Titelaufnahme

Titel
Unilateral vs. bilateral third molar extraction under local anesthesia / eingereicht von Thomas Seier
Weitere Titel
Einseitige vs. beidseitige Weisheitszahnextraktion in Lokalanästhesie
Verfasser / VerfasserinSeier, Thomas
GutachterBrandtner, Christian
Erschienen2017
Umfang60 Blatt : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Weisheitszahnextraktion / Leitungsanästhesie / Lokalanästhesie / unilateral / bilateral / einseitig / beidseitig
Schlagwörter (EN)wisdom tooth extraction / third molar extraction / inferior alveolar nerve block / local anesthesia / unilateral / bilateral
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-9435 Persistent Identifier (URN)
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Unilateral vs. bilateral third molar extraction under local anesthesia [0.62 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund und Ziele:

Die Extraktion von Weisheitszähnen ist eine der häufigsten Operationen der oralen Chirurgie. Trotz der Häufigkeit des Eingriffes ist es umstritten, ob untere Weisheitszähne in Lokalanästhesie in einer oder in zwei getrennten Sitzungen entfernt werden sollen. Ziel dieser prospektiven kontrollierten

Studie ist der Vergleich von einseitiger vs. beidseitiger Weisheitszahnextraktion in Lokalanästhesie.

Materialien und Methoden:

Die Studie wurde an der Universitätsklinik für MKG-Chirurgie Salzburg durchgeführt. Den Patientinnen der Kontrollgruppe wurden die unteren Weisheitszähne (und ev. die oberen) in zwei getrennten Sitzungen unter unilateraler Leitungsanästhesie entfernt. Die PatientInnen der Studiengruppe

wurden einer beidseitigen Extraktion unter bilateraler Leitungsanästhesie unterzogen. Direkt und eine Woche postoperativ wurden die beiden Gruppen mit Hilfe von Fragebögen und Nachuntersuchungen verglichen. Untersucht wurden Schmerzbelastung, Probleme beim Atmen, Schlucken und Sprechen, die Operationsdauer, sowie die Dauer der Arbeitsunfähigkeit und Akzeptanz der Vorgehensweise.

Weiters wurde untersucht, ob klinische Komplikationen aufgetreten sind (Nervenschäden, etc.). Die statistische Auswertung erfolgte durch einen Gruppenvergleich mittels t-Test sowie Mann-Whitney-Test auf statistische Signifikanz (p < 0.05), sowie deskriptiver Statistik.

Resultate:

In der Studiengruppe zeigte sich eine signifikant erhöhte Rate an Schluck- und Sprechstörungen direkt nach Applikation der Lokalanästhesie im Vergleich zur Kontrolle. Es traten jedoch keine Atemprobleme auf und die Vorgehensweise wurde von den PatientInnen gut toleriert. Weiters zeigte sich in der Studiengruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe keine erhöhte Schmerzbelastung, jedoch eine verringerte Operationsdauer sowie eine signifikant geringere Krankenstandsdauer. In ca. 15% der Fälle wurde jedoch ein als bilaterale Extraktion geplanter Eingriff nach Behandlung der ersten Seite abgebrochen. Wichtige Gründe hierfür waren die Operationsdauer sowie die notwendige Dosis

an Lokalanästhetika.

Schlussfolgerungen:

Die bilaterale Weisheitszahnextraktion ist sicher, zeitsparend und wird von den PatientInnen gut toleriert. Trotz des Nachteils einer erhöhten Rate an Schluck- und Sprechstörungen durch die Lokalanästhesie sowie postoperativ eingeschränkter Nahrungsaufnahme kann sie den PatientInnen als Alternative mit verringerter Krankenstandsdauer nach kritischer Indikationsstellung angeboten

werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background and aims:

Third molar extraction is one of the most common procedures in oral surgery. Although frequently performed it is still up to debate whether wisdom teeth should be extracted unilaterally in two separate sessions or bilaterally in one session under bilateral mandibular nerve block. The aim of this study was to compare unilateral and bilateral third molar extraction under local anesthesia.

Materials and Methods:

This prospective controlled clinical trial was performed at the Department of Maxillofacial Surgery at the University Hospital Salzburg. Patients in the Control group had their upper and if present lower third molars removed under unilateral mandibular block in two separate sessions, whereas patients of the Study group were operated under bilateral mandibular nerve block in one appointment.

After the operation patients underwent questionnaires and a clinical control to obtain Information about patient discomfort (problems with breathing, swallowing, speech), potential nerve disturbances, patient preference for a unilateral or bilateral approach and pain level (using VAS). Furthermore, operating time and the number of days patients were unable to work were also

measured. The obtained data were analyzed by means of descriptive and analytical statistics (t-test, MW-test). For approval of statistical significance a level of significance of 5% (p<0.05) was used.

Results:

Patients in the Study group showed a significantly higher rate of problems with swallowing and speech after bilateral mandibular block. However, respiratory distress did not occur and the procedure got well accepted by patients. Pain level in the two groups did not differ significantly from each other, but patients in the Study group showed a significantly lower duration of sickness Absence and a shorter operation duration. In about 15% of patients in the Study group, the Operation had to be stopped after extraction of the first side. Main reasons were operation duration and the needed dose of local anesthetic.

Conclusion:

Bilateral wisdom tooth extraction is safe, time saving and is well accepted by patients. Drawbacks are a higher rate of problems with swallowing and speaking due to bilateral mandibular block and compromised food intake afterwards. It can definitely be offered to the patient as an alternative to bilateral extraction with a lower duration of sickness absence.