Titelaufnahme

Titel
Prävalenz von medizinischen Notfällen in Wiener Zahnärzten Ordinationen / eingereicht von Silvie Aschauer
Verfasser / VerfasserinAschauer, Silvie
Betreuer / BetreuerinKnaus, Anna ; Jandrasits, Oliver
Erschienen2017
Umfang88 Blatt : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftDiplomarbeit, Medizinische Universität Wien, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)medizinische Notfälle / Zahnarztordination / Zahnarztpraxis / zahnmedizinische Notfälle / Zahnarztphobie / Häufigkeiten Notfälle / Zahnmedizin / Notfallmedizin
Schlagwörter (EN)dental emergency / dentistry / emergency medicine / dental practice / frequenty emergency / dental fear
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-9362 Persistent Identifier (URN)
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Prävalenz von medizinischen Notfällen in Wiener Zahnärzten Ordinationen [1.25 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wurden folgende Fragestellungen untersucht: Wie häufig treten allgemein-medizinische Notfälle in zahnärztlichen Ordinationen auf? Um welche Art von Notfällen handelt es sich? Treten diese Notfälle häufiger während einer Behandlung am Zahnarztsessel auf oder im Wartebereich? Können Todesfälle in einer Zahnordination ausgeschlossen werden?

Die Literaturrecherche gab nur wenig und kaum aktuelle Auskunft über diese Fragestellungen und daraus entstand die Idee, eine retrospektive Erhebung in Wien zu starten.

Im Juni 2015 wurden Aussendungen mit einem Fragebogen an alle 964 niedergelassenen Wiener Zahnarztordinationen verschickt. Innerhalb der folgenden 3 Monate wurden 228 Fragebögen an die Diplomandin retour gesendet und ausgewertet. Die Rücklaufquote betrug 23,65 Prozent.

Ziel dieser Erhebung ist die Untersuchung der Art von medizinischen Notfällen und die aufgetretene Häufigkeit. Zusätzlich wurde erhoben, an welchem Ort sich der Notfall ereignete. Zur Auswahl stand der Behandlungsraum, das Wartezimmer, die Rezeption oder es wurde ein unbekannter Ort angegeben. Folgend wurde untersucht, ob für die angegebenen Notfälle die Rettung gerufen wurde. Die letzte Fragestellung in der Erhebung bezog sich auf aufgetretene Todesfälle in der zahnärztlichen Ordination.

Die Auswertungen ergaben, dass es bei den teilnehmenden Zahnärztinnen und Zahnärzten in den letzten 10 Jahren zu 3.117 allgemein-medizinischen Notfällen gekommen ist. Zu den fünf häufigsten Notfällen zählen die Synkopen bzw. Kreislaufkollaps (n= 1.826), Komplikationen durch Lokalanästhetika (n= 455), allergische Reaktionen (n= 254), Hyperventilationssyndrome (n= 126) und Krampfanfälle bzw. epileptische Anfälle (n= 93).

Angesichts dieser Ereignisse zeigt sich, dass Notfälle in zahnärztlichen Ordinationen im Verhältnis zu der Anzahl an Behandlungen eher selten auftreten. Die Ausprägung des Schweregrades kann sehr unterschiedlich ausfallen, da bei 4% aller Notfälle die Anwesenheit der Rettung erforderlich war.

Zusammenfassung (Englisch)

The topic of this paper is the following: How often do general medical emergencies occur at dental office? What kind of emergencies are these? Do these emergencies occur more frequently in the dentists chair or in the waiting room? Can deaths be ruled out at dental office?

Literature provides little information on this, and so came the idea to conduct a retrospective investigation in Vienna.

In June of 2015, questionnaires were sent to 964 dentists offices in Vienna. Within the following 3 months, 228 of these were sent back to the student performing the research. These were consequently evaluated. The rate of return was 23.65 percent.

The aim of this evaluation was to research the type of occurring medical emergencies and their prevalence. The location of occurrence was also researched and was limited to the surgery room, the waiting room, the reception area or another location. Another focus of research was whether the ambulance was called for the specified emergencies. The last item that was investigated had to do with deaths occurring at dental office.

Analysis showed that the pool of participating dentists reported 3117 general medical emergencies within the last 10 years. The five most common were syncope or circulatory collapse (n= 1826), complications following local anesthesia (n= 455), allergic reactions (n= 254), hyperventilation (n= 126) and cramping or epileptic fits (n= 93).

Results showed that in relation to the amount of treatments performed, medical emergencies rarely happen at dentists surgeries. The severity of emergencies is very different too, as 4% of all emergencies required an ambulance.