Titelaufnahme

Titel
Das akute Frontzahntrauma - eine explorative, retrospektive Datenanalyse des Jahres 2015 an der Universitätszahnklinik Wien / eingereicht von Lisa Fuchsbrugger
Verfasser / VerfasserinFuchsbrugger, Lisa
Betreuer / BetreuerinBekes, Katrin ; Schneider, Steffen
Erschienen2017
Umfang63 Blatt : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftDiplomarbeit, Medizinische Universität Wien, 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Zahnmedizin / retrospektive Datenanalyse / Frontzahntrauma / Universitätszahnklinik Wien / unfallbedinge Zahnverletzung / Zahntrauma / dentoalveoläres Trauma / epidemiologische Daten
Schlagwörter (EN)dentistry / retrospective data analysis / traumatic dental inujurie / School of Dentistry Medical University Vienna / dental Trauma / epidemiology
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-9874 Persistent Identifier (URN)
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Das akute Frontzahntrauma - eine explorative, retrospektive Datenanalyse des Jahres 2015 an der Universitätszahnklinik Wien [1.27 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Es sollten epidemiologische Daten über die Häufigkeit und Art akuter Frontzahntraumen des Jahres 2015 an der Universitätszahnklinik Wien erfasst werden.

Hintergrund: Akute Frontzahntraumen sind häufig und stellen ein global verbreitetes Problem dar. Bis dato gibt es noch keine derartige Arbeit in Österreich.

Material & Methode: Wir haben retrospektiv alle Patienten, die zwischen dem 1.1.2015 und 31.12.2015 mit einem akuten Frontzahntrauma an die Universitätszahnklinik Wien gekommen sind, analysiert. Die Verletzungsarten wurden anhand der WHO Klassifikation modifiziert nach Andreasen et al. (2007) eingeteilt.

Ergebnisse: 267 Patienten stellten sich mit einem akuten Frontzahntrauma vor, dabei waren die meisten der zweiten Dentition (66,3%) angehörig. Die Patienten hatten ein Durchschnittsalter von 18 Jahren, mit einer Altersspanne von 9 Monaten und 85 Jahren, waren überwiegend männlich (58%), mit ansonsten weitgehend gesunden Zähnen. Im Schnitt wurden pro Patient 1,9 Zähne verletzt, am häufigsten waren die oberen mittleren Schneidezähne (63,3%) betroffen. Innerhalb der ersten Dentition war die Lockerung (21,8%) die häufigste Verletzungsart, während es in der zweiten Dentition die Kronenfraktur mit Schmelz-Dentin-Beteiligung (21,8%) war. Darüber hinaus hatten 42% der Patienten zusätzlich Begleitverletzungen am benachbarten Hart- und Weichgewebe. 60% der Patienten präsentierten sich innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Trauma.

Schlussfolgerung: Diese Arbeit stellt in Österreich die erste epidemiologische Studie über die Art und Häufigkeit akuter Frontzahntraumen dar. Unsere Ergebnisse entsprechen den bisher veröffentlichten internationalen Daten. Dennoch sind weitere Analysen über Unfallursachen, Therapie und Therapieergebnisse notwendig. Multizentrische Studien wären hilfreich, um repräsentativ für ganz Österreich Aussagen machen zu können. Darüber hinaus schlagen wir die Verwendung von standardisierten Klassifizierungssystemen und die Einführung prospektiver Datenbanken vor, um eine konsistente und vollständige Datenerfassung zu gewährleisten.

Zusammenfassung (Englisch)

Aim: To analyse the prevalence and distribution of traumatic dental injuries at the General Outpatient Clinic of the School of Dentistry at the Medical University of Vienna in 2015.

Background: Traumatic dental injuries are frequent and present a significant public health problem. Currently, no data are available regarding prevalence and distribution in Austria.

Materials & Methods: We retrospectively analyzed all patients that presented with traumatic dental injuries of the front teeth at the General Outpatient Clinic of the School of Dentistry at the Medical University of Vienna between 1.1. and 31.12.2015. Dental trauma was classified according to the modified WHO-classification by Andreasen et al. (2007).

Results: 267 patients presented with traumatic dental injuries of the front teeth, most frequently involving the secondary dentition (66,3%). Patients had a mean age of 18 years, ranging from 9 months to 85 years, predominantly male (58%), with otherwise mostly healthy dental status. Mean number of injured teeth were 1.9, mainly involving the central upper incisors (63,3%). The most common types of injury were loosening within the primary dentition (21,8%) and enamel-dentin fractures within the secondary dentition (21,8%). Furthermore, 42% of patients had additional injuries of the adjacent soft and hard tissues. 60% of patients presented within the first 24 hours after trauma.

Conclusion: This study presents the first epidemiological research for dental trauma in Austria. Our results are in accordance to previously published international data. Anyhow further analyses on causes of trauma, treatment management and outcome are needed. Moreover, multi-center analyses could help developing national references. Additionally, we propose the use of standardized classification systems and implementation of prospective databases to provide consistent and complete reporting.