Titelaufnahme

Titel
Prosthetic hand and arm replacement in upper limb amputees
Verfasser / VerfasserinSalminger, Stefan Amadeus
Betreuer / BetreuerinAszmann, Oskar
Erschienen2017
Umfang142 Blatt
HochschulschriftWien, Univ., Diss., 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeApril 2017
SpracheEnglisch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Amputation / Prothesen / Rekonstruktion / Obere Extremität
Schlagwörter (EN)amputation / prostheses / reconstruction / upper limb
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-10213 Persistent Identifier (URN)
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Prosthetic hand and arm replacement in upper limb amputees [10.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Amputation oder der Funktionsverlust der oberen Extremität stellt ein einschneidendes Erlebnis für betroffene Patienten dar. Der prothetische Arm- bzw. Handersatz hat aufgrund Verbesserungen der Steuerungsmöglichkeiten deutlich an Beachtung gewonnen. Die Prothesensteuerung konnte mittels kognitiver Nerventransfers im Stumpfbereich sowie neuen rehabilitativen Konzepten deutlich verbessert werden. Dadurch konnte auch die Indikation zum prothetischen Hand- bzw. Armersatz bei Patienten mit Funktionsverlust erweitert werden.

Die biotechnologische Schnittstelle konnte durch die Multiplizierung der verfügbaren Muskelsignale im Stumpfbereich verbessert werden. Dies wird mittels kognitiver Nerventransfers erreicht, welche die Information der amputierten Armnerven des Plexus brachialis im Bereich der Stumpfmuskulatur wieder verfügbar machen. Mit diesen Signalen wird eine intuitive und simultane Prothesensteuerung der verschiedenen artifiziellen Gelenke ermöglicht, ohne der Notwendigkeit, permanent zwischen den verschiedenen prothetischen Funktionen zu wechseln.

Das Ziel dieser Arbeit war es, die Ergebnisse der prothetischen Rekonstruktion im Bereich der oberen Extremität zu evaluieren und diese mit Patienten nach Handtransplantation zu vergleichen. Im Rahmen einer Multicenterstudie konnte erstmals ein direkter Vergleich von prothetischen und transplantierten Händen auf ähnlicher Amputationshöhe mittels objektiver Handfunktionstests durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Patientenpopulationen wodurch die Schlussfolgerung gezogen wurde, dass die Handtransplantation nur bei beidseitig Hand-Amputierten indiziert sein sollte, da bei diesen Patienten durch die zusätzliche Rekonstruktion einer Sensibilität der Greiforgane die Handtransplantation den Prothesen klar überlegen ist.

Weiters wird in dieser Arbeit das Konzept der bionischen Rekonstruktion vorgestellt. Dieser neue Therapieansatz ermöglicht die Rekonstruktion sinnvoller Handfunktion bei Patienten mit funktionsloser Hand bzw. Arm z.B. nach schwerwiegenden Verletzungen des Plexus brachialis. In diesen Patienten wird nach nervenchirurgischer Vorbereitung und intensivem neurophysiologischem Training eine elektive Amputation durchgeführt, um eine prothetische Rekonstruktion zu ermöglichen.

Die verschiedenen Therapieansätze dieser Arbeit sollen die Funktionalität und dadurch auch die Akzeptanz myoelektrischer Hand-/Armprothesen in den verschiedenen Patientenpopulationen verbessern.

Zusammenfassung (Englisch)

Amputation or loss of functional capacity of the upper extremity represents a decisive event for affected patients. The prosthetic hand and arm replacement gained attention as a therapeutic option due to refinements in prosthetic control mechanisms. The use of cognitive nerve transfers together with new concepts of prosthetic rehabilitation expanded the indication for prosthetic limb replacement.

The biotechnological interface is improved by increasing the number of available myosignals at the stump region. This is achieved using cognitive nerve transfers, thus, amplifying the information of the amputated nerves for hand and arm function to the residual muscles. With these, intuitive and simultaneous prosthetic control of the different artificial joints is made possible which leads to a more natural control of the replaced limb without the necessity to alter between the various prosthetic functions.

The goal of this thesis was to evaluate the results of prosthetic hand or limb replacement and compare these with the functional outcome after hand allograft. Within a multicenter study we could perform a unique direct comparison of prosthetic and transplanted hands at similar level of amputation with objective hand function outcome measures. The results of this study could not show any significant difference between both patient populations. Therefore we concluded that hand transplantation should only be indicated in bilateral hand loss as the possible reconstruction of sensory capacity outweighs the risks in these patients and the overall results can be far superior to prosthetic substitution.

Furthermore, the concept of bionic reconstruction is presented within this thesis. This new treatment modality enables reconstruction of meaningful hand function in patients with functionless hand or arm after e.g. severe damage of the brachial plexus. In these patients an elective amputation is performed after nerve-surgical preparation and intensive neurophysiological training in order to enable a prosthetic reconstruction.

The different therapeutic approaches of this thesis are intended to improve the functionality and thus also the acceptance of myoelectric hand and arm prostheses in the different patient populations.