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Bibliographic Metadata

Title
Dorsal Root Ganglienstimulation / vorgelegt von: Pascal Welpe
Additional Titles
Grundlagen, Indikationen, präoperatives Parästhesie-Mapping, eigene Erfahrungen und Ergebnisse
AuthorWelpe, Pascal
Thesis advisorKloimstein, Herwig
Published2015
Description70 Blatt : Illustrationen
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2015
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionApril 2015
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (DE)Dorsal Root Ganglienstimulation
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11683 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Dorsal Root Ganglienstimulation [1.78 mb]
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Reference
Classification
Abstract (German)

Die Dorsal Root Ganglienstimulation (DRG-Stimulation) stellt eine neue Form der epiduralen Rückenmarkstimulation dar, welche erst im November 2011 die CE-Zulassung erhalten hatte und seither weltweit ca. 1500mal implantiert wurde. Das Spinalnervenganglion nimmt eine zentrale Rolle in der Schmerzleitung und verarbeitung ein insbesondere bei neuropathischen Schmerzen. Daher ist die elektrische Stimulation am Spinalnervenganglion eine wichtige und interessante Therapieoption und wurde durch das spezielle Material der Firma Spinalmodulation® ermöglicht.

Analog zur epiduralen Rückenmarkstimulation mit Stabelektroden werden bei der DRG-Stimulation 4-polige Stabelektroden über eine Tuohy-Nadel direkt am entsprechenden Spinalnervenganglion platziert. Grosse Vorteile bei der DRG-Stimulation sind einerseits die selektive Stimulation einzelner Nerven, wodurch auch Schmerzgebiete erreicht werden können, welche bisher einer Rückenmarkstimulation nicht zugänglich waren (z.B. Leistenschmerzen) sowie andererseits die Lageunabhängigkeit. Im Hinblick auf die selektive Stimulation haben wir einen präoperativen Abklärungsalgorithmus mit einem Parästhesie-Mapping zur präoperativen Bestimmung der idealen Elektrodenlage eingeführt.

Im Rahmen dieser Masterarbeit möchte ich über diese neue Therapiemethode, das Parästhesie-Mapping sowie unsere Erfahrungen und Ergebnisse berichten.

Zwischen März 2014 und März 2015 haben wir bei 12 Patienten die Indikation für eine DRG-Implantation resp. Testphase gestellt. Die Testphase haben 10 Patienten erfolgreich abgeschlossen und erhielten ein definitiv implantiertes System. Wir erzielten in der Testphase eine durchschnittliche Schmerzreduktion von 79%. Die Verlaufskontrollen über bis zu 12 Monate zeigten eine anhaltend gute Schmerzreduktion von bis zu 75%. Die Patientenzufriedenheit mit dieser neuen Therapieoption war sehr hoch. Nicht relevante Nebenwirkungen traten bei 3 Patienten auf.

Die präoperativen Abklärungen inklusive diagnostischer Blockade und sensorischer Stimulation mittels eines Radiofrequenzgerätes das sogenannte Parästhesie-Mapping ermöglichen bereits präoperativ eine klare Zuordnung der Elektrodenplatzierung und spart somit Operationszeit und Materialkosten.

Die DRG-Stimulation ist eine neue Form der Rückenmarkstimulation mit guten ersten Ergebnissen über einen Zeitraum von 12 Monaten.

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