Titelaufnahme

Titel
Indikationsstellung - Stellatumblockade versus Blockade des Plexus brachialis in der Schmerztherapie
Verfasser / VerfasserinAl Qassab, Younis
GutachterLikar, Rudolf
Erschienen2013
Umfang65 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2013
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeApril 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Tumorschmerzmedizin
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11462 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Indikationsstellung - Stellatumblockade versus Blockade des Plexus brachialis in der Schmerztherapie [1.43 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Repertoire an Schmerzmedikamenten ist reichhaltig und kann aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Wirksubstanzen und Darreichungsformen dazu beitragen, individualisierte Schmerzlinderung effizient und sicher umzusetzen. Dies ist ein Mitfaktor für gesteigerte Lebensqualität und alltagstaugliche Funktionalität eine Basis für Patientenzufriedenheit.

Bei transdermalen Opioiden handelt es sich um häufig verwendete Medikamente zur Linderung von Schmerzen. Entsprechende edikamentenverbrauchszahlen zeigen dies.

Innerhalb der Tumorschmerzmedizin haben Opioid TTS nicht zu Unrecht einen fixen Platz.

Sie werden ihrem Stellenwert als alternative Darreichungsform besonders dann gerecht, wenn die Möglichkeit für die Anwendung anderer Opioid Darreichungsformen nicht gegeben ist, wie beispielsweise bei Schluckstörungen unterschiedlichster Art, therapierefraktärer Übelkeit mit Erbrechen, geminderter Vigilanz und Verwirrtheit oder wenn eine Tablettenphobie der Linderung Opioid pflichtiger Schmerzen im Weg steht.

Opioid TTS bieten klare Vorteile bei ausgewählten Schmerzindikationen und Zusatzerkrankungen aufgrund deren Technologie spezifischen Pharmakokinetik, der einfachen Handhabung bei vorangegangener Unterweisung in eine produktkonforme Verwendung, eines geminderten Opioid typischen Nebenwirkungsprofils, mit Schwerpunkt auf den Magen Darm Trakt und einer hohen Patientenakzeptanz mit nachfolgend verbesserter Compliance.

Das Ergebnis der Literatursichtung zeigte, dass Opioid TTS im direkten Vergleich mit anderen retardierten Opioiden zumindest gleich sicher und effizient wirksam sind und aufgrund der zuvor erwähnten Vorteile dazu beitragen können, das schmerztherapeutische Instrumentarium zu erweitern. Voraussetzungen dafür sind, dass Grundprinzipien der chronischen Schmerzmedizin beachtet und eine suffiziente Opioid TTS Informationsmatrix existiert, deren Qualität und Leistungsfähigkeit an der Stärke der schwächsten Knotenpunkte zu messen ist. Dieser zielgerichtete Opioid TTS Wissenstransfer hin zum Patienten und dessen therapeutisch mitverantwortliches Umfeld sind Grundlage dafür, um die produktkonforme Handhabung dieser Medikamente generieren zu können.

Medizinisches Fachpersonal hat innerhalb dieser Opioid TTS Tumorschmerzversorgungskette eine Schlüsselposition. Diese Personengruppen zeigen jedoch, in ähnlicher Art und Weise wie auch der Patient selbst und sein Betreuungsumfeld, Optimierungspotenzial in dem Wissen um die richtige Anwendung von Opioid Schmerzpflastern und der Umsetzung in der Praxis. Es ist der Eindruck gegeben, dass sich die professionellen Elemente in dieser schmerztherapeutischen Versorgungskette, so auch medizinisches Fachpersonal, ihrer Verantwortung und medizinisch rechtlichen Verpflichtung als Wissensübermittler zu fungieren, nicht vollends bewusst sind. Auch kann ein direkter Zusammenhang zwischen dem Wissen um die richtige Handhabung von Opioid TTS bei medizinischem Fachpersonal und Patienten bzw. dessen therapeutisch mitverantwortlichem Umfeld vermutet werden.

Folglich ist es notwendig, durch regelmäßige Schulungen, innovative Wissensquellen, nutzerfreundlichere Gebrauchsinformationen und anderen Printmedien, wie z. B. Kurzanleitungen für eine produktkonforme Handhabung, dazu beizutragen, die Grundlage für eine tragfähige effizient wirksame Opioid TTS Sicherheitsmatrix zu schaffen. Jedes einzelne Element dieses schmerztherapeutischen Opioid TTS Netzwerkes ist aufgerufen, sich seiner Verantwortung bewusst zu sein und bereitwillig daran mitzuarbeiten, optimierte und sichere Tumorschmerzlinderung zu erreichen.

Die Opioid TTS Tumorschmerzversorgungskette kann erst dann mit der therapeutischen Leistung zufrieden sein, wenn der Schmerz in der Verlaufsdokumentation eine deutliche Reduktion zeigt, der Patient in seiner Alltagstauglichkeit verbessert ist, patientenindividuell definierte Lebensqualität erreicht und das gebrauchte Opioid Schmerzpflaster mit sich berührenden Klebeflächen zusammengefaltet, für Kinder unerreichbar in den Restmüll entsorgt wurde.