Titelaufnahme

Titel
Pharmakogenetik - Auswirkungen auf die medikamentöse Schmerztherapie / vorgelegt von: Olga Schiffer
Verfasser / VerfasserinSchiffer, Olga
GutachterBeubler, Eckhard
Erschienen2011
UmfangI, 51 Blatt : Illustrationen
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2011
Datum der AbgabeApril 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Pharmakotherapie
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11269 Persistent Identifier (URN)
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Pharmakogenetik - Auswirkungen auf die medikamentöse Schmerztherapie [0.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Schmerz ist ein Symptom das trotz seiner Warnungsfunktion eine äußerst unangenehme Erscheinung ist. Der Schmerz ist schon immer auf unterschiedliche Art und Weise bekämpft worden ist. Der ichtigste Punkt in der Therapie des Schmerzes stellt die harmakotherapie dar.

Für Jahrhunderte wurden Substanzen angewendet und neu entwickelt, um eine Linderung bei Schmerzen zu bringen. Dosierungsregime wurden empirisch erstellt mit der Beobachtung, dass es gravierende Unterschiede im Schmerzmittelbedarf zwischen den Patienten gibt.

Diese Unterschiede konnten bislang nicht ausreichend erklärt werden.

Mit dem Fortschritt der Medizinwissenschaften wurden sukzessiv genetische Hintergründe vieler Krankheiten und biochemischen Prozesse recherchiert. Die Wissenschaftler sind zu der Erkenntnis gekommen, dass mit der der Entstehung des Lebens in der DNA Helise kodiert ist, wie der Mensch auf gewisse Medikamente reagiert. Die Pharmakogenetik vereint Elemente aus der Pharmakologie, Genetik und Medizin und versucht die intermenschliche Unterschiede in der Medikamentenwirkung zu erklären. Da die medikamenteninduzierte Nebenwirkungen und Komplikationen eine große Belastung sowohl für den Patienten als auch für den medizinischen Personal und Kostenträger sind, wird es versucht die Pharmakotherapie so sicher wie möglich zu gestalten. Genkandidaten werden postuliert und untersucht mit dem Ziel in der Zukunft anhand der Genanalyse optimale Therapie vorschlagen zu können. In den letzten Jahren wurden im Bereich der Schmerzpharmakotherapie viele Gene untersucht, vor allem die, die Zielstrukturen für Medikamente wie Opioidrezeptoren als auch Transportproteine und abbauende Enzyme kodieren. Zu den am besten untersuchten Genen soweit gehören: OPRM1, COMT, ABCB1, GCH1 und die Gene des CYP Komplexes. Die Studien wurden in meisten Fällen nur in kleinen Patienten-/Probandengruppen durchgeführt Für fundierte Aussagen sind weitere multizentrische Studien unabdingbar.

Es konnte jedoch ein Zusammenhang zwischen gewissen Polymorphismen und Therapieergebnissen und Komplikationen festgestellt werden fehlende Codein Wirkung in Poor Metabolisers CYP2D6 und mögliche Morphin Intoxikationen nach Codein in Ultrarapid Metabolisers CYP2D6. Es sind pharmakogenetischen Tests für Zytochrom P 450 bereits verfügbar und angewendet. Basierend auf seltenen genetischen Syndromen wie HSAN(Hereditary Sensory and Autonomic Neuropathy) wird es versucht neue Schmerzmittel zu entwickeln. Die Pharmakogenetik gewinnt mehr und mehr an Bedeutung und in den nächsten Jahren sind sicherlich neue Therapiekonzepte zu erwarten.