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Bibliographic Metadata

Title
Korrekte Interpretation von Ergebnissen bei Screeningverfahren von ZahnmedizinerInnen und ZahnmedizinstudentInnen Bedingte Wahrscheinlichkeiten versus Natürliche Häufigkeiten / eingereicht von Matthias Neuhauser
AuthorNeuhauser, Matthias
Thesis advisorDunkler, Daniela
Published2017
Description89 Blatt : Illustrationen, Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Paralleltitel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionJune 2017
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Screeningtest / positiver Vorhersagewert / Interpretation / Errechnung / ZahnmedizinerInnen / ZahnmedizinstudentInnen / bedingte Wahrscheinlichkeiten / natürliche Häufigkeiten
Keywords (EN)screening test / positive predictive value / interpretation / calculation / dentists / dental students / probabilities / natural frequencies
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-10508 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
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Korrekte Interpretation von Ergebnissen bei Screeningverfahren von ZahnmedizinerInnen und ZahnmedizinstudentInnen Bedingte Wahrscheinlichkeiten versus Natürliche Häufigkeiten [6.6 mb]
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Abstract (German)

Hintergrund: Damit PatientInnen eine informierte und mündige Entscheidung hinsichtlich ihrer Teilnahme an einem bevölkerungsbezogenen Screening treffen können, müssen sie auch die Bedeutung eines positiven Testergebnisses verstehen. Auch in der Zahnmedizin gewinnen Screeningtests, beispielsweise zur Früherkennung des Mundhöhlenkarzinoms, zunehmend an Bedeutung. Im Sinne einer effektiven Risikokommunikation sollten auch ZahnärztInnen die Wahrscheinlichkeit, mit der eine durch ein Screening positiv getestete Person auch tatsächlich die Erkrankung hat, berechnen können. Das erfolgt mit dem positiven Vorhersagewert. Die dafür notwendigen Angaben werden häufig als bedingte Wahrscheinlichkeiten dargestellt. Die Verwendung von natürlichen Häufigkeiten soll zu Verbesserungen im stochastischen Denken führen und die Berechnung des positiven Vorhersagewertes erleichtern.

Methodik: Mit einer explorativen Fragebogenerhebung bei ZahnmedizinerInnen (n = 81) und ZahnmedizinstudentInnen (n = 150) wurde, mit Hilfe von zwei ausgewählten Fallbeispielen untersucht, ob die Verwendung von natürlichen Häufigkeiten eine mögliche Hilfestellung bei der Interpretation eines positiven Testergebnisses darstellen kann und die Errechnung des positiven Vorhersagewertes erleichtert wird.

Ergebnisse: Von den 231 Personen der Stichprobe erhielten 112 einen Fragebogen im Format der bedingten Wahrscheinlichkeiten (Gruppe A) und 119 einen Fragebogen im Format der natürlichen Häufigkeiten (Gruppe B). In der Gruppe A wurde das erste Fallbeispiel von 17,0 Prozent (n = 19) und in der Gruppe B von 42,0 Prozent (n = 50) korrekt beantwortet (p < 0,001). Das zweite Fallbeispiel wurde in der Gruppe A von 18,8 Prozent (n = 21) und in der Gruppe B von 34,5 Prozent (n = 41) richtig beantwortet (p = 0,008). In der Gruppe A konnten nur 8,0 Prozent (n = 9) und in der Gruppe B zumindest 28,6 Prozent (n = 34) beide Aufgaben richtig beantworten (p < 0,001). Es gab keinen signifikanten Unterschied im Antwortverhalten zwischen den ZahnmedizinerInnen und ZahnmedizinstudentInnen.

Schlussfolgerungen: Auch wenn die Mehrheit der StudienteilnehmerInnen Schwierigkeiten hatte, den positiven Vorhersagewert richtig zu berechnen, zeigte sich ein hoch signifikanter Unterschied im richtigen Antwortverhalten bei den natürlichen Häufigkeiten. Mit deren Hilfe wurde die Errechnung des positiven Vorhersagewertes verständlicher.

Abstract (English)

Background: In order for patients to make a fully informed decision regarding their participation in population-wide screening tests, they must comprehend the meaning as well as the implications of a positive screening test result. Screening tests used in dental medicine, for example for oral cancer screening, are increasingly relevant. In order to establish proper risk communication for each patient, dentists should be able to calculate a positive predictive value. The variables required for such estimation are often presented as probabilities or relative frequencies. The use of natural frequencies should improve stochastic reasoning and assist in establishing positive predictive values.

Methods: A standardized survey questionnaire was submitted to dentists (n = 81) and dental students (n = 150). The questionnaire consisted of two case studies. The aim of the study was to show, how the estimation of natural frequencies support the interpretation of a positive test result and the calculation of a positive predictive value.

Results: Of the 231 study participants, 112 persons were assigned to group A (representing probabilities) and 119 persons were assigned to group B (representing natural frequencies). The first case study example was correctly answered by 17.0 percent (n = 19) of subjects in group A and 42.0 percent (n = 50) of subjects in group B (p < 0.001). The second case study was correctly answered by 18.8 percent (n = 21) in group A and 34.5 percent (n = 41) in group B (p = 0.008). Only 8.0 percent (n = 9) of persons in group A and 28.6 percent (n = 34) of persons in group B correctly answered both case studies. There was no statistically difference in the response behavior between dentists and dental students.

Conclusion: Although the majority of study participants had difficulties in correctly calculating the positive predictive value of the two survey case studies, a significant difference could be observed in the correct response behavior concerning natural frequencies. Using natural frequencies helps to determine the positive predictive value.

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