Titelaufnahme

Titel
Das Rauchverhalten von 15- bis 17- Jährigen in Österreich. Ein Vergleich der Gesundheitsbefragung der Statistik Austria 2014 und der Health Behaviour in School-aged Children 2014 / eingereicht von Viktoria Knopp
Weitere Titel
The smoking behaviours of 15-17 year olds in Austria. A comparison of the Health Survey of Statistic Austria 2014 and Health Behaviour in School-aged Children Study 2014
Verfasser / VerfasserinKnopp, Viktoria
GutachterNeuberger, Manfred
Erschienen2017
Umfang63 Blatt : Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeJuli 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Rauchen / Jugendliche / Österreich / Zigarette
Schlagwörter (EN)smoking / Austria / youth
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-10659 Persistent Identifier (URN)
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Das Rauchverhalten von 15- bis 17- Jährigen in Österreich. Ein Vergleich der Gesundheitsbefragung der Statistik Austria 2014 und der Health Behaviour in School-aged Children 2014 [1.73 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Die Altersgrenze zum käuflichen Erwerb von Tabakwaren liegt österreichweit bei 16 Jahren. Mitte 2018 soll die Altersgrenze auf 18 Jahre angehoben werden. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde das Rauchverhalten der 15 17 Jährigen auf Basis von Daten der Gesundheitsbefragung 2014 der Statistik Austria und der Health Behaviour of School-aged Children Study 2014 analysiert. Von besonderem Interesse waren der Migrationshintergrund und geschlechtsspezifische Unterschiede, die bisher noch nicht im Detail analysiert worden waren.

Methoden: Verglichen wurden die Ergebnisse bzgl. des Rauchverhaltens der Gesundheitsbefragung der Statistik Austria (346 Personen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren) mit jenen der HBSC Studie, bei der 5.614 Schüler im Alter von 11, 13, 15, und 17 Jahren befragt wurden. 2.896 davon waren in der Gruppe der 15 - und 17 - Jährigen. Die statistische Signifikanz der Ergebnisse wurden mit Chi-Tests überprüft.

Ergebnisse: Die Prävalenz der Raucher (11,5 % tägliche + 8,1 % gelegentliche) beträgt laut der Befragung der Gesundheitsstatistik 19,6 %, laut der HBSC Studie (12,3 % täglich, 5,7 % wöchentlich und 8,5 % seltener als wöchentlich) 26,5 %. Nach Statistik Austria waren 15,5 % der Befragten mit beidseitigem Migrationshintergrund Raucher und ohne beidseitigem Migrationshintergrund rauchten 20,5 % (p=0,062). Bei der HBSC Studie rauchten 23,4 % der Teilnehmer mit Migrationshintergrund und 27,2 % ohne Migrationshintergrund (p=0,073). Bei der Gesundheitsbefragung gab es unter den Männern um 4,2 % mehr tägliche Raucher, um 5,5 % mehr gelegentliche Raucher und um 9,6 % weniger Nichtraucher als bei den Frauen (p<0,001). 14,1 % der gelegentlichen Raucher und 2,5 % der Nichtraucher zählten früher zu den täglichen Rauchern (p<0,001). Bei der HBSC Studie gab es keinen signifikanten geschlechterspezifischen Unterschied beim Raucherstatus der 15- und 17-Jährigen: unter den Männern waren 2,3 % mehr tägliche Raucher, unter den wöchentlichen 2 % weniger und unter den Nichtraucher um 0,3 % mehr als bei den Frauen.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der Gesundheitsbefragung der Statistik Austria und der HBSC-Studie zeigten Unterschiede der Raucherquote in Bezug auf das Geschlecht und den Migrationshintergrund. Bei beiden Studien zeigt sich, dass männliche Teilnehmer und jene ohne Migrationshintergrund häufiger rauchten. Die Geschlechtsunterschiede waren bei der kleineren, aber repräsentativeren Stichprobe der Statistik Austria auch signifikant, während sich die geringere Raucherquote von Jugendlichen mit Migranteneltern nur als Trend nachweisen ließ. Die im internationalen Vergleich hohe Raucherrate der Jugendlichen weist auf die Dringlichkeit verstärkter Tabakprävention hin.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction: The permission to legally purchase tobacco products in Austria is given at the age of 16. Mid 2018, the minimum age to purchase tobacco is planned to be raised to 18 years. In the context of this thesis, the smoking behaviours of 15 17 year olds was analyzed from the data of the Health Survey 2014 (Statistik Austria) and Health Behaviour of School-aged Children Study 2014. The migration background and gender specific differences, which have not been analyzed in detail, were of special interest.

Methods: The results relating to the smoking behaviour of the 2.896 persons aged 15 and 17 years of the HBSC-Survey were compared with results of the Health Survey of 346 persons aged 15 to 17 years by Statistic Austria. The statistical significance of the results was tested with Chi-tests.

Results: The prevalence of smokers (11.5 % daily and 8.1 % occasionally) is 19.6 % according to the Health Survey 2014 of Statistic Austria, according to the HBSC-survey (12.3 % daily, 5.7 % weekly and 8.5 % less than weekly smokers) 26.5 %. In the Health Survey 15,5 % of the surveyed people with an immigration background of both parents were smokers and without such immigration background 20,5 % smokers (p=0,062) were found. In the HBSC-survey 23,4 % of the participants with an immigration background were smokers and 27,2 % without immigration background were smoking (p=0,073). In the Health Survey there were 4,2 % more daily smokers among men, 5,5 % more occasional smokers and 9,6 % less non-smokers than women (p=0,001). According to the HBSC-survey there were no significant gender-specific differences in the smoking status of the 15 to 17- year olds: among men 2,3 % more daily smokers, 2 % less weekly smokers and 0,3 % more non-smokers than women. According to the Health Survey of Statistic Austria 14,1 % of occasional smokers and 2,5 % of the non-smokers were daily smokers in the past (p<0,001).

Conclusions: The results from the Health Survey and the HBSC-survey show differences in smoking patterns among young people by gender and migration background. In both studies male participants and young people without an immigration background were more frequently smokers. In the smaller, but more representative sample of Statistic Austria gender difference was significant, while both studies showed only a trend for lower smoking rates in adolescents with immigrated parents. Smoking rates were high in international comparison, which points to the urgency of increase in tobacco prevention.