Titelaufnahme

Titel
Frühergebnisse der prospektiv randomisierten Vergleichsstudie von navigierten zu konventionell implantierten Hüfttotalendoprothesen / eingereicht von Nikola Trnavsky
Verfasser / VerfasserinTrnavsky, Nikola
Begutachter / BegutachterinLass, Richard
Erschienen2011
Umfang57 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Med. Univ., Diss., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Hüfttotalendoprothese / Navigiert / Vergleichsstudie
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-10923 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Frühergebnisse der prospektiv randomisierten Vergleichsstudie von navigierten zu konventionell implantierten Hüfttotalendoprothesen [2.54 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der Studie: Im Rahmen dieser prospektiv, randomisierten Studie werden computerassistiert implantierte mit konventionell implantierten Hüfttotalendoprothesen verglichen. Es werden klinische und radiologische Ergebnisse, insbesondere die Implantationsgenauigkeit der Pfanne und die postoperativ auftretende Beinlänge erfasst und die Lebensqualität der Patienten evaluiert. Das Ziel dieser Studie ist es einen möglichen Vorteil der navigierten Hüftimplantation bezüglich Inklination, Anteversion und Pfannenfestigkeit zu beschreiben. Hierbei wird eine große Anzahl von Patienten systematisch untersucht und in bestimmten Abständen Röntgenbilder angefertigt, um die Position der Hüftpfanne und des Schaftes anhand der Bilder zu bestimmen. Diese Ergebnisse werden für den Qualitätsnachweis und eine wissenschaftliche Beurteilung gesammelt und ausgewertet. Material und Methode: Seit Februar 2009 wurden an der Universitätsklinik für Orthopädie 67 Hüfttotalendoprothesen mit der Alloclassic® Zweymüller® CSF Schraubpfanne und einem Alloclassic® SL* Schaft der Firma Zimmer Germany GmbH implantiert. Die 64 Patienten wurden online randomisiert und so in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe wurde mittels Navigation mit Navitrack® Sesamoid* (Firma ORTHOsoft Inc., Montreal, Canada), die andere Gruppe nach der konventionellen Operationsmethode operiert. Alle Patienten wurden zu einer klinischen und radiologischen Nachuntersuchung eingeladen. Die Studie wurde von der Ethikkommission Wien genehmigt.

Ergebnisse: Die Ergebnisse der ersten 64 Patienten zeigte eine sehr hohe Implantationsgenauigkeit, speziell für die Pfannen durch die computerassistierte Implantation mit einer signifikanten Reduktion der "Ausreißer", sowohl bei der Inklination, als auch bei der Anteversion und eine verbesserte Beinlängenkorrektur. In beiden Gruppen zeigte sich eine signifikante Verbesserung der klinischen Scores, nämlich des Harris Hip- und des WOMAC-Scores von prä- zu postoperativ, jedoch ohne wesentlichen Unterschied zwischen den Gruppen. Weiters zeigten sich keine Komplikationen, jedoch eine um durchschnittlich 25 Minuten verlängerte Operationszeit aufgrund der Navigation. Schlussfolgerung:

Die ersten Ergebnisse der Studie haben gezeigt, dass sich die navigierte Operationsmethode durch eine höhere Implantationsgenauigkeit auszeichnet, mit einer signifikant geringeren Anzahl der "Ausreißer" im Vergleich zur konventionellen Operation. All diesen medizinischen Vorteilen ist aber der wirtschaftliche Nachteil der längeren Operationszeit und der zusätzlichen Kosten gegenüberzustellen. Diese können jedoch durch die verlängerte Haltbarkeit der navigierten Endoprothesen durch die höhere Implantationsgenauigkeit und einer dadurch verbesserten sekundären Osteointegration relativiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Primary objective: As part of this prospective, randomized study, computer-assisted total hip replacement is compared with conventionally implanted total hip joint endoprosthesis. Clinical and radiological findings are recorded, in particular the implantation accuracy of the cup as well as the postoperative leg length.

Patientperceived quality of life is evaluated as well. The aim of this study is to describe a possible advantage of navigated hip implantation in regards to inclination, anteversion and cup fixation. In this study a large number of patients are evaluated systematically. X-rays are taken at regular intervals to determine the position of the acetabulum and the stem. These results are collected and evaluated for the evidence of quality as well as their scientific assessment. Materials and Methods:

Since February 2009, 67 total hip arthroplasties were implanted at the Department of Orthopedics, Medical University Vienna with the Alloclassic® Zweymüller® CSF screw cup and an Alloclassic® SL* stem by Zimmer Germany GmbH. The 64 patients were randomized online and thus divided into two groups. One group was operated using navigation with Navitrack® Sesamoid* CAS (by ORTHOsoft Inc., Montreal, Canada), while operations were performed in the conventional surgical method on the other group. All patients were invited to a clinical and radiological follow-up. The study was approved by the Ethics Committee of Vienna.

Results: The results of the first 64 patients showed a very high implantation accuracy, especially for the cup position by computer- assisted implantation with an increased leg length correction as well as significant reduction of the outliers, both in inclination and anteversion. Both groups showed significant improvement in clinical scores, i.e. the Harris hip and WOMAC scores pre- to post-operatively, but with no significant difference between the groups. Furthermore, no complications occurred, but operating time was prolonged by an average of 25 minutes due to the navigation method. Conclusion: The first results of the study have shown that the navigated surgical implantation method is characterized by a higher accuracy with a significantly lower number of outliers when compared to conventional surgery. All these medical benefits juxtapose the economic disadvantage of the longer surgery time and the additional costs. However, the latter can be mitigated by the extended durability of the navigated endoprosthesis, because of a higher implantation accuracy achieved by improved secondary osteointegration.