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Bibliographic Metadata

Title
Cervikale Rückenmarkstimulation : Methode, Indikationen, eigene Ergebnisse / vorgelegt von: Rupert Reichart
AuthorReichart, Rupert
Thesis advisorKloimstein, Herwig
Published2013
Description65 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2013
Date of SubmissionMay 2013
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Rückenmarkstimulation
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11388 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
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Cervikale Rückenmarkstimulation [1.22 mb]
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Abstract (German)

Die Rückenmarkstimulation ist seit vielen Jahren eine etablierte, invasive Methode der Schmerztherapie und kann in bestimmten Körperbereichen auch zur Verbesserung der Durchblutung dienen. Inzwischen besteht eine interdisziplinäre Leitlinie zur epiduralen Rückenmarkstimulation, bei der es für verschiedene Erkrankungen klare Empfehlungen und Anwendungen dieses Verfahrens gibt. So zum Beispiel für das komplex-regionale Schmerzsyndroms, therapierefraktäre Angina pectoris sowie die periphere arterielle Verschlusserkrankung. Formell ist daher die klinische Aufarbeitung des Therapieverfahrens durch Leitlinien und wissenschaftlicher Literatur sehr gut.

Üblicherweise wird bei einer Rückenmarkstimulation von einer thorakalen oder thorakolumbalen Platzierung der Stimulationssonde ausgegangen. Eine Besonderheit bietet die cervikale Stimulation. Sichere Literaturstellen gibt es dazu aber sehr wenige. Meist bilden die Patienten, die eine cervikale Stimulation erhalten hatten, eine Untergruppe, der mit einer thorakolumbalen Stimulation behandelten Patienten, so dass sich, bezüglich dieser speziellen Therapieform keine sicheren Aussagen entwickeln lassen.

Wir stellen im Folgenden unser Patientenkollektiv, das bisher größte veröffentlichte, von 30 Patienten vor, die prospektiv eine cervikale Rückenmarkstimulation erhalten hatten. Die Wirkungsweise und Implantationstechniken der Stimulation werden diskutiert und in Zusammenhang mit den bisher veröffentlichten Arbeiten gestellt.

Zwischen 2006 und 2011 wurden in der Neurochirurgischen Klinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena 36 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 56 Jahren für eine cervikale Rückenmarkstimulation evaluiert. Nach entsprechender Testphase, wurde bei 30 Patienten eine Rückenmarkstimulation cervikal implantiert. Die durchschnittliche Schmerzstärke auf der VAS-Skala nach 2 Jahren sank von 8,4 auf 4,6. Eine deutliche Verbesserung der psychischen Verfasstheit konnte dokumentiert werden, ebenso eine Reduktion des Opiatverbrauchs. Eine Komplikationsrate von 33% blieb im durchschnittlichen Bereich.

Im Vergleich zur thorakolumbalen Rückenmarkstimulation, erscheint die cervikale Rückenmarkstimulation technisch schwieriger, zeigt aber im vorliegenden Patientenkollektiv keine schlechteren Ergebnisse als die thorakolumbale Implantation und kann genauso in eine schmerztherapeutische Erwägung mit einbezogen werden.

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