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Bibliographic Metadata

Title
Die Schmerztagesklinik. Ihre Funktion in der Schmerzpatientenversorgung / vorgelegt von Wolgang Schleinzer
AuthorSchleinzer, Wolfgang
Published2009
Description95 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteWien, Med. Univ., Lehrgang Interdisziplinäre Schmerzmedizin, Master-Thesis, 2009
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-9114 Persistent Identifier (URN)
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Die Schmerztagesklinik. Ihre Funktion in der Schmerzpatientenversorgung [0.84 mb]
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Abstract

Auf der Basis von epidemiologischen- und Versorgungsdaten wird in dieser Arbeit aufgezeigt, dass eine Unterversorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen in der Schweiz vorliegt.

Zur Verdeutlichung der Komplexität des chronischen Schmerzgeschehens und der Krankheitslast „chronischer Schmerz“ werden detailliert die Ziele des tagesklinischen Versorgungskonzepts für Patienten, für die unterschiedlichen Therapeutengruppen, für den Tagesklinikprojektträger und für die Kostenträger beschrieben. Ressourcenaufwändige Versorgungsstrukturen sollten an Hand von Qualitätsmerkmalen für jeden Verantwortlichen transparent dargestellt werden. In dem vorliegenden Konzept werden umfassend die Struktur-, Leistungs- und Ergebnisqualitäten erfasst, um nachzuweisen, dass die Umsetzung des Konzepts einer Tagesklinik in Nottwil in nachvollziehbaren Schritten erfolgen könnte.

Die Hauptcharakteristika des eigenständigen, bedeutsamen Sektors Schmerztagesklinik können skizziert werden:

1. Die Betreuung von Schmerzpatienten, die unter hoch chronifizierten Schmerzen leiden und bei denen die Standardschmerztherapie der verschiedenen medizinischen Disziplinen, der Psychologie und der Physiotherapie keine ausreichenden Therapieeffekte erzielt haben.

2. Die Behandlung in einer Schmerztagesklinik setzt die Durchführung einer interdisziplinären, multidimensionalen Schmerzdiagnostik („Assessment des Schmerzpatienten“) unter Einsatz standardisierter und valider Instrumente voraus.

3. Die interdisziplinäre multimodale Therapie (MIT) wird, neben gezielten Einzeltherapien, wesentlich in Kleingruppen mit einer hohen Therapiedichte und intensität durchgeführt. Als MIT wird nach der Definition der DGSS die „gleichzeitige, inhaltlich, zeitlich und in der Vorgehensweise aufeinander abgestimmte umfassende Behandlung des Patienten mit chronifizierten Schmerzsyndromen bezeichnet, in die verschiedene somatische, körperlich übende, psychologisch übende und psychotherapeutische Verfahren nach vorgegebenem Behandlungsplan mit identischem, unter den Therapeuten abgesprochenem Therapieziel eingebunden sind“.

4. Die Kurzzeit- und Langzeit-Verlaufsbeobachtung ist obligat.

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