Titelaufnahme

Titel
Pilotstudie zur Wirksamkeit der Kariesinfiltration während der kieferorthopädischen Behandlung mit festsitzenden Apparaturen / eingereicht von Fidaa Shikh Ali
Weitere Titel
Pilot study on the efficacy of caries infiltration during treatment with fixed orthodontic appliances
Verfasser / VerfasserinShikh Ali, Fidaa
GutachterMeyer-Lückel, Hendrik
Erschienen2017
Umfang54 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeSeptember 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)kieferorthopädische Behandlung / White-Spot Läsion / WSL / Kariesinfiltration
Schlagwörter (EN)orthodontic treament / White-Spot Lesion / WSL / caries infiltration
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11592 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Pilotstudie zur Wirksamkeit der Kariesinfiltration während der kieferorthopädischen Behandlung mit festsitzenden Apparaturen [2.41 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung Einleitung: Bei der kieferorthopädischen (KFO) Behandlung mit festsitzenden Elementen erhöht sich das Risiko der Entstehung von kariösen Läsionen aufgrund einer zusätzlichen Retentionsmöglichkeit für den Biofilm. Ein therapeutischer Ansatz für die Behandlung von nicht-kavitierter initialer Karies ist die Kariesinfiltration, mit der die sogenannten White-Spot Läsionen (WSL) gestoppt und zeitgleich maskiert werden kann. Das Ziel dieser monozentrischen, kontrollierten randomisierten Spilt-mouth-Studie war es im Rahmen einer Pilotstudie den Maskierungseffekt der Kariesinfiltration während der kieferorthopädischen Behandlung mit festsitzenden Apparaturen zu beurteilen.

Materialien und Methoden: Es wurden ohne die Brackets zu entfernen, jeweils neun WSL in der Testgruppe mit einem niedrig viskösen Kunststoff (ICON® Infiltrant; DMG, Hamburg) infiltriert bzw. in der Kontrollgruppe mit einem Fluoridlack (Tiefenfluorid®, Humanchemie, Alfeld/Leine) behandelt. Vor der Behandlung, einen sowie sieben Tage nach der Behandlung wurde der Maskierungseffekt der infiltrierten Läsionen sowie der Kontrollläsionen überprüft. Der Farbunterschied zwischen dem kariösen und gesunden Schmelz () wurde mit Hilfe der Software Photoshop CC 2017 (Adobe, USA) bestimmt. Zusätzlich wurden das ICDAS-Stadium und die Aktivität der WSL durch visuelle Inspektion und vorsichtiges Tasten mit der Sonde erfasst. Eine DIAGNOdent-Messung (D) erfolgte neben der visuellen Inspektion und der Fotoanalyse.

Ergebnisse: Vor der Behandlung konnte kein signifikanter Unterschied hinsichtlich zwischen der Test- und Kontrollgruppe beobachtet werden (p=0,761; ANCOVA). Einen (T0) bzw. 7 Tage (T1) nach der Behandlung konnten signifikant größere (entspricht einer stärkeren Maskierung)-Werte (p0,012; ANCOVA) und mittlere Verbesserungen der ICDAS-Grade (p 0,01; ANCOVA) für die Testgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe beobachtet werden. Demgegenüber konnte mit der DIAGNOdentmessung zu keinem Zeitpunkt (T0v, T0, T1) ein signifikanter Unterschied hinsichtlich D zwischen den beiden Grupen beobachtet werden (p0,153; ANCOVA).

Schlussfolgerung: Es konnte gezeigt werden, dass die Kariesinfiltration auch während einer Brackettbehandlung das Erscheinungsbild der WSL im Vergleich zur Fluoridierung positiv verändert. Im Rahmen der Hauptstudie soll nun gezeigt werden, dass dieser Effekt stabil bleibt und eine Kariesprogression während der weiteren kieferorthopädischen Behandlung durch frühzeitige Infiltration verhindert werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Introduction: Orthodontic treatment with fixed elements increases the risk of the occurrence of carious lesions due to an additional retention site for the biofilm. One therapeutic approach for the treatment of non-cavitated initial caries is caries infiltration, which could stop and mask the so-called white-spot lesions (WSL) at the same time. The aim of this monocentric, controlled randomized spilt-mouth pilot study was to evaluate the masking effect of caries infiltration during orthodontic treatment with fixed appliances.

Materials and methods: For this purpose, nine WSL each were either infiltrated without removing the brackets with a low-viscosity resin (test; ICON® infiltrant, DMG, Hamburg) or treated with a fluoride varnish (Tiefenfluorid®, Humanchemie, Alfeld/ Leine). The masking effect was examined one day and seven days after the treatment. The color difference between the carious and sound enamel () was determined with the help of the software Photoshop CC 2017 (Adobe, USA). In addition, the ICDAS stage and the activity of the WSL was assessed by visual inspection and gentle probing. DIAGNOdent measurement (D) was performed in addition to visual inspection and photo analysis.

Results: Before the treatment, no significant difference was observed concerning between the test and control group (p=0.761; ANCOVA). One (T0) and seven days (T1) after infiltration significantly higher values (i.e. improved masking) (p0.012; ANCOVA) and greater improvements in mean ICDAS grade (p0.01; ANCOVA) were observed for the test compared with the control group. No significant differences in D could be observed between the two groups at any point in time (T0v, T0, T1) (p0.153; ANCOVA).

Conclusion: It could be shown that in contrast to fluoridation, caries infiltration positively improved the appearance of WSL when applied during orthodontic treament. In the main study we aim to show, if this effect remains stable after longer retention times of the bracketts after infiltration.