Titelaufnahme

Titel
Pilotstudie über Prädiktoren für das Behandlungsergebnis mit Capsaicin 8% Pflaster
Verfasser / VerfasserinKloimstein, Herwig
GutachterGustorff, Burkhard
Erschienen2011
Umfang35 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2011
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeApril 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Capsaicin-Pflaster
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11319 Persistent Identifier (URN)
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Pilotstudie über Prädiktoren für das Behandlungsergebnis mit Capsaicin 8% Pflaster [0.5 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der Schmerztherapie chronisch neuropathischer Schmerzen stellt die zielgerichtete Therapie ein wünschenswertes, in der aktuellen Forschung omnipräsentes Ziel dar. Um wirkungslose Therapieversuche zu reduzieren, sei es einerseits aus ethischen Gründen, andererseits aus einer ökonomischen Motivation, wird darauf abgezielt, den Erfolg therapeutischer Optionen im Vorfeld abzuschätzen. So auch bei der kutanen Anwendung von hochkonzentriertem Capsaicin, das in Form eines 8%igen Pflasters seit 2010 am Markt ist. Weiters dominiert in der Therapie chronisch neuropathischer Schmerzen aktuell eine Klassifikation der Schmerzen nach deren Ätiologie. Dies führt dazu, dass anhand dieses Klassifikationsmodus ätiologiebasierte Therapieschemata entwickelt wurden. Doch ist dies der richtige Weg?

Basierend auf diesen Überlegungen stellt sich die Frage, ob es Prädiktoren für das Behandlungsergebnis mit dem hochkonzentrierten Capsaicin-Pflaster gibt. Ziel der vorliegenden Pilotstudie (n=31 neuropathische Schmerzpatienten) ist es, mit Hilfe von Quantitativ Sensorischer Testung folgende Hypothese zu falsifizieren:

Vor der kutanen Applikation von Capsaicin unterscheiden sich Capsaicin-Responder im Bereich der Wärmeempfindungsschwelle (WES) und Hitzeschmerzschwelle (HSS) gemessen in der quantitativ sensorischen Testung (QST) von Non-Respondern.

Sowohl die WES als auch die HSS sind bei Capsaicin-Respondern niedriger als bei Non-Respondern.

Die durchgeführte Pilotstudie ergibt, dass die WES der Responder bei Baseline 41,5 C, die WES der Non-Responder bei Baseline 42,2 C beträgt. Die HSS der Responder beträgt bei Baseline 45,6 C, die HSS der Non-Responder beträgt bei Baseline 46,1 C. Diese Ergebnisse sind statistisch nach dem Wilcoxon Signed Rank Sum Test nicht signifikant.

Daraus resultiert, dass sowohl die WES als auch die HSS nicht als Prädiktoren herangezogen werden können: Die formulierte Hypothese kann nicht bestätigt werden.