Titelaufnahme

Titel
Rauchstopp im Rahmen der Parodontitistherapie / eingereicht von Anida Poljak Campara
Weitere Titel
Smoking cessation as a part of periodontitis therapy
Verfasser / VerfasserinPoljak Campara, Anida
GutachterRausch-Fan, Xiaohui ; Haririan, Hady
Erschienen2017
Umfang82 Blatt : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeAugust 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Rauchstopp / Parodontitis / Parodontitistherapie / Aufklärung / Rauchen / Fragebogen
Schlagwörter (EN)periodontal therapy / smoking / smoking cessation / periodontal diseases / questionnaire
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-10839 Persistent Identifier (URN)
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Rauchstopp im Rahmen der Parodontitistherapie [2.29 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung

Hintergrund

Parodontale Erkrankungen sind multifaktorielle Erkrankungen, die unbe-handelt zu einem Abbau des Zahnhalteapparates führen. Neben dem Alkoholkonsum ist Rauchen das häufigste Suchtverhalten in der modernen Gesellschaft. Eine Vielzahl von Studien haben das Zigarettenrauchen als Risikofaktor für die Entstehung sowie für das Fortschreiten von Schädigungen des parodontalen Ge-webes bestätigt. Das zahnmedizinische Team kann hier durch Aufklärung und Unterstützung eine wichtige Rolle spielen, um zur Reduktion der Risiken, die zu Parodontitis führen können, beizutragen.

Fragestellung

Gibt es eine positive Korrelation zwischen der Aufklärung über die negativen Auswirkungen des Rauchens auf das Parodont, welche im Zuge der Parodontitis-therapie stattfindet, und dem Rauchstopp?

Zielsetzung

Das Hauptziel dieser Studie ist die Analyse des möglichen Einflusses der Maßnahmen im Rahmen einer Parodontitistherapie und dem Beenden des Tabakkonsums bei einer Untersuchungsgruppe, die durch bzw. nach der Parodontitistherapie zwischen dem 01.01.2013 und dem 31.12.2014 (Patienten der </span><span class="searchterm">Universitätszahnklinik</span><span> Wien) mit dem Rauchen aufgehört haben. Das Nebenziel die-ser Studie ist die Analyse der Korrelationen zwischen dem Beenden des Tabak-konsums, dem Geschlecht, der Ausbildung, dem gesundheitlichen Status und die Ermittlung der Motivation für einen Rauchstopp.

Methodik

Die für die Studie benötigten Variablen wurden festgelegt und durch einen Variablennamen, einen Wert bzw. Wertbereich, sowie einen Typ definiert. Basie-rend auf den Variablen wurde ein Fragebogen mit hauptsächlich geschlossenen Fragen für die Untersuchungsgruppe erstellt. Die Untersuchungsgruppe wurde unter der Verwendung von Anamnesen der Patienten, die eine Reevaluation im Rahmen der Parodontitistherapie zwischen 01.01.2013 und 31.12.2014 auf der </span><span class="searchterm">Universitätszahnklinik</span><span> Wien hatten, ermittelt. Die Untersuchungsgruppe bestand ausschließlich aus Personen, die sich vor der Parodontitistherapie als Raucher deklariert hatten. Die Befragung wurde telefonisch durchgeführt. Patienten wur-den vorab schriftlich informiert, dass es zu einer Telefonanfrage seitens der Uni-versität kommen kann und in welchem Zeitraum und an welchen Tagen sie diese zu erwarten haben. Alle Patienten, die sich für eine Studienteilnahme interessierten, haben eine Einwilligungserklärung unterschrieben und an die </span><span class="searchterm">Universitätszahnklinik</span><span> Wien zurückgeschickt. Nach der abgeschlossenen telefonischen Be-fragung wurden die Daten vertraulich in einer verschlüsselten Excel-Datei zusammengefasst und anschließend wurden die Auswertungen anonym mit speziellen Statistikprogrammen wie Excel und R durchgeführt.

Ergebnisse

Die statistische Analyse der erhobenen Daten ergab, dass Raucher nach der Aufklärung im Rahmen der Prodontitistherapie signifikant weniger Zigaretten pro Tag konsumierten. Weitere Ergebnisse zeigen, dass der Anteil derjenigen, die beim ersten Versuch mit Rauchen aufgehört haben, in der Stichprobe 3,9% betrug. Unter denen, die in den letzten zwei Jahren gesundheitliche Probleme hatten, war der Anteil jener, die zu rauchen aufgehört haben, in der Stichprobe signifikant größer als unter denen, die in den letzten 2 Jahren keine gesundheitli-chen Probleme bei sich bemerkt haben.

Conclusio

Die Aufklärung über einen positiven Effekt des Rauchstopps im Rahmen der Parodontitistherapie trägt zu einem geänderten Raucherverhalten bei und unterstreicht deren Wichtigkeit in einem allgemeinmedizinischen gesellschaftlichen Kontext.</span>

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Background

Periodontal diseases are multifactorial diseases leading untreated to the de-struction of the tooth supporting tissues. Besides alcoholism, smoking is the most prevalent addiction in todays society. Numerous studies have confirmed smoking as a risk factor for the onset and progression of damage to periodontal tissues. The dental team can help reduce the risk for periodontitis through awareness raising and support.

Research question

Is there a positive correlation between learning about the negative effects of smoking on the periodontium in periodontitis therapy and quitting smoking?

Aims

The main aim of this study is to find a possible correlation between periodontitis therapy and smoking cessation. Data for this study comes from a test group of patients of the School of Dentistry of the Medical </span><span class="searchterm">University</span><span> of Vienna who stopped smoking between 01.01.2013 and 31.12.2014 after or because of attending periodontitis therapy. Another goal of this study is the correlation analysis between smoking stops and factors such as gender, education, general health condition and the identification of motivational factors for quitting.

Methodology

The variables needed for this study were determined and defined by a name, a value or range of values as well as a value type. Based on these variables, a questionnaire of mostly closed questions was used. The test group was created using the anamnesis of patients who had a reevaluation as part of a periodontitis therapy at the School of Dentistry of the Medical </span><span class="searchterm">University</span><span> of Vienna between 01.01.2013 and 31.12.2014. The test group exclusively consisted of persons who had declared themselves smokers before periodontitis therapy. The survey was conducted via phone and it had previously been announced when patients would be contacted. All patients interested in participating in this study signed a decla-ration of consent and returned it to the School of Dentistry of the Medical Uni-versity of Vienna. After the phone survey, the data were summarized in an encoded excel file and anonymously evaluated using specific statistics programs such as Excel and R.

Results

The statistical analysis of the data revealed that smokers consumed significantly fewer cigarettes per day after periodontitis therapy. Further results showed that the proportion of people in the test group whose first attempt to stop smoking had been successful is 3.9%. Among those who had experienced health problems in the last two years, the proportion of successful quitters in the test group was significantly higher than among those without health problems.

Conclusion

The information about positive effects of smoking cessation within periodontal treatment leads to a change in smoking behavior and underlines its importance in a general-medical and social context.</span>