Titelaufnahme

Titel
Retrospektive Analyse zur Wirksamkeit einer lumbalen Grenzstrangneurolyse bei Patienten mit neuropathischen Schmerzen im Bereich der unteren Extremität
Verfasser / VerfasserinSikinger, Natascha
GutachterBenrath, Justus
Erschienen2011
Umfang83 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2011
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeMärz 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)chronisch neuropathische Schmerzen
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11283 Persistent Identifier (URN)
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Retrospektive Analyse zur Wirksamkeit einer lumbalen Grenzstrangneurolyse bei Patienten mit neuropathischen Schmerzen im Bereich der unteren Extremität [1.92 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, anhand einer retrospektiven Datenanalyse die Wirksamkeit einer lumbalen Sympathikusblockade bei Patienten mit chronisch neuropathischen Schmerzen im Bereich der unteren Extremität auszuwerten, die im Zeitraum von Mai 2007 bis Juni 2010 am Schmerzzentrum der Klinik für Anästhesie, Universitätsmedizin Mannheim, behandelt wurden.

Eine wesentliche Komponente in der Pathogenese chronischer neuropathischer Schmerzsyndrome ist die Kopplung des sympathischen Nervensystems mit afferenten Nerven. Aus diesem Grund können unterschiedliche neuropathische Schmerzsyndrome zum Teil gut durch eine Unterbrechung der sympathischen Innervation zur symptomatischen Extremität behandelt werden. In Abhängigkeit von der schmerzlindernden Wirkung einer Sympathikusblockade unterscheidet man demnach zwischen sympathisch unterhaltenden (SMP) und sympathisch unabhängigen Schmerzen (SIP), deren Ausprägung bei den verschiedenen Schmerzerkrankungen trotz gleicher klinischer Symptomatik variabel ist. In der vorliegenden Arbeit konnte gezeigt werden, dass eine lumbale Sympathikolyse auch bei unterschiedlichen zugrundeliegenden Mechanismen des neuropathischen Schmerzes zu einer signifikanten und dauerhaften Reduktion der Schmerzintensität führt. Weiterhin kam es zu einem deutlichen Rückgang positiv und negativ sensorischer Symptome, in erster Linie zu einer Reduktion der Hyperalgesie und der Allodynie, die in der klinischen Praxis zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der Patienten führen kann. Die Durchführung der CT-gesteuerten lumbalen Sympathikolyse war mit wenigen minderschweren Komplikationen behaftet und führte zu einer sicheren Destruktion der gewünschten Zielstrukturen. Durch die Intervention wurde sowohl die Anzahl der Patienten, die Opioide einnehmen mussten, als auch der durchschnittliche Opiat- und NSAR-Bedarf deutlich verringert. Zusammenfassend konnte in der vorliegenden retrospektiven Analyse ein insgesamt positiver Effekt für die lumbale Sympathektomie bei Patienten mit unterschiedlichen neuropathischen Schmerzerkrankungen festgestellt werden. Diese Ergebnisse rechtfertigen aus unserer Sicht die weitere Überprüfung der Wirksamkeit dieses Verfahrens in prospektiven, randomisierten Studien.