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Title
Schmerzverteilung im Aufwachraum des AKH Linz / vorgelegt von: Karin Imhof
AuthorImhof, Karin
Thesis advisorSchlager, Andreas
Published2011
Description66 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2011
Date of SubmissionApril 2011
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)perioperative Schmerztherapie
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11248 Persistent Identifier (URN)
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Schmerzverteilung im Aufwachraum des AKH Linz [1 mb]
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Abstract (German)

Fragestellung:

Da die Chronifizierung von Schmerzen postoperativ auch nach der neuesten Studienlage immer noch ein gravierendes Problem darstellt, sollte mit dieser Datenerhebung die aktuelle Qualität der perioperativen Schmerztherapie im Aufwachraum des AKH Linz untersucht werden. Weiters sollte evaluiert werden, ob eventuell ein Zusammenhang zwischen unterschiedlicher Narkoseführung (totale intravenöse Anästhesie versus balancierte Anästhesie, Verwendung von Remifentanil im Vergleich mit anderen Opioiden intraoperativ), demographischer Daten, wie Alter und Geschlecht und erhöhter postoperativer Schmerzintensität nachgewiesen werden kann.

Methodik:

In einem Protokoll (Anhang 2) wurden vom Pflegepersonal die NRS Scores aller Patienten nach Eingriffen in Allgemeinnarkose im Aufwachraum unmittelbar postoperativ bei Aufnahme, bis zu 60 Minuten nach Aufnahme im Aufwachraum dokumentiert. Dokumentiert wurden auch die Art der Narkose, die Menge an intraoperativ verabreichten Analgetika (Daten aus vorhandenem Narkoseprotokoll), sowie auch die Menge und der Zeitpunkt sämtlicher postoperativ verabreichten Medikamente mit Hauptaugenmerk auf die Analgetika. Dokumentiert wurden weiters Art des Eingriffes, Operationsdauer, Aufenthaltsdauer im Aufwachraum, sowie Alter und Geschlecht der Patienten.

Die Datensammlung und Auswertung erfolgte rein deskriptiv mit dem Programm Microsoft Excel. Die Auswertung der Daten erfolgte zunächst nach Geschlecht der Patienten. In weiterer Folge wurde nach Operationen sortiert und die Daten der Strumektomien und laparoskopischen Cholecystektomien getrennt ausgewertet. Aufgrund des in der Literatur angegebenen hohen Chronifizierungsrisikos nach mammachirurgischen Eingriffen und Hernienoperationen wurden auch diese Daten einzeln ausgewertet. In weiterer Folge wurden noch die gynäkologischen Eingriffe (mit besonderem Augenmerk auf Laparoskopien) und die Daten bezogen auf das Alter der Patienten ausgewertet.

Ergebnisse:

Insgesamt wurden die Daten von 700 Patienten (407 weibliche/293 männliche) erhoben. 89,7 % der befragten Patienten gaben nach 60 Minuten nach Eintreffen im Aufwachraum (AWR) keinen bis mäßigen Schmerz an (NRS 0-3), 8,45 % einen mittelstarken Schmerz (NRS 4-5) und nur 1,8 % der Patienten sehr starke Schmerzen (bis NRS 9). Die maximale Schmerzstärke von NRS 10 wurde nur von einem Patienten erreicht. Die höchsten Schmerzintensitäten wurden 10 Minuten nach Aufnahme im AWR gemessen 16% der Patienten gaben dabei eine Schmerzstärke über NRS 4 an. 96% der Patienten (522 von 544 gesamt) gaben 60 Minuten nach der Aufnahme im AWR eine maximale Schmerzstärke NRS