Titelaufnahme

Titel
Der Stellenwert extrakorporaler Stoßwellen in der Behandlung von schmerzhaften Erkankungen des Bewegungsapparates
Verfasser / VerfasserinBitzan, Peter
GutachterMaier, Markus
Erschienen2009
Umfang47 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2009
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeMärz 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)extrakorporale Stoßwellen / extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11113 Persistent Identifier (URN)
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Der Stellenwert extrakorporaler Stoßwellen in der Behandlung von schmerzhaften Erkankungen des Bewegungsapparates [0.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit den 1980er - Jahren werden extrakorporale Stoßwellen therapeutisch in der Medizin angewendet. Mit der Zertrümmerung von Nierenkonkrementen etablierte sich eine erfolgreiche und nicht invasive Behandlungsmethode, die schließlich auch auf andere Konkrementarten ausgeweitet wurde. Parallel dazu entwickelten sich Indikationen zur Anwendung der Stoßwelle bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Die ursprüngliche Idee der mechanischen Zertrümmerung von pathologischen Strukturen (Konkremente, Kalkdepots) trat bei diesen Indikationen in den Hintergrund, da man eine analgetische Wirkung der Wellen beobachtete - unabhängig vom Vorliegen und etwaigen Zerstören kalkhaltiger Substrate. Da die Wirkmechanismen lange nicht bekannt waren, blieb der Methode die breite Zustimmung versagt. Auf Grund sehr inhomogener Behandlungsschemata, unterschiedlicher Quantität und Qualität der verwendeten Stoßwellen und oftmals fehlender Kontrollgruppen waren aussagekräftige Studien rar. Lediglich die Pseudarthrosenbehandlung, bei der Stoßwellen zu nachweislich guten Ergebnissen und hohen Frakturheilungsraten führen, hat sich vermehrt durchgesetzt. Im letzten Jahrzehnt wurde intensiv Grundlagenforschung betrieben und eine Reihe molekularer Auswirkungen der Stoßwellenanwendung neu erfahren und tierexperimentell untermauert. Über eine gesteigerte Differenzierung mesenchymaler Stammzellen kann eine Neubildung von Blutgefäßen oder Knochensubstanz erzielt werden. Als Folge der verbesserten Durchblutung lassen sich damit auch Reparationsvorgänge an Strukturen des Bewegungsapparates sowie Wundheilung generell initiieren. Dies führte zu einer Erweiterung des Spektrums möglicher und bereits etablierter Indikationen für die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT). Mit genauerer Kenntnis der Wirkmechanismen gelang es auch, unterschiedliche technische Eigenschaften in der Erzeugung von Stoßwellen differenzierter einzusetzen und die Treffsicherheit zu erhöhen. Für einen Großteil der Indikationen konnte der Wirkungsnachweis in kontrollierten Studien mittlerweile erbracht werden. Zum jetzigen Zeitpunkt erscheint daher die Behandlung mit Stoßwellen als eine sichere, kostengünstige und verlässliche Option zur Therapie von Pseudarthrosen, Enthesiopathien und Wundheilungsstörungen. Das Tor zu einer noch ausgedehnteren Anwendung dieser Technik ist aufgestoßen, solide Grundlagenforschung und kontrollierte klinische Studien werden entscheiden, ob die extrakorporale Stoßwellentherapie sich über die traditionellen Einsatzgebiete hinaus weiter entwickeln kann.