Go to page
 

Bibliographic Metadata

Title
Äquivalenzdosierung in der Opioidtherapie : eine systematische Literaturrecherche der Äquivalenzdsierungen sowie wichtiger Einflussfaktoren auf die Äquivalenzdsierungen in der Opioidtherapie / vorgelegt durch: Daniel Büche
AuthorBüche, Daniel
Thesis advisorEychmüller, Steffen
Published2013
Description74 Seiten
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2013
Date of SubmissionMay 2013
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Äquivalenzdosierung / Opioide
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11390 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Äquivalenzdosierung in der Opioidtherapie [0.69 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Ziel dieser Masterthesis ist es die evidenzbasierten Äquivalenzdosierungen für die in der Schmerztherapie gebräuchlichsten Opioide zu eruieren. Die Arbeit soll darlegen 1. auf welcher Evidenz die Umrechnungsfaktoren zur Berechnung der Äquivalenzdosierungen basieren, 2. welche Faktoren diese Umrechnungsfaktoren der Äquivalenzdosierungen beeinflussen und. damit 3. soll die Varianz dieser Umrechnungsfaktoren der Äquivalenzdosierungen aufgezeigt werden. Daraus sollte ein Instrument zum rationaleren Umgang mit den Umrechnungsfaktoren bei der Opioidtherapie resultieren.

Hintergrund: Zur Berechnung der äquianalgetischen Dosierungen zwischen verschiedenen Opioiden als auch zwischen verschiedenen Applikationsformen eines Opiods sind unterschiedlichste Umrechnungsfaktoren publiziert, die zum Teil eine breite Varianz aufzeigen und sich teilweise auch widersprechen. Diese Arbeit möchte dieser Unsicherheit nachgehen, damit die Umrechnung für äquianalgetische Dosierungen auf besserer Evidenz erfolgen kann als bisher und diese Evidenz in handhabbarer Information zur Verfügung steht.

Methodik: Mittels einer Systematic Literature Review wurden gezielt Daten zur Pharmakokinetik Bioverfügbarkeit, Distribution, Metabolisierung , Gender / Sex, Opioidrezeptoren, Toleranzentwicklung, Äquivalenzdosierungen einiger in der Schmerztherapie häufig verwendeten Opioide gesucht. Dazu wurden der medizinischen Datenbank PubMed MESH-Begriffe eingegeben und mit den zu untersuchenden Opioiden kombiniert. Dies ergab Angaben mit einer Streubreite für die Bioverfügbarkeit und die Umrechnungsfaktoren, welche zusammenfassend aufgeführt werden. Zusätzlich wurden die Faktoren, die diese Umrechnungsfaktoren beeinflussen können, aufgeführt.

Resultate: Es wurden nur wenig Evidenz gefunden, die hilfreiche Umrechnungsfaktoren zur Berechnung darlegen. Hingegen wurde viel Evidenz bezüglich Einflussfaktoren, die beeinflussen, gefunden. Diese Information wurde strukturiert und versuchsweise in handhabbarer Form dargelegt, damit im Klinikalltag die Sicherheit beziehungsweise die Unsicherheit dieser Umrechnungen kalkulierbarer wird.

Schlussfolgerung: Die Evidenz zur Berechnung von äquianalgetischen Dosierungen ist schwach. Es bestehen praktische keine RCT dazu. Die fehlende Evidenz kann aber nur teilweise verbessert werden, da die äquianalgetischen Dosierungen durch sehr viele häufig genetisch bedingte Ursachen beeinflusst werden, womit RCT mit dem Ziel die Umrechnungsfaktoren genauer und damit sicherer zu machen, das Ziel verfehlen würden. Vielmehr müssen die Anstrengungen dahin gehen zu untersuchen, welche Einflussfaktoren die die Äquivalenzdosierungen beeinflussen klinisch relevant sind und wie diese mit einfachen Mitteln erfasst und damit im Alltag auch eingesetzt werden können. Dies damit die Umrechnungsfaktoren der äquianalgetischen Dosierung für den individuellen Fall berechnet werden kann.

Stats
The PDF-Document has been downloaded 15 times.