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Title
Stellenwert der hyperbaren Oxygenation in der Schmerzmedizin am Beispiel der chronischen Migräne
AuthorFlöther, Lilit
Thesis advisorKraya, Torsten
Published2015
Description62 Blatt
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2015
Annotation
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Date of SubmissionApril 2015
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)hyperbare Oxygenation / therapieresistente chronische Migräne
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11483 Persistent Identifier (URN)
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Stellenwert der hyperbaren Oxygenation in der Schmerzmedizin am Beispiel der chronischen Migräne [0.6 mb]
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Abstract (German)

Hintergrund:

Bereits vor vielen Jahren wurde über die ersten klinischen Erfolge der hyperbaren Oxygenation zur Behandlung von chronischen Schmerzen berichtet. Es wurde festgestellt, dass das Einatmen von reinem Sauerstoff zu einer Linderung der Kopfschmerzen beim Migräneanfall oder bei Clusterkopfschmerzen führen kann. Die positive Wirkung der hyperbaren Oxygenation zur Behandlung der Migräneattacke wurde später in kontrollierten Studien belegt. Der pathophysiologische Mechanismus basiert auf sauerstoffbedingter Vasokonstriktion peripherer und zerebraler Wiederstandgefäße. Diese Tatsache lässt vermuten, dass der therapeutische Effekt der hyperbaren Oxygenation (HBO) auch bei der Behandlung von chronischen therapieresistenten Kopfschmerzen von Interesse sein könnte.

Bisher gilt die HBO-Therapie nur als eine additive Therapiemetode in der Behandlung der Migräne Patienten.

Material und Methoden:

In der vorliegenden Fallsammlung wurden 10 Patienten mit einer therapieresistenten chronischen Migräne mittels hyperbarer Oxygenation (HBO) als Off-Label-Use behandelt. Es erfolgten 10 HBO-Sitzungen in der Druckkammer bei 2,5 bar je 60 min. Das Alter der Patienten lag zwischen 14 und 64 Jahren.

In der vorliegenden Arbeit sollte die Wirksamkeit und Sicherheit der HBO-Therapie bei Patienten mit chronischer Migräne belegt werden. Kriterien waren hierbei entweder eine Reduktion der Anzahl der Migränetage um 50 % und/oder Reduktion der Attackendauer um 50 % und/oder Reduktion der Schmerzintensität um 50 % sowie Reduktion des Medikamentenverbrauchs pro Monat um 50 %. Zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität vor und nach der HBO-Therapie wurde der SF 12 Fragebogen verwendet.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse unserer Arbeit zeigen eine Tendenz zur Reduktion der Kopfschmerzattacken pro Monat, der Schmerzdauer, der Schmerzintensität sowie des Medikamentenverbrauchs pro Monat. Auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten hat sich nach der hyperbaren Sauerstofftherapie gebessert. Es wurden die durchschnittlichen Werte SD errechnet und ausgewertet. Komplikationen der HBO-Therapie konnten nicht nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung In der Literatur gibt es bereits positive Ergebnisse zur Anwendung der hyperbaren Oxygenation bei Migräne Patienten. Diese Ergebnisse beziehen sich allerdings auf die Behandlung der Migräneattacken. In vorliegender Arbeit wurden die Patienten mit chronischer Migräne mittels HBO behandelt. Die klinische Relevanz unserer Ergebnisse bleibt durch die Heterogenität und die geringe Anzahl der Patienten schwer zu beurteilen.

Inwieweit das Alter der Patienten, die Dauer der Erkrankung, die Medikationseinnahme sowie die Dauer der Behandlung (Anzahl der HBO Sitzungen) eine Rolle gespielt haben bleibt weiterhin unklar.

Um eine genauere Aussage über die Wirksamkeit der HBO bei Migräne Patienten und insbesondere den Einsatz der HBO bei chronischer Migräne treffen zu können, sollte eine prospektive randomisierte Studie an einem größeren Patientenkollektiv durchgeführt werden.