Titelaufnahme

Titel
Status Quo der medikamentösen Versorgung von SchmerzpatientInnen in Österreich - die Erstattung von Arzneimitteln am Beispiel Analgetika
Verfasser / VerfasserinZikulnig, Barbara
GutachterZebedin-Brandl, Eva-Maria
Erschienen2011
Umfang53 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2011
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeApril 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Analgetikaverordnungen
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11301 Persistent Identifier (URN)
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Status Quo der medikamentösen Versorgung von SchmerzpatientInnen in Österreich - die Erstattung von Arzneimitteln am Beispiel Analgetika [0.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

„Divinum est sedare dolorum“ (Leitspruch des Royal College of Anesthesia) „Es ist göttlich, den Schmerz zu lindern“, dieser Ausspruch des Galenus von Pergamon (129-199), Arzt mehrerer römischer Kaiser, hat auch heute noch wesentliche Relevanz in der Medizin. Umso mehr, als dass die Inzidenz von chronischen Schmerzen in Österreich ca. 21% beträgt (Breivik et al., Eur J Pain 2006) und einen großen Teil der Ressourcen im medizinischen Bereich ausmacht.

Der Einsatz von Medikamenten ist ein wichtiger Bestandteil der modernen, multimodalen und interdisziplinären Schmerztherapie und lässt sich gut durch Verordnungszahlen der österreichischen Sozialversicherung abbilden. Nach allgemein gültigen Kriterien der WHO kann die medikamentöse Schmerztherapie in 3 Stufen eingeteilt werden: beginnend mit Nicht-Opioiden (1. Stufe), bei Nichtauslangen Kombination mit schwachen Opioiden (2. Stufe) bzw. starken Opioiden (3. Stufe). Die sogenannten Co-Analgetika, wie Antidepressiva und Antikonvulsiva, deren Einsatz vor allem in der Behandlung des neuropathischen Schmerzes einen großen Stellenwert haben, werden in dieser Arbeit nur am Rande berücksichtigt. Folgend der gesetzlichen Grundlage des ASVG sind in Österreich 98% der Bevölkerung gesetzlich sozialversichert, basierend auf der gesetzlichen Grundlage des ASVG. Demnach hat jeder Versicherte ein Recht auf Krankenbehandlung, deren Leistungen als Sachleistungen erbracht werden, wobei nach § 133 Abs. 2 ASVG die Krankenbehandlung ausreichend und zweckmäßig sein muss, jedoch das Maß des Notwendigen nicht überschreiten darf. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist Herausgeber des Erstattungskodex, in dem nach §31 Abs. 3 Z 12 ASVG jene Arzneispezialitäten angeführt sind, die nach den Erfahrungen im In- und Ausland und nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft eine therapeutische Wirkung und einen Nutzen für Patienten und Patientinnen im Sinne der Ziele der Krankenbehandlung (§ 133 Abs. 2) annehmen lassen. Ziel dieser Arbeit ist es die Analgetikaverordnungen in den letzten Jahren zu beschreiben und Veränderungen im Verordnungsverhalten anhand von Daten der österreichischen Sozialversicherung aufzudecken. In der Folge wird diskutiert, welche Faktoren das Verschreibungsverhalten beeinflusst haben könnten und ob eine Guideline konforme Verwendung aus den Verordnungszahlen ableitbar ist.