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Bibliographic Metadata

Title
Firbomyalgie - (k)eine Frauenerkrankung / vorgelegt von: Rudolf Hanslik
AuthorHanslik, Rudolf
Thesis advisorLeutmezer, Fritz
Published2009
Description83 Blatt
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2009
Date of SubmissionMarch 2009
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Fibromyalgie / PubMed
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11092 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
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Firbomyalgie - (k)eine Frauenerkrankung [0.27 mb]
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Abstract (German)

Ziel dieser Arbeit war es die Verbindung von Gender und Fibromyalgie anhand der zur Verfügung stehenden Literatur zu untersuchen.

Dazu wurde in der Literatursuchmaschine „PubMed“ nach passenden englischsprachigen Artikeln recherchiert. Suchbegriffe waren: fibromyalgia, gender, pain und specific therapy.

Fibromyalgie ist ein chronisches muskuloskelettales Schmerzsyndrom, welches durch einen weit verbreiteten Schmerz und durch Druckschmerzhaftigkeit an zumindest 11 von 18 sogenannten Tender-Points charakterisiert ist.

Häufig berichten Patienten auch über Müdigkeit, Schlafstörungen, morgendliche Steifigkeit, Symptome eines Reizdarmsyndroms und psychische Belastungen.

Die Prävalenz der Fibromyalgie in westlichen Ländern beträgt ca. 2% und die überwiegende Mehrheit der Fibromyalgie-Patienten ist weiblich.

Die Ätiologie der Firbomyalgie ist nach wie vor unklar, wobei genetischen Ursachen und Umweltfaktoren eine wichtige Rolle zugeschrieben werden.

Auch die Pathogenese dieses Schmerzsyndroms wird nicht vollkommen verstanden.

Einigkeit unter den Forschern herrscht aber bezüglich der Ansicht, dass es bei der Fibromyalgie sowohl zu Veränderungen im peripheren neuromuskullären und nozizeptiven System, als auch in der Schmerzleitung und Schmerzverarbeitung auf spinaler und supraspinaler Ebene kommt.

Die Diagnostik der Fibromyalgie erfolgt klinisch mit Hilfe der palpatorischen Untersuchung der 18 Tender-Points, die vom American College of Rheumatology definiert worden sind.

Therapeutisch gibt es einige aussichtsreiche Ansätze, sowohl die medikamentöse, als auch die nicht medikamentöse Therapie betreffend, jedoch war bisher keine Behandlung bei allen Fibromyalgie-Patienten effektiv.

Aus der vorhandenen Literatur ergibt sich, dass es zwar gewisse Geschlechtsunterschiede bei der Fibromyalgie gibt, jedoch können noch keine Schlüsse bezüglich einer geschlechtsspezifischen Diagnostik oder Therapie gezogen werden.

Ein oftmals bestätigtest Ergebnis vieler Studien ist ein Unterschied der Schmerzschwelle zwischen Männern und Frauen, da bei Frauen niedrigere Druckwerte nötig sind um die Schmerzschwelle zu erreichen. Interessant ist, dass Frauen ein Defizit der zentralen schmerzhemmenden Mechanismen aufweisen und das weibliche Geschlecht ist in einer depressiven Bevölkerungsgruppe ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Fibromyalgie.

Daher lässt sich sagen, dass es weitere randomisierte klinische Studien braucht, um genderspezifische Diagnostik und Therapien zu entwickeln.

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