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Title
Retrospektive Datenanalyse zum Einfluss einer dreitätigen Behandlung mit repetitiver transkranieller Magnetstimulation bei Patienten mit chronischen Nervenschmerzen / vorgelegt von: Gunther Landmann
AuthorLandmann, Gunther
Thesis advisorGerbershagen, Hans-Ullrich
Published2013
Description63 Seiten
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2013
Date of SubmissionMarch 2013
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11412 Persistent Identifier (URN)
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Retrospektive Datenanalyse zum Einfluss einer dreitätigen Behandlung mit repetitiver transkranieller Magnetstimulation bei Patienten mit chronischen Nervenschmerzen [0.63 mb]
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Abstract (German)

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist ein neuartiges Verfahren, welches zunehmend zur Schmerzlinderung bei chronischen neuropathischen Schmerzen eingesetzt wird. Aktuell ist die Datenlage zur Wirksamkeit von rTMS uneinheitlich. Es wurde der Einfluss von rTMS auf die Schmerzstärke bei Patienten mit neuropathischen Schmerzen untersucht.

Im Zeitraum von November 2009 bis Mai 2010 wurden insgesamt 13 Patienten mit zentral und peripher generierten neuropathischen Schmerzen bzw. mit CRPS Typ I mittels rTMS behandelt, nachdem eine multimodale Schmerztherapie über mindestens ein Jahr keine für die Patienten zufriedenstellende Verbesserung der Schmerzstärke gezeigt hatte. Alle Patienten wurden neurologisch untersucht. Zusätzlich wurden klinische sowie standardisierte epidemiologische, schmerzbezogene Daten und psychometrische Daten anhand von Fragebögen (FSC, von Korff, SF12 und HADS) erfasst. Als Behandlungsparameter wurden gewählt: 20 Züge mit einer Stimulationsfrequenz von 10Hz und einer Zugdauer von 5s bei einem Interzugintervall von 55s und einer Stimulationsstärke von 80% der motorischen Schwelle. Dieser Ablauf (1000 Impulse pro Sitzung) wurde an 3 aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt. Zur Dokumentation des Behandlungserfolges wurde anhand von Schmerztagebüchern die Schmerzstärke in NRS (0 bis 10/10) morgens, mittags und abends über einen Zeitraum von einer Woche vor Therapie, an den Tagen der Therapie sowie über eine Woche nach Therapie erfasst.

Es konnte keine Änderung der Schmerzstärke während und nach der rTMS-Behandlung nachgewiesen werden. Zusätzlich konnte kein Einfluss der Variablen FSC, von Korff, SF12 und HADS auf den Erfolg der rTMS-Behandlung ermittelt werden. Die untersuchte Kohorte stimmte in vielen Parametern (insbesondere hinsichtlich der oben genannten Variablen) mit einer Kohorte chronischer Schmerzpatienten der Literatur überein. Ein Vergleich der vorliegenden Patienten mit den Patienten aus RCTs zur rTMS-Behandlung gelang nicht, da die herangezogenen Studien die genannten Variablen und auch weitere (z.B. neurologischer Befund), nicht bzw. nur teilweise berücksichtigten.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Ursachen des fehlenden Nachweises einer Schmerzreduktion nach rTMS-Therapie möglicherweise in der geringen Patientenzahl und der daraus resultierenden statistischen Methode, in der heterogenen Patientengruppe bezüglich Diagnosen, sensorischen Befunden im Schmerzgebiet und anderer Faktoren begründet sind, möglicherweise auch in der verwendeten Behandlungsmethode.

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