Titelaufnahme

Titel
Vergleich von zwei unterschiedlichen Sinuslift-Verfahren anhand eines Patientenfalls / eingereicht von Matthäus Breu
Verfasser / VerfasserinBreu, Matthäus
GutachterUlm, Christian
Erschienen2017
Umfang60 Blatt : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftDiplomarbeit, Medizinische Universität Wien, 2017
Datum der AbgabeMai 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Sinusbodenelevation / Knochenaufbau / Implantologie / Knochenersatzmaterial / Knochenatrophie / Fallbericht / Orale Chirurgie
Schlagwörter (EN)sinus floor elevation / bone augmentation / implantology / bone graft material / bone atrophy / case report / oral surgery
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-10356 Persistent Identifier (URN)
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Vergleich von zwei unterschiedlichen Sinuslift-Verfahren anhand eines Patientenfalls [35.08 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ein gängiges Problem der zahnmedizinischen Implantologie stellt die pathologische Knochenatrophie nach Zahnverlust dar. Im Oberkiefer wird diese durch die physiologisch zunehmende Ausdehnung der Kieferhöhle mit steigendem Alter verstärkt. Um die Verankerung von Implantaten in der posterioren Maxilla dennoch zu gewährleisten, eignet sich vor Implantation ein Knochenaufbau durch eine Sinusbodenaugmentation.

Anhand eines Patientenfalls soll das Vorgehen bei zwei verschiedenen Methoden der Sinusbodenaugmenation - dem lateralen und dem transcrestalen Sinuslift - beschrieben werden. Eine Übersicht über die aktuelle Fachliteratur soll die Entscheidung für die geeignete Methode erleichtern.

Zusammenfassend sollte bei einer vertikalen Restknochenhöhe des Alveolarkamms von mindestens 5mm und geplanter Versorgung einer Einzelzahnlücke der transcrestale Sinuslift bevorzugt werden. Auch die lokalen anatomischen Verhältnisse und die Erfahrung des Behandlers spielen als Entscheidungskriterium eine wichtige Rolle.

Der transcrestale Sinuslift ist mit geringerem Aufwand und weniger Komplikationen verbunden. Die Inzidenz einer Perforation, der häufigsten Komplikation beim Sinuslift, ist in der Literatur mit bis zu 25 Prozent im Vergleich zu 44 Prozent beim lateralen Zugang beschrieben. Durch die fehlende direkte Sicht bleibt jedoch ein Restrisiko für Augmentatverlust oder eine unbemerkte Perforation bestehen.

Ist nicht genügend Knochenangebot vorhanden oder liegen schwierige anatomische Verhältnisse vor, sollte daher der Behandler den lateralen Sinuslift bevorzugen.

Durch die Wahl sowohl des richtigen Zugangs als auch der geeigneten Knochenersatzmaterialien und Implantate kann die gewünschte direkte Verbindung zwischen Knochen und Implantat erzielt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Pathological bone atrophy following tooth loss is a prevalent problem in dental implantology. This issue is even more aggravated in the upper jaw because of physiological dilatation of the maxillary sinus with increasing age. Bone augmentation in terms of sinus floor elevation helps to ensure the stability of the implant in the posterior maxilla.

Two different methods of sinus floor elevation - the lateral and the transcrestal sinus floor elevation - will be described in this case report. Additionally a survey of recent literature shall help with the decision on the suitable method.

Summing up, the transcrestal sinus floor elevation should be favored in case of residual bone height of the alveolar ridge of more than 5mm and planned replacement of a single tooth. Also, the local anatomical conditions and the know-how of the treating dentist, plays a role in finding the right method for each patient.

The transcrestal sinus floor elevation has the advantages of less effort and less complications. The incidence for membrane perforation, the most common complication of sinus lift surgery, is described in recent studies as up to 25 percent compared to 44 percent with the lateral sinus floor elevation procedure. However, the lack of direct vision bares the risk of bone graft loss or missing to diagnose a membrane perforation.

Therefore, in case of insufficient bone height or difficult anatomical conditions, the lateral sinus floor elevation should be favored.

With the right decision on the approach as well as the suitable bone graft material and implant a predictable bone-implant-contact can be ensured.