Titelaufnahme

Titel
Die Identifikation von Patienten mit erhöhtem Risiko zur Entwicklung chronischer postoperativer Schmerzen / vorgelegt von Tobias Schreyer
Verfasser / VerfasserinSchreyer, Tobias
GutachterWilder-Smith, Oliver H.
Erschienen2011
Umfang74 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2011
Datum der AbgabeJanuar 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)postoperativer Akutschmerz
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11205 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die Identifikation von Patienten mit erhöhtem Risiko zur Entwicklung chronischer postoperativer Schmerzen [2.2 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Fragestellung

Wir untersuchten zwei Fragestellungen:

1) Ist postoperativer Akutschmerz im Aufwachraum dergestalt ungleich verteilt dass sich der grösste Anteil aller postoperativen Schmerzen auf eine kleine Gruppe von Patienten konzentriert? Eine solche Verteilung könnte als PARETO Verteilung charakterisiert werden.

2) Falls dies zutrifft: weist diese kleine Gruppe ein erhöhtes Risiko für Chronifizierung des postoperativen Schmerzes auf?

Methodik

Wir untersuchten konsekutiv 704 erwachsene Patienten nach elektiven Eingriffen. Die individuelle Schmerzlast im Aufwachraum wurde durch Summenbildung bestimmter NRS Werte ermittelt und deren Verteilung unter allen Patienten untersucht. Die 20% aller Patienten mit den stärksten postoperativen Schmerzen wurden identifiziert.

4 Monate später wurde mittels Fragebogen erhoben, ob weiterhin Schmerzen bestanden und in welchem Masse sie das täglich Leben beeinflussten. Ebenso kam der Fragebogen PainDetect© zur Anwendung.

Ergebnisse

1) Die 20% aller Patienten mit den stärksten individuellen Schmerzen erleiden 80% aller im Aufwachraum erhobenen Schmerzlast. Es liegt somit eine PARETO Verteilung vor. Der erste erhobene NRS Wert nach Erwachen hat hohen prädiktiven Wert bezüglich der Zugehörigkeit zu einer der beiden Gruppen.

2) Diese kleine Gruppe hat ein deutlich erhöhtes Risiko, chronische postoperative Schmerzen zu erleben. Die Inzidenzen von CPOP reichen hierbei von 20% bis 40%.

Schlussfolgerung

Im Aufwachraum ist eine kleine aber relevante Gruppe von Patienten zu identifizieren die ein unverhältnismässig hohes Mass an Schmerzen erlebt. Da diese Gruppe zu Beginn der Aufwachraum-Zeit identifizierbar ist und hier auch zugleich ein erhöhtes Risiko auf CPOP besteht, ist nun die Möglichkeit gegeben zukünftige Interventionen zielgerichteter auf Patienten mit besonderen Schmerzproblemen zu konzentrieren.