Titelaufnahme

Titel
Cardiovascular monitoring is detrimental to the initiation of paediatric basic life support / submitted by Dr.med.univ. Elisabeth Hörner
Verfasser / VerfasserinHörner, Elisabeth
Betreuer / BetreuerinKimberger, Oliver
ErschienenWien, 11/10/2016
UmfangX, 100 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität, Dissertation, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
Datum der AbgabeOktober 2016
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Kreislaufstillstand / Wiederbelebung / Kinder / Monitoring / Qualität
Schlagwörter (EN)cardiac arrest / cardiopulmonary resuscitation / child / monitoring / quality
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-10221 Persistent Identifier (URN)
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Cardiovascular monitoring is detrimental to the initiation of paediatric basic life support [12.32 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund

Die sofortige Herzdruckmassage innerhalb der ersten Minuten nach einem Kreislaufstillstand ist entscheidend für das Überleben und den Erhalt der neurologischen Funktionsfähigkeit. Leider zeigt sich im innerklinischen Setting eine hohe Mortalität, die möglicherweise auf Fehleinschätzungen der Situation zurückzuführen ist. Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss von Monitoring auf die Wiederbelebung von Kindern zu evaluieren, mögliche Störfaktoren zu identifizieren und somit das Überleben reanimationsbedürftiger Kinder nachhaltig zu verbessern.

Methoden

60 Assistenzärzte, die regelmäßig in die Versorgung von kritisch kranken Kindern eingebunden sind, wurden zu einem von zwei klinisch identen, simulierten Szenarien randomisiert, eines mit und eines ohne angelegtem Monitoring. Die Zeit bis zur ersten Herzdruckmassage wurde als primärer Studien-Endpunkt definiert. Abweichungen von den aktuellen Guidelines sowie die subjektive Einschätzungen der Teilnehmer waren von sekundärem Interesse.

Resultate

In der Monitoring-Gruppe war die Zeit bis zur ersten Herzdruckmassage signifikant länger als in der Gruppe ohne Monitoring (9136 s vs. 7126 s, Hazard Ratio 0.26, 95 % CI 0.14 bis 0.49, p<0.001). Außerdem gab es ausschließlich in der Monitoring-Gruppe sechs Teilnehmer (20%), die 5 Minuten lang nicht mit der Herzdruckmassage begonnen haben. Das Einhalten der Guidelines war besser in der Gruppe ohne Monitoring. Vorheriges Training zeigte keinen relevanten Unterschied.

Conclusio

Der signifikante Unterschied in der Zeit bis zur ersten Herzdruckmassage zwischen monitierten und nicht-monitierten Kindern ist ein möglicher Hinweis dafür, dass vorhandenes Monitoring gemeinsam mit einer Fehleinschätzung der Situation den Beginn der Herzdruckmassage deutlich verzögern. Die hohe Mortalität von Kindern mit Herz-Kreislaufstillstand könnte durch gezieltes Training solcher Situationen verbessert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background

The immediate initiation and high quality of basic life support (BLS) are pivotal to improving patient outcome after cardiac arrest (CA). Although cardiorespiratory monitoring could shorten the time to recognise the onset of CA, little is known about how monitoring and the misinterpretation of monitor readings could impair the initiation of BLS. In this study, we assessed the speed of initiation and quality of BLS in simulated monitored and nonmonitored paediatric CA.

Methods

After providing written informed consent, 60 residents frequently involved in the care of critically ill children were randomly assigned to either the intervention (monitoring) or control (nonmonitoring) group. Participants of both groups performed BLS in one of two clinically identical, unwitnessed simulated cardiac arrest scenarios. While in one scenario cardiorespiratory monitoring was attached the other scenario reflected a non-monitored cardiac arrest. Time to first chest compression was chosen as the primary outcome parameter. Adherence to resuscitation guidelines and subjective performance ratings were secondary outcome variables.

Results

Participants in the monitoring group initiated chest compressions significantly later than those in the non-monitoring group (9136 s vs. 7126 s, Hazard Ratio 0.26, 95 % CI 0.14 to 0.49, p<0.001). Six members of the monitoring group did not initiate chest compressions within five minutes. Furthermore, adherence to guidelines was better in the non-monitoring group. Participants who were previously involved in BLS training did not show better performance.

Conclusion

The presence of cardiorespiratory monitoring significantly delayed or even prevented the initiation of chest compressions and impaired the quality of BLS in simulated paediatric CA. Based on these data, specific training should be conducted for exposed personnel.