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Bibliographic Metadata

Title
Das Piriformissyndrom - Indikation zur Botoxverabreichung durch Testblockade mit Lokalanästhetica / Verfasserin Andrea Marek
AuthorMarek, Andrea
Thesis advisorPauly, Peter
Published2009
Description59 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2009
Date of SubmissionMay 2009
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Piriformissyndrom / Fallanalyse
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11051 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
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Das Piriformissyndrom - Indikation zur Botoxverabreichung durch Testblockade mit Lokalanästhetica [0.85 mb]
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Abstract (German)

Als Piriformissyndrom wird ein chronisches lumbosakral-gluteales oder ischialgiformes Schmerzproblem bezeichnet, das seine Ursache in einer Kompression neurovaskulärer Strukturen durch den Musculus piriformis hat.

Man unterscheidet eine primäre Form, bei der es sich um eine intrinsische Erkrankung des Muskels handelt, von einer sekundären Form, welche im Rahmen anderer Erkrankungen, namentlich des unteren Achsenskeletts, des Beckens oder der Beckeneingeweide, auftritt. Inwieweit die Topographie der Region die Entstehung des Piriformissyndroms begünstigt, ist bislang nicht hinreichend geklärt. Jedenfalls sind diverse anatomische Variationen des M. piriformis in seiner Beziehung zum N. ischiadicus bekannt.

Die Symptomatik mag unterschiedlich aussehen, je nachdem, welche Strukturen geschädigt sind. Die Diagnosestellung ist in erster Linie klinisch durch Vorfinden typischer Druckschmerzpunkte und positiver Provokationstests. Radiologische Untersuchungen, sowie elektroneurographische Untersuchungen können die Diagnose erhärten.

Das Piriformissyndrom macht etwa 8 % der unteren Rückenschmerzen aus und betrifft in der Schmerzambulanz der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg etwa 70 Patienten pro Jahr. Die Diagnostik und Therapie dieser interessanten Erkrankung stellte bislang leider ein therapeutisches Stiefkind dar.

Es war die Absicht dieser Arbeit, wegbereitend im meinem Spital ein therapeutisches, standardisiertes Regime für das Piriformissyndrom zu entwickeln. Vom Ergebnis sollte eine therapeutische Entscheidung abhängig gemacht werden können.

Aus einer Reihe von Veröffentlichungen geht hervor, dass Infiltrationen mit Lokalanästhetika, Corticoiden und Botulinumtoxin in den Muskel von therapeutischem Erfolg gekrönt sind. Das Ansprechen auf die einzelnen Substanzen und die Wirkdauer wird in der Literatur unterschiedlich beurteilt.

Anhand von 36 Fallanalysen sollte eine Aussage gemacht werden, inwieweit durch Testblockaden mit Lokalanästhesie und Triamcinolon in Kombination mit Dehnungsübungen die Indikation zur Botoxinfiltration gestellt werden kann. Der Beobachtungszeitraum der Fallanalyse erstreckte sich über 4 Monate.

Da genau die Hälfte der Patienten nach positiver Testblockade erfolgreich auf die Botulinumgabe reagierte, konnte die These weder bestätigt noch widerlegt werden.

Das Gesamtergebnis war im Vergleich mit vorliegenden, internationalen Untersuchungen überraschend, stellte sich doch heraus, dass Botulinumtoxin weniger effizient war als angenommen. Insgesamt stellt es jedoch ein wirksames, wenn auch teures Medikament in der Behandlung spastisch veränderter Muskeln dar, dessen Einsatz in der Schmerztherapie ich nicht mehr missen möchte.

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