Titelaufnahme

Titel
Multimodale Schmerztherapie (MMST) am Kantonsspital St. Gallen Zusammenstellung eines Evaluationssets und Anwendung mit deskriptiver Auswertung bei den ersten Patientengruppen / vorgelegt von: Andrea Berendes
Verfasser / VerfasserinBerendes, Andrea
GutachterJoyce Rehli, Melanie ; Gustorff, Burkhard
ErschienenWien, 2017
UmfangVIII, 52 Seiten
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Masterarb., 2017
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2017
Datum der AbgabeApril 2017
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)MMST / multimodale stationäre Schmerztherapie
Schlagwörter (EN)ARDS / BAL / cytospin / FACS / flow cytometry / acute respiratory distress / ALI
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-11723 Persistent Identifier (URN)
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Multimodale Schmerztherapie (MMST) am Kantonsspital St. Gallen Zusammenstellung eines Evaluationssets und Anwendung mit deskriptiver Auswertung bei den ersten Patientengruppen [1.06 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund:

Das Kantonsspital St. Gallen bietet seit dem Oktober 2016 eine multimodale stationäre Schmerztherapie MMST für chronische Schmerzpatienten an. Die Therapie chronischer Schmerzen gilt vor dem Hintergrund der Einordnung als biopsychosoziale Erkrankung als schwierig. Als effektivste Therapieform gilt die multimodale Schmerztherapie. Trotzdem, dass die MMST quasi als Goldstandard gilt, gab es bis vor kurzem keine einheitlichen Outcome-Domänen. Im Rahmen der internationalen Arbeitsgruppe VAPAIN (Kaiser U (a) 2015) wurden im letzten Jahr erstmals 8 Core-Outcome-Domänen vorgeschlagen. Diese setzen sich zusammen aus Schmerzstärke und frequenz, emotionalem Wohlbefinden, Zufriedenheit mit sozialen Rollen und Aktivitäten, gesundheitsbezogener Lebensqualität, Produktivität, Eindruck der Patienten bzgl. der Therapiezielerreichung und physische Aktivität. Bislang sind zu den dargestellten Core Outcome-Domänen keine Assessmentinstrumente hinterlegt worden.

Ziel:

Das Ziel dieser Arbeit gliedert sich in 2 Teile. Im ersten Teil soll ein Evaluationsset für die hausinterne MMST zusammengestellt werden. Der zweite Teil besteht in der praktischen Anwendung des Evaluationssets und der deskriptiven Auswertung bei den ersten Patientengruppen.

Methodik:

Im ersten Teil sollen den, von VAPAIN empfohlenen Core Outcome- Domänen, Evaluationsinstrumente zugeordnet werden. Dieses Evaluationsset beinhaltet Fragebögen- basierte Instrumente (NRS Schmerz, Fragebogen zur Schmerzbeschreibung, SF-12, HADS, MFHW und PDI). Zudem sollen die Coping- Strategien mittels Coping Strategies Questionnaire (CSQ) evaluiert werden. Des weiteren werden partizipative Zielvereinbarungen zwischen Patienten und Therapeuten mittels Goal Attainment Scale (GAS) generiert. Im zweiten Teil erfolgt die Anwendung und deskriptive Auswertung des Evaluationssets bei den ersten Patientengruppen der Phase 1, entsprechend vor und nach 3 Wochen stationärer Therapie. Die Datenerhebung erfolgte von Oktober 2016 bis April 2017. Daten von 23 Patienten konnten berücksichtigt werden.

Ergebnisse:

Die Anwendung der von VAPAIN empfohlenen Core Outcome Domänen gibt eine gute Hilfestellung, die Zuordnung von Fragebogen- basierten- Instrumenten ist teils schwierig. Die Resultate der Datenerhebung zeigen am Ende der ersten stationären Therapiephase Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, des emotionalen Wohlbefindens, der physischen Aktivität und des Katastrophisierens. Die Zielvereinbarungen mittels GAS in den Bereichen Physio-, Ergo- und Psychotherapie wurden erfüllt.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction/Background: As a consequence of several traumata and risk factors patients can develop an acute respiratory distress syndrome (ARDS). It is defined as an acute lung injury (developing in a time span of less than a week) with pulmonary infiltrations on both sides, not being explained by other causes such as embolism or cardiac decompensation, with a Horovitz ratio (PaO2/FiO2) below 300. In the process of developing ARDS several immune processes involving different immune cells, which until now have not been specified, play an important role. Aim/Objectives: The study aims to quantify the regional, alveolar specific immune response of patients with ARDS. This will help depict the involved immune processes more accurately. Materials and Methods: In order to gain cells for the consecutive flow cytometry analysis, peripheral blood is taken from the patients, together with bronchoalveolar lavage (BAL). BAL is a procedure to clarify immunologic or infectious processes going within the alveolar compartment. For BAL a bronchoscopy is performed, during which 0.9% saline solution is instilled and aspirated in order to gain airway cells, immune cells or bacteria. The blood and the BAL fluid are consequentially analyzed at the laboratory of the clinical department for hematology by fluorescence flow cytometry in order to quantify the different immune cells according to their specific CD surface markers. Summary/Conclusion: Flow cytometry of BAL provides a mean to monitor the immunologic processes within the alveolar compartment and allows for quantifying the temporal and qualitative processes of the immune response to ARDS.