfte der Faktor „Alter“ eine entscheidende Rolle spielen, denn mit zunehmendem Alter sinkt der Wunsch nach einer beruflichen Weiterqualifikation stetig. Liegt der Wunsch bei den unter 25-Jährigen Studentinnen noch bei 72%, nimmt er bei den 25-30-Jährigen auf 65% ab und liegt bei den über 30-Jährigen im Mittelwert nur noch bei 50%. Bei den männlichen Studenten stellt sich die Alterskurve anders dar, hier besteht der stärkste Wunsch nach einer weiteren Ausbildung mit 76% im Alter von 25-30, bei den unter 25-Jährigen entspricht er mit 71% annährend dem Anteil der weiblichen Kolleginnen und liegt bei über 30-Jährigen mit ca. 73% deutlich über dem Anteil der Studentinnen.

Generell ist eine weitere berufliche Qualifikation bei den männlichen Kollegen etwas häufiger gewünscht als bei den Kolleginnen. Fügt man den Faktor „Partnerschaft“ hinzu, steigt der Wunsch bei den männlichen Studenten weiter an und nimmt im Gegensatz dazu bei den Kolleginnen deutlich ab.

So kann man davon ausgehen, dass eine bestehende Partnerschaft für Frauen einen dämpfenden Einfluss auf ihr Bedürfnis nach einer weiteren Ausbildung hat, während dies bei den Männern den Wunsch nach einer beruflichen Weiterqualifikation bestärkt.

Zusammenfassung (Englisch)

The dental profession is increasingly becoming a women's profession worldwide. The number of female students in Austria, Germany and Switzerland has already exceeded the 50% mark. Therefore, it becomes more and more important to meet the needs of women, e.g. family and career. At present, there are hardly any studies dealing with the different expectations of men and women on their later professional practice, but it is a fact that the percentage of women decreases with higher career stages.

This thesis deals with the gender-specific differences in the desire for postgraduate training. In a questionnaire-based survey at the University Dental Clinics of Vienna, Innsbruck and Graz, a total of 279 students were asked about their further training goals after their undergraduate training and their subsequent professional practice.

In general, almost all students are interested in further education after completing their undergraduate program, whereby the desire is significantly higher among men. Possible contexts, e.g. children, age, the financial situation as well as the current family status are analyzed and evaluated. It appears that the "existing children" factor is not likely to affect the womens desire for further education, whereas the mens wish for further qualification decreases from 77% to 72 %, if they have children. Apparently, for female students the factor "age" plays a major role, as with increasing age the desire for further professional qualification drops steadily. While 72% of female students under 25 plan to undergo postgraduate training, the number decreases to 65% among the 25-30-year-olds and amounts to only 50% among the 30-year-olds. For the male students, the age curve is different. Here the strongest desire for further education can be found at the age of 25-30 (76%), but also among the over 30-year-olds the percentage (73%) is much higher than among women at this age.

In general, a further professional qualification is more desired by male students than by their female colleagues. Adding the factor "partnership" increases the wish among the male students further whereas it decreases the female colleagues desire.

Therefore, it can be assumed that an existing relationship weakens the wish for further education among women and strengthens it among men.

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