Titelaufnahme

Titel
Der Hausarzt im schmerztherapeutischen Herausforderungsfeld zwischen Patient und spezialisierten Einrichtungen
Verfasser / VerfasserinAmin, Ala H.
GutachterKloimstein, Herwig
Erschienen2013
Umfang67 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2013
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Hausarzt / Patientenanalyse / Schmerz
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11333 Persistent Identifier (URN)
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Der Hausarzt im schmerztherapeutischen Herausforderungsfeld zwischen Patient und spezialisierten Einrichtungen [0.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Hausarzt selber ist ein Diagnostiker, Therapeut und eine Drehscheibe, damit der Schmerzpatient eine zufriedenstellende Begleitung/Behandlung im Umgang mit seinen Schmerzen erhält. Er ist auch als schmerztherapeutische Filter anzusehen sowie als Schmerzmanager und Koordinator.

Fragen:

Welche Erwartungen haben Schmerzpatienten vom Hausarzt?

Welche Rolle spielt der Hausarzt in der Schmerztherapie?

Inwieweit kann der Hausarzt chronische Schmerzen lindern?

Welche Bedeutung kommt dem Hausarzt als Koordinator bzw. Begleiter zwischen Patient und Krankenhaus zu?

Zur Beantwortung dieser Fragen habe ich in meiner Ordination eine Patientenanalyse durchgeführt. Meine Praxis für Allgemeinmedizin befindet sich in einer ländlichen Gemeinde in Oberösterreich mit ca 4.000 Einwohnern, nahe der Landeshauptstadt. Im Ort sind zwei Allgemeinmediziner mit Kassenverträgen sowie ein Wahlarzt tätig. Der Schwerpunkt meiner Ordination, die ich im Jahre 2003 übernommen habe, liegt unter anderem in der Schmerztherapie. Von den rund 2.000 Patienten jährlich leiden ca 20 % an Schmerzen, wobei der Großteil an Rückenschmerzen, HWS-Schmerzen, BWS-Schmerzen, Schulterschmerzen, Kopfschmerzen, Knieschmerzen sowie Schmerzen im Fersenbereich leidet. Schmerzen können auch Schlafstörungen, Depressionen, Panikattacken zur Folge haben. Zu berücksichtigen ist, dass Schmerzmittel und Physiotherapie lediglich den Schmerz dämpfen, jedoch nicht die Ursachen der Schmerzen behandeln und auch nicht die Schmerzursache beseitigen. Erwähnenswert ist weiters, dass Medikamente nicht nur Wirkung, sondern auch Nebenwirkungen mit sich bringen.

Meine weiteren Therapiemöglichkeiten in der Ordination sind vor allem zweiwöchige Infusionstherapie mit nicht steroidialem Antirheumatika NSAR und Vitamin B, Infiltrationstherapie des Rücken, Neuraltherapie, Mesotherapie, Lokalanästhesie sowie Physiotherapie (vor allem Stromtherapie, Ultraschall, Mikrowelle, Vier-Zellen-Bad, Iontophorese). Weiters wird in meiner Ordination Labordiagnostik (BSG, Blutbild sowie Entzündungsparameter) durchgeführt. Aufgrund des Patientengespräches über die Therapiemöglichkeiten, die bei mir durchgeführt werden, wird ein Therapieplan festgelegt. Ständiger Patientenkontakt wird positiv aufgenommen. Bei nicht erfolgreicher Therapie werden die Patienten, die an akuten oder chronischen Schmerzen leiden, an Krankenhäuser oder spezialisierte Einrichtungen wegen weiterer Therapiemöglichkeiten überwiesen. Wichtig erscheint mir ebenso die Funktion als Drehscheibe. Dies ist nur dann möglich, wenn Befunde von den Krankenhäusern und spezialisierten Einrichtungen dem Hausarzt übermittelt werden, damit eine weitere Begleitung bzw. Behandlung der Schmerzpatienten erfolgen kann.