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Bibliographic Metadata

Title
Intraartikuläre Morphintherapie bei Gonarthrose / vorgelegt von: Florian Mittermayer
AuthorMittermayer, Florian
Thesis advisorKrepler, Petra
Published2009
Description43 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2009
Date of SubmissionMarch 2009
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)bilaterale Gonarthrose / Schmerzreduktion
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11149 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
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Intraartikuläre Morphintherapie bei Gonarthrose [0.18 mb]
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Abstract (German)

Fragestellung:

Über die Schmerzreduktion von intrartikulär verabreichten Morphinen nach Operationen, gibt es ausreichende Evidenz in der neueren internationalen Literatur. Die Anwendung bei Arthrosepatienten, die optimale Dosis und auch der genaue Wirkmechanismus wird jedoch noch kontroversiel diskutiert. Auch ein direkter Vergleich mit der am häufigsten intraartikulär verwendeten Arthrosebehandlung, einer Mischung eines Lidocain Glucocorticoids fehlt.

Methodik:

Wir haben für unserer Studie ein in der Allgemeinpraxis einfach verschreibbares Morphin (Tramadol Hydrochlorid), zu dem es auch schon einige Arbeiten gibt, gewählt. Bei Zwanzig Patienten mit bilateraler Gonarthrose haben wir 100mg Tramadol Hydrochlorid (Tramal) und im Seitenvergleich in der selben Sitzung 5mg Lidocain mit 7,5mg Triamcinolon Acetonid (Volon A) appliziert.

Der Schmerz wurde mit dem VAS vor der Injektion und 1, 6, 24, 48 Stunden und 4,8,16,21 Tage nach der Infiltration gemessen.

Ergebnisse:

In unserer Arbeit zeigt sich eine durchschnittliche Schmerzreduktion bei der Applikation von 100mg Tramaldol intraartikulär von 11,5 mm und 12,0 mm bei der Lidocain/Cortison Mischung. In der ersten und in der zweiten Stunde zeigt sich ein besseres Abschneiden der Tramadol Seite mit einer stärkeren Verringerung der Schmerzen im Vergleich zur Lidocain/Cortison Mischung um 2 mm (0-4) und 2 mm (0-3,5). Dieses Ergebnis ist nicht signifikant. Interessant ist, dass sich die Schmerzreduktion noch 16 und auch noch 21 Tage nach der einmaligen Infiltration nachweisen lässt (3 mm gegenüber dem Ausgangswert).

Schlussfolgerung:

In vielen Fällen sind Arthrose Patienten multimorbid und chronische Schmerzpatienten.

Ein wichtiger Vorteil der peripheren Applikation von Opioiden liegt darin, dass der Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses und der Schmerzchronifizierung durch die Hemmung der zentralwärts gerichteten Weiterleitung von Schmerzimpulsen gehemmt werden kann.

Die lokale Anwendung ist einfach und kann die systemische Schmerztherapie bei diesen chronischen Schmerzpatienten reduzieren. Dadurch kann auch eine Reduktion der Nebenwirkungen und Komplikationen erreicht werden. Ein weiterer Vorteil der lokalen intraartikulären Morphin Therapie könnte die Reduktion der inflammatorischen Prozesse sein. Opioide würden damit alle Kriterien einer optimalen Therapie bei Arthrose darstellen.

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