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Bibliographic Metadata

Title
rTMS in der Behandlung chronischer Schmerzsyndrome : eine prospektive Erfassung von 50 Patienten / vorgelegt von Susanne Frank
AuthorFrank, Susanne
Thesis advisorReichart, Rupert
Published2015
Description58 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2015
Date of SubmissionApril 2015
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Motorkortexstimulation (MCS) / transkranielle repetitive Magnetstimulation (rTMS)
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11496 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
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rTMS in der Behandlung chronischer Schmerzsyndrome [1.21 mb]
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Abstract (German)

Neuromodulative Verfahren sind mittlerweile in der Behandlung des therapierefraktären chronischen neuropathischen Schmerzes etabliert. Unter diesen Verfahren bietet die Motorkortexstimulation (MCS) ein Neuromodulationsverfahren, das das motorische System beeinflusst. Ursprünglich als invasive Methode entwickelt, zeigte sich im Laufe der Zeit, dass der analgetische Stimulationseffekt auch nichtinvasiv durch eine transkranielle repetitive Magnetstimulation (rTMS) hervorgerufen werden kann. Diese kann jedoch im Gegensatz zur Motorkortexstimulation mit implantierten Stimulationssystemen nicht dauerhaft erfolgen, sodass der therapeutische Einsatz der rTMS nicht sicher geklärt ist.

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden 50 Patienten mit verschiedenen chronischen Schmerzsyndromen prospektiv erfasst, die mittels rTMS des motorischen Kortex behandelt wurden. Die Stimulation wurde nach einem Protokoll vorgenommen, das sich von den in der Literatur verfügbaren Daten ableitete und wiederholte Stimulationssitzungen an neun Tagen beinhaltete. Die Follow-up-Periode betrug sechs Wochen nach Ende der Stimulationsperiode.

Im Rahmen der Arbeit konnte der aus den Ergebnissen anderer Forschungsgruppen erwartete analgetische Effekt der transkraniellen repetitiven Magnetstimulation mit einer durchschnittlichen Responderrate von 58% bestätigt werden. Patienten, die einen analgetischen Effekt beschrieben boten eine signifikante Abnahme der Schmerzstärke auf der VAS. Es zeigte sich, dass Patienten mit atypischem Gesichtsschmerz mit 71% und zentralem postischämischen Deafferenzierungsschmerz mit 60% am besten auf eine rTMS ansprachen, was den Erfahrungen der MCS entspricht. Die rTMS konnte aber auch bei anderen Schmerzsyndromen einen Effekt erzielen. Der analgetische Effekt trat zeitverzögert auf und überdauerte die Stimulationsperiode. Zum Teil setzte der Effekt erst nach Ende der Stimulationsperiode ein. Die Zeitdauer des analgetischen Effekt wies dabei große individuelle Unterschiede auf und hielt bis zu sieben Wochen an. Des Weiteren zeichnet sich ein Zusammenhang zwischen der zurückliegenden Krankheitsdauer und dem zu erwartenden Effekt der rTMS ab.

In der vorliegenden Arbeit konnte gezeigt werden, dass die rTMS eine im klinischen Alltag einsetzbare Methode darstellt, mit der bei Patienten mit schweren und therapierefraktären Schmerzsyndromen eine signifikante Schmerzreduktion erzielt werden kann.

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